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Auktionsarchiv: Los-Nr. 112

(St. Michael/Eppan 1704–1761) Zwei

Alte Meister
18.10.2016
Schätzpreis
80.000 € - 120.000 €
ca. 88.208 $ - 132.312 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 112

(St. Michael/Eppan 1704–1761) Zwei

Alte Meister
18.10.2016
Schätzpreis
80.000 € - 120.000 €
ca. 88.208 $ - 132.312 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

(St. Michael/Eppan 1704–1761) Zwei Genreszenen: Musikgesellschaft im Freien; Das Kartenspiel, Öl auf Holz, je 44,2 x 36,2 cm, gerahmt, Pendants (2) Provenienz: Auktion Sotheby’s, London, 4. Dezember 1997, Lot 235; Auktion Dorotheum, Wien, 29. September 2004, Lot 300; Auktion Christie’s, London, 3. Dezember 2008, Lot 231; Galerie d’Art Saint-Honoré, Paris; Privatsammlung, Süddeutschland; Auktion Dorotheum, Wien, 15. Oktober 2013, Lot 573 (verkauft für € 110,100); Privatsammlung, Belgien Wir danken Christina Pucher, Bearbeiterin des Werkverzeichnisses zu Johann Georg Platzer die das vorliegende Gemäldepaar als authentische Arbeiten des Künstlers bestätigte. Ein ausführliches Gutachten vom 24. Juli 2013 liegt vor. Christina Pucher schreibt zur Musikgesellschaft im Freien: „Vor einer mit einem mythologischen Fries und zwei bepflanzten Prunkvasen geschmückten Terrasse stellt Platzer die ausschweifende Lebensart des Rokoko dar, wie so oft in Kostümen des 17. Jahrhunderts. Ein feister Kavalier sitzt gemütlich im Garten und hält in seiner Rechten ein Glas Wein und umfasst mit der Linken die Taille seiner tanzenden Liebsten, die noch dazu Laute spielt. Ein Jüngling (Amor) reicht ihnen Obst, die ‚süßen Früchte des Lebens‘, auf einem silbernen Teller. Die jungen Leute sind einander zugetan. Eine alte Frau, die nur als Halbfigur hinter dem Prunksessel zu sehen ist, hält die Weinflasche, betrachtet mit ernstem Gesicht das Geschehen und warnt das Paar mit erhobenem Zeigefinger vor den Folgen seiner Taten. Im linken Hintergrund schließen ein tanzendes Paar und der Ausblick auf eine Kapelle das Bild ab. Die Kapelle verweist auf den kirchlichen Segen der galanten Beziehung, während die Rosen im Haar des Mädchens die eheliche Treue symbolisieren. Die Distel im Vordergrund zeigt aber auch die schwierigen Zeiten des Ehelebens an. Die rankenden Rosen, das junge Mädchen und die alte Frau bilden den Verweis Platzers auf die Vergänglichkeit der Schönheit. Diese Gesellschaft im Freien kann dem Betrachter neben den genannten Deutungen auch die ‚Allegorie der fünf Sinne‘ in Erinnerung rufen“. Den größten Teil der Komposition dieses Bildes übernahm Platzer von seiner Musikalischen Unterhaltung (ehemals Sammlung Georg Schäfer Schweinfurt). Hinzugefügt wurde die Figur des kindlichen Dieners mit dem Silbertablett. Zum Kartenspiel schreibt Frau Pucher: „Eine ausgelassene Gesellschaft in Kostümen des 17. Jahrhunderts amüsiert sich mit Musik und Spiel in einem edlen Interieur. Am Tisch spielt eine junge Frau siegessicher Herz As, ein Zeichen der käuflichen Liebe, aus und zeigt ihrem reichen älteren Spielpartner triumphierend die Karten in ihrer Hand, Herz Dame und Herz Bub. Sie spielt ein abgekartetes Spiel, denn ihr Komplize hält einen Spiegel und zeigt ihr so das schlechte Blatt des Gegenspielers. Eine Harfenistin sorgt für die musikalische Untermalung des Betruges […]“. Auch dieses Gemälde erweist sich als leicht abgewandelte Replik eines Werkes Platzers aus der Sammlung Georg Schäfer Schweinfurt, der Vornehmen Gesellschaft beim Kartenspiel. Das Interieur und die Figuren um den Spieltisch sind fast identisch. Hierzu Pucher: „Wie sein Zeitgenosse und Malerfreund Franz Christoph Janneck hat Platzer den großen Fundus an Figuren und Dekorationselementen aus seinem Standardrepertoire zu immer neuen Kompositionen zusammengefügt […]“. Eine weitere Variante der Kartenspieler erschien 1992 und 2008 im deutschen Kunsthandel. Pucher: „Die Anfertigung mehrerer hochwertiger Repliken von Platzers Hand lässt auf große Nachfrage nach eben diesen Sujets schließe n. Die Thematik der beiden Gegenstücke war bereits im 16. und 17. Jahrhundert sehr beliebt und mit einer moralischen Aufforderung verbunden, sich der Gefahren des Glücksspiels und des übermäßigen Weingenusses bewusst zu sein. So sollen sie als Sittenbilder der Zeit unterhalten und dennoch vor verwerflichem Tun warnen. Die Gemälde sind in der für Platzer typischen akkuraten Malweise gestaltet. Eine differenzierte

Auktionsarchiv: Los-Nr. 112
Auktion:
Datum:
18.10.2016
Auktionshaus:
Dorotheum GmbH & Co. KG
Dorotheengasse 17
1010 Wien
Österreich
kundendienst@dorotheum.at
+43 (0)1 515600
+43 (0)1 51560443
Beschreibung:

(St. Michael/Eppan 1704–1761) Zwei Genreszenen: Musikgesellschaft im Freien; Das Kartenspiel, Öl auf Holz, je 44,2 x 36,2 cm, gerahmt, Pendants (2) Provenienz: Auktion Sotheby’s, London, 4. Dezember 1997, Lot 235; Auktion Dorotheum, Wien, 29. September 2004, Lot 300; Auktion Christie’s, London, 3. Dezember 2008, Lot 231; Galerie d’Art Saint-Honoré, Paris; Privatsammlung, Süddeutschland; Auktion Dorotheum, Wien, 15. Oktober 2013, Lot 573 (verkauft für € 110,100); Privatsammlung, Belgien Wir danken Christina Pucher, Bearbeiterin des Werkverzeichnisses zu Johann Georg Platzer die das vorliegende Gemäldepaar als authentische Arbeiten des Künstlers bestätigte. Ein ausführliches Gutachten vom 24. Juli 2013 liegt vor. Christina Pucher schreibt zur Musikgesellschaft im Freien: „Vor einer mit einem mythologischen Fries und zwei bepflanzten Prunkvasen geschmückten Terrasse stellt Platzer die ausschweifende Lebensart des Rokoko dar, wie so oft in Kostümen des 17. Jahrhunderts. Ein feister Kavalier sitzt gemütlich im Garten und hält in seiner Rechten ein Glas Wein und umfasst mit der Linken die Taille seiner tanzenden Liebsten, die noch dazu Laute spielt. Ein Jüngling (Amor) reicht ihnen Obst, die ‚süßen Früchte des Lebens‘, auf einem silbernen Teller. Die jungen Leute sind einander zugetan. Eine alte Frau, die nur als Halbfigur hinter dem Prunksessel zu sehen ist, hält die Weinflasche, betrachtet mit ernstem Gesicht das Geschehen und warnt das Paar mit erhobenem Zeigefinger vor den Folgen seiner Taten. Im linken Hintergrund schließen ein tanzendes Paar und der Ausblick auf eine Kapelle das Bild ab. Die Kapelle verweist auf den kirchlichen Segen der galanten Beziehung, während die Rosen im Haar des Mädchens die eheliche Treue symbolisieren. Die Distel im Vordergrund zeigt aber auch die schwierigen Zeiten des Ehelebens an. Die rankenden Rosen, das junge Mädchen und die alte Frau bilden den Verweis Platzers auf die Vergänglichkeit der Schönheit. Diese Gesellschaft im Freien kann dem Betrachter neben den genannten Deutungen auch die ‚Allegorie der fünf Sinne‘ in Erinnerung rufen“. Den größten Teil der Komposition dieses Bildes übernahm Platzer von seiner Musikalischen Unterhaltung (ehemals Sammlung Georg Schäfer Schweinfurt). Hinzugefügt wurde die Figur des kindlichen Dieners mit dem Silbertablett. Zum Kartenspiel schreibt Frau Pucher: „Eine ausgelassene Gesellschaft in Kostümen des 17. Jahrhunderts amüsiert sich mit Musik und Spiel in einem edlen Interieur. Am Tisch spielt eine junge Frau siegessicher Herz As, ein Zeichen der käuflichen Liebe, aus und zeigt ihrem reichen älteren Spielpartner triumphierend die Karten in ihrer Hand, Herz Dame und Herz Bub. Sie spielt ein abgekartetes Spiel, denn ihr Komplize hält einen Spiegel und zeigt ihr so das schlechte Blatt des Gegenspielers. Eine Harfenistin sorgt für die musikalische Untermalung des Betruges […]“. Auch dieses Gemälde erweist sich als leicht abgewandelte Replik eines Werkes Platzers aus der Sammlung Georg Schäfer Schweinfurt, der Vornehmen Gesellschaft beim Kartenspiel. Das Interieur und die Figuren um den Spieltisch sind fast identisch. Hierzu Pucher: „Wie sein Zeitgenosse und Malerfreund Franz Christoph Janneck hat Platzer den großen Fundus an Figuren und Dekorationselementen aus seinem Standardrepertoire zu immer neuen Kompositionen zusammengefügt […]“. Eine weitere Variante der Kartenspieler erschien 1992 und 2008 im deutschen Kunsthandel. Pucher: „Die Anfertigung mehrerer hochwertiger Repliken von Platzers Hand lässt auf große Nachfrage nach eben diesen Sujets schließe n. Die Thematik der beiden Gegenstücke war bereits im 16. und 17. Jahrhundert sehr beliebt und mit einer moralischen Aufforderung verbunden, sich der Gefahren des Glücksspiels und des übermäßigen Weingenusses bewusst zu sein. So sollen sie als Sittenbilder der Zeit unterhalten und dennoch vor verwerflichem Tun warnen. Die Gemälde sind in der für Platzer typischen akkuraten Malweise gestaltet. Eine differenzierte

Auktionsarchiv: Los-Nr. 112
Auktion:
Datum:
18.10.2016
Auktionshaus:
Dorotheum GmbH & Co. KG
Dorotheengasse 17
1010 Wien
Österreich
kundendienst@dorotheum.at
+43 (0)1 515600
+43 (0)1 51560443
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