Darmstadt [1911]. Mit zahlreichen Abbildungen auf 30 Tafeln. Originalbroschur. – Mit eigenhändigem Manuskript und zwei eigenhändigen Anmerkungen von Raoul Hausmann auf dem Vorsatzblatt und im Buch selbst.
Raoul Hausmann (1886–1971) erwarb die Koch-Publikation wohl 1915 (Datierung in Tusche auf dem Vorsatzblatt). In Tusche notierte er im Buch einige ironische und kritische Anmerkungen, z. B. unter »Alle Rechte vorbehalten«: »warum? wegen des bischen nachgepanschten Biedermeiers? oder des Bauernstils? (Wahrscheinlich wegen der »Kultur‹!)«. – Wohl etwas später benutzte er das vordere Vorsatzblatt für ein Manuskript: »Diese ganze quasi-neopathetische Gesellschaft (Lych, Rubiner, Hardekopf, Ghuttmann etc Unger) hält sich für weiss wie sehr tief – ist aber eben doch nur so obenhin. Selbst [ausradierte Textstelle] gewitzt, gewieft, aber eben zu gewitzt – er könnte nie etwas schreiben wie Bergson’s ›Über Kunst‹ einfach weil er zu witzig ist, um die Dinge so zu durchleuchten, dass die Fassung seines Geistigen wieder dinglich erscheint – er ist lieber abstrait, absent. […] alle verwechseln ihre Peripherie mit dem centralen Subjekt. Das Frankreichheft [der Aktion] zeigt, dass die Franzosen erfüllt und ausgehend von diesem Subjekt, sich alle ›Dinge‹ reproduktiv schöpferisch zu eigen zu machen verstehen […]«. Zu den Neopathetikern, einem prä-expressionistischen Dichterkreis in Berlin gehörten u. a. Georg Heym, Ernst Blass und Jakob van Hoddis. – Hinterer Vorsatz mit einem weiteren Manuskript, in deutscher Schreibschrift, Urheberschaft unklar: »Der Schauendentrückte hat die Vision eines Körpers […]«.
29,5 : 21,0 cm. [8], 30, [4] Seiten. – Einige Monogramme im Buch ankoloriert.
Darmstadt [1911]. Mit zahlreichen Abbildungen auf 30 Tafeln. Originalbroschur. – Mit eigenhändigem Manuskript und zwei eigenhändigen Anmerkungen von Raoul Hausmann auf dem Vorsatzblatt und im Buch selbst.
Raoul Hausmann (1886–1971) erwarb die Koch-Publikation wohl 1915 (Datierung in Tusche auf dem Vorsatzblatt). In Tusche notierte er im Buch einige ironische und kritische Anmerkungen, z. B. unter »Alle Rechte vorbehalten«: »warum? wegen des bischen nachgepanschten Biedermeiers? oder des Bauernstils? (Wahrscheinlich wegen der »Kultur‹!)«. – Wohl etwas später benutzte er das vordere Vorsatzblatt für ein Manuskript: »Diese ganze quasi-neopathetische Gesellschaft (Lych, Rubiner, Hardekopf, Ghuttmann etc Unger) hält sich für weiss wie sehr tief – ist aber eben doch nur so obenhin. Selbst [ausradierte Textstelle] gewitzt, gewieft, aber eben zu gewitzt – er könnte nie etwas schreiben wie Bergson’s ›Über Kunst‹ einfach weil er zu witzig ist, um die Dinge so zu durchleuchten, dass die Fassung seines Geistigen wieder dinglich erscheint – er ist lieber abstrait, absent. […] alle verwechseln ihre Peripherie mit dem centralen Subjekt. Das Frankreichheft [der Aktion] zeigt, dass die Franzosen erfüllt und ausgehend von diesem Subjekt, sich alle ›Dinge‹ reproduktiv schöpferisch zu eigen zu machen verstehen […]«. Zu den Neopathetikern, einem prä-expressionistischen Dichterkreis in Berlin gehörten u. a. Georg Heym, Ernst Blass und Jakob van Hoddis. – Hinterer Vorsatz mit einem weiteren Manuskript, in deutscher Schreibschrift, Urheberschaft unklar: »Der Schauendentrückte hat die Vision eines Körpers […]«.
29,5 : 21,0 cm. [8], 30, [4] Seiten. – Einige Monogramme im Buch ankoloriert.
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