Auktionsarchiv: Los-Nr. 245

Leibniz, Gottfried Wilhelm

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Leibniz, Gottfried Wilhelm

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Beschreibung:

Sammelband aus dem Besitz des Göttinger Mathematikers Abraham Kästner Leibniz, Gottfried Wilhelm. Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken. 19,5 x 15 cm. Pappband des frühen 19. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben). Verschiedene Orte und Verlage, 1666-1667. I. Disputatio inauguralis De casibus perplexis in jure quam indultu nobiliss. & ampliss. jctorum ordinis celeberrima universitate. 36 S. Mit gestochener Titelvignette. (Altdorf), Georg Hagen, 1666. - VD17 1:009030R. - Erster Druck der bedeutenden rechtsphilosophischen Dissertation, einer Abhandlung über scheinbar unlösbare Rechtsfälle, mit der Leibniz am 5. November 1666 an der Universität Altdorf promoviert wurde. Und die den gefeierten Startschuss für seine akademische Laufbahn bilden sollte, nachdem er kurz zuvor enttäuscht seine Heimatstadt Leipzig verlassen hatte. Leibniz zeigte "einen so hohen Grad von Kenntnißreichthum und Gewandtheit, daß man ihm sofort eine außerordentliche Professur anbot. Er lehnte jedoch ab und ging nach Nürnberg." (ADB XVIII, 173f). - Die Kollation ist mehrfach fehlerhaft, das Exemplar aber so vollständig (vgl. das Digitalisat im VD17). - Es fehlt die dreieckige Drehscheibe auf der gestochenen Titelvignette, das vorhandene Stecknadelloch alt hinterlegt. Titel gestempelt, etwas stärker fleckig, im Bug alt hinterlegt und mit kleinen Randläsuren. Durchgehend mal mehr, mal weniger stock- bzw. braunfleckig. II. Dissertatio De arte combinatoria, in qua ex arithmeticae fundamentis complicationum ac transpositionum doctrina novis praeceptis extruitur, & usus ambarum per universum scientiarum orbem ostenditur. 3 Bl., 78 S., 1 Bl. Mit Kupfertafel. Leipzig, Johann Simon Fick und Johann Polykarp Seubold, 1666. - VD17 547:667972E. Ravier 6. - Erster Druck der einflussreichen mathematischen Dissertation über die lullische Kunst der Kombinatorik, die der erst 20jährige Leibniz an der Universität Leipzig vorlegte. Von großer Seltenheit und grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Mathematik. "In dieser Schrift führte er einen Grundgedanken aus, welcher ihn fortan neben aller verschiedenartigsten Thätigkeit stets beseelte; nämlich er beabsichtigt unter ausdrücklicher Anknüpfung an Raimundus Lullus und Athanasius Kircher eine Zurückführung zusammengesetzter Begriffe auf einfache, welch’ letztere durch passende Charaktere auszudrücken seien und in solcher Form durch manigfache Combination und Permutation wieder zur Entdeckung neuer Wahrheiten benützt werden können" (ADB XVIII, 173f.). - Titel mit alten Streichungen in Tinte. Etwas gebräunt und stärker braunfleckig, vereinzelte Unterstreichungen, einige Blatt mit ausführlichen Annotationen in Tinte, rechte untere Ecke mit Wurmspur (teils mit geringem Blattverlust). III. Disputatio juridica De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publica censura exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 14 Bl. Leipzig, Johann Wittigau, (1665). - VD17 12:142189G. - Erster Druck der Qualifikationsschrift, mit der Leibniz als 19jähriger Respondent unter dem Vorsitz des Präses Bartholomäus Leonhard Schwendendörffer (1631-1705) am 14. Juli 1665 in Leipzig das juristische Baccalaureat erwarb. - Gebäunt und etwas braunfleckig. IV. Disputatio juridica posterior. De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publicae censurae exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 12 Bl. Leipzig, Johann Wiitigau, (1665). - VD17 14:054548E. - Erster Druck der Fortsetzung seiner juristischen Qualifikationsschrift, die Leibniz einen Monat später, am 17. August 1665, ebenda verteidigte. - Titel irrig an den Schluss gebunden. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig, Blatt B3 mit Tintenfleck im Seitenrand, Schlussblatt mit kleiner Läsur im unteren Bug. V. Gratulationes Lipsienses patronorum, fautorum, amicorum, necessariorum ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et

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Sammelband aus dem Besitz des Göttinger Mathematikers Abraham Kästner Leibniz, Gottfried Wilhelm. Sammelband mit 4 Frühschriften und 4 Gelegenheitsdrucken. 19,5 x 15 cm. Pappband des frühen 19. Jahrhunderts (stärker fleckig und berieben). Verschiedene Orte und Verlage, 1666-1667. I. Disputatio inauguralis De casibus perplexis in jure quam indultu nobiliss. & ampliss. jctorum ordinis celeberrima universitate. 36 S. Mit gestochener Titelvignette. (Altdorf), Georg Hagen, 1666. - VD17 1:009030R. - Erster Druck der bedeutenden rechtsphilosophischen Dissertation, einer Abhandlung über scheinbar unlösbare Rechtsfälle, mit der Leibniz am 5. November 1666 an der Universität Altdorf promoviert wurde. Und die den gefeierten Startschuss für seine akademische Laufbahn bilden sollte, nachdem er kurz zuvor enttäuscht seine Heimatstadt Leipzig verlassen hatte. Leibniz zeigte "einen so hohen Grad von Kenntnißreichthum und Gewandtheit, daß man ihm sofort eine außerordentliche Professur anbot. Er lehnte jedoch ab und ging nach Nürnberg." (ADB XVIII, 173f). - Die Kollation ist mehrfach fehlerhaft, das Exemplar aber so vollständig (vgl. das Digitalisat im VD17). - Es fehlt die dreieckige Drehscheibe auf der gestochenen Titelvignette, das vorhandene Stecknadelloch alt hinterlegt. Titel gestempelt, etwas stärker fleckig, im Bug alt hinterlegt und mit kleinen Randläsuren. Durchgehend mal mehr, mal weniger stock- bzw. braunfleckig. II. Dissertatio De arte combinatoria, in qua ex arithmeticae fundamentis complicationum ac transpositionum doctrina novis praeceptis extruitur, & usus ambarum per universum scientiarum orbem ostenditur. 3 Bl., 78 S., 1 Bl. Mit Kupfertafel. Leipzig, Johann Simon Fick und Johann Polykarp Seubold, 1666. - VD17 547:667972E. Ravier 6. - Erster Druck der einflussreichen mathematischen Dissertation über die lullische Kunst der Kombinatorik, die der erst 20jährige Leibniz an der Universität Leipzig vorlegte. Von großer Seltenheit und grundlegender Bedeutung für die Entwicklung der Mathematik. "In dieser Schrift führte er einen Grundgedanken aus, welcher ihn fortan neben aller verschiedenartigsten Thätigkeit stets beseelte; nämlich er beabsichtigt unter ausdrücklicher Anknüpfung an Raimundus Lullus und Athanasius Kircher eine Zurückführung zusammengesetzter Begriffe auf einfache, welch’ letztere durch passende Charaktere auszudrücken seien und in solcher Form durch manigfache Combination und Permutation wieder zur Entdeckung neuer Wahrheiten benützt werden können" (ADB XVIII, 173f.). - Titel mit alten Streichungen in Tinte. Etwas gebräunt und stärker braunfleckig, vereinzelte Unterstreichungen, einige Blatt mit ausführlichen Annotationen in Tinte, rechte untere Ecke mit Wurmspur (teils mit geringem Blattverlust). III. Disputatio juridica De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publica censura exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 14 Bl. Leipzig, Johann Wittigau, (1665). - VD17 12:142189G. - Erster Druck der Qualifikationsschrift, mit der Leibniz als 19jähriger Respondent unter dem Vorsitz des Präses Bartholomäus Leonhard Schwendendörffer (1631-1705) am 14. Juli 1665 in Leipzig das juristische Baccalaureat erwarb. - Gebäunt und etwas braunfleckig. IV. Disputatio juridica posterior. De conditionibus quam indultu amplissimi jctorum ordinis praeside viro Bartholomaeo Leonhardo Schwendendörfero. Publicae censurae exponit Gottfredus Guilielmus Leibnuzius. 12 Bl. Leipzig, Johann Wiitigau, (1665). - VD17 14:054548E. - Erster Druck der Fortsetzung seiner juristischen Qualifikationsschrift, die Leibniz einen Monat später, am 17. August 1665, ebenda verteidigte. - Titel irrig an den Schluss gebunden. Etwas stärker gebräunt und braunfleckig, Blatt B3 mit Tintenfleck im Seitenrand, Schlussblatt mit kleiner Läsur im unteren Bug. V. Gratulationes Lipsienses patronorum, fautorum, amicorum, necessariorum ad Gottfredum Guilielmum Leibnüzium. In Altorphina academia honores et

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