Kampf, Theodor. Der wunderbare Todes-Bote oder schrift- und vernunftmässige Untersuchung was von den Leichen-Erscheinungen, Sarg-Zuklopfen, Hunde-Heulen, Eulen- und Leichhüner-Schreyen, Lichter-Sehen, und andern Anzeigungen des Todes zu halten. Dritte Auflage. 144 S. 17,5 x 11 cm. Leder d. Z (etwas berieben, Deckel geworfen) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Deckelfilete. Lemgo, Meyer, 1752. VD18 1099601X-003 – Dritte Auflage der kuriosen, zuerst ebenda 1728 erschienenen Erbauungsschrift über spukhafte Erscheinungen und Todesprophetie, mit zahlreichen historischen Beispielen. Theodor Kampf war lutherischer Prediger am Hof von Prinz Ernst August II. in Iburg: "Er glaubte fest an Leichenerscheinungen, Vorbedeutungen und dergleichen und beschäftigte sich angelegentlich in seinen Predigten mit der Ausdeutung der Offenbarung Johannis auf das baldige Kommen des Antichrist, dessen Jahresbestimmung er zu ermitteln suchte. 1728 ließ er zu Lemgo seinen 'Wunderbaren Todesboten' erscheinen, der sich mit allerlei Vorspuk beschäftigte. In seiner Gemeinde Uffeln hatte er große Schwärmerei verbreitet, und als nun 1741 die Franzosen als 'Papisten' im ersten schlesischen Kriege in Westfalen erschienen, sah er mit seinen Anhängern darin das Hereinbrechen des Strafgerichts. Er verließ, gefolgt von ca. 60 Anhängern, seine Stelle, letztere entliefen zum Theil ihren Vätern, ließen auch theilweise ihren Grundbesitz im Stich; sie gingen nach Schweden und fanden als stille, arbeitsame Leute in Stockholm gute Aufnahme" (ADB XV, 59f.) – Titel verso mit gesiegeltem Wappen-Exlibris. Gering braunfleckig, insgesamt wohlerhalten.
Kampf, Theodor. Der wunderbare Todes-Bote oder schrift- und vernunftmässige Untersuchung was von den Leichen-Erscheinungen, Sarg-Zuklopfen, Hunde-Heulen, Eulen- und Leichhüner-Schreyen, Lichter-Sehen, und andern Anzeigungen des Todes zu halten. Dritte Auflage. 144 S. 17,5 x 11 cm. Leder d. Z (etwas berieben, Deckel geworfen) mit ornamentaler RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und Deckelfilete. Lemgo, Meyer, 1752. VD18 1099601X-003 – Dritte Auflage der kuriosen, zuerst ebenda 1728 erschienenen Erbauungsschrift über spukhafte Erscheinungen und Todesprophetie, mit zahlreichen historischen Beispielen. Theodor Kampf war lutherischer Prediger am Hof von Prinz Ernst August II. in Iburg: "Er glaubte fest an Leichenerscheinungen, Vorbedeutungen und dergleichen und beschäftigte sich angelegentlich in seinen Predigten mit der Ausdeutung der Offenbarung Johannis auf das baldige Kommen des Antichrist, dessen Jahresbestimmung er zu ermitteln suchte. 1728 ließ er zu Lemgo seinen 'Wunderbaren Todesboten' erscheinen, der sich mit allerlei Vorspuk beschäftigte. In seiner Gemeinde Uffeln hatte er große Schwärmerei verbreitet, und als nun 1741 die Franzosen als 'Papisten' im ersten schlesischen Kriege in Westfalen erschienen, sah er mit seinen Anhängern darin das Hereinbrechen des Strafgerichts. Er verließ, gefolgt von ca. 60 Anhängern, seine Stelle, letztere entliefen zum Theil ihren Vätern, ließen auch theilweise ihren Grundbesitz im Stich; sie gingen nach Schweden und fanden als stille, arbeitsame Leute in Stockholm gute Aufnahme" (ADB XV, 59f.) – Titel verso mit gesiegeltem Wappen-Exlibris. Gering braunfleckig, insgesamt wohlerhalten.
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