Auktionsarchiv: Los-Nr. 131

Judaica – Antisemitismus

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 131

Judaica – Antisemitismus

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Zuwissen und kundt gethan sey hiemit menniglich, Nachdem die Röm: Kay: May: unser aller gnedigster Herz wegen der, ein zeit-hero entstandenen unrhue, empörung und Rebellion … Decretum in Senatu. (Nürnberg), 2. Dezember 1614. Einblattdruck. 33 x 42 cm
ber KVK nur in der Österreichischen Nationalbibliothek und im Center for Jewish History (Leo Baeck Institute) nachweisbar. – Bei dem 1614 stattgefundenen antisemitischen Fettmilch-Aufstand wurden die Frankfurter Juden aus der Stadt vertrieben, ihre Häuser und ihr Besitz geplündert und vernichtet. Nach der blutigen Niederschlagung im August 1614 konnten die Juden zurückkehren; eine finanzielle Entschädigung wurde vom Magistrat beschlossen, allerdings nie ausgezahlt. Die 1616 erlassene “Judenstättigkeit” beschränkte die Zahl der jüdischen Familien in Frankfurt auf 500. – Die finanziellen Auswirkungen durch die chaotischen Frankfurter Verhältnisse beunruhigten die deutschen Handelszentren, besonders hinsichtlich des Ablaufs der Frankfurter Messe; wohl nicht nur aus philosemitischen Gründen erklärt hier der Stadtrat Nürnbergs auf kaiserlichen Befehl, dass die Bürger und Untertanen jeden, der bei der Plünderung der Judengasse in Frankfurt beteiligt war, anzeigen müssen. Ansonsten droht Strafe. – Unbeschnittenes, sehr breitrandiges Exemplar des seltenen Dekrets. – Etwas angerändert und im Rand leicht gebräunt

Auktionsarchiv: Los-Nr. 131
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Zuwissen und kundt gethan sey hiemit menniglich, Nachdem die Röm: Kay: May: unser aller gnedigster Herz wegen der, ein zeit-hero entstandenen unrhue, empörung und Rebellion … Decretum in Senatu. (Nürnberg), 2. Dezember 1614. Einblattdruck. 33 x 42 cm
ber KVK nur in der Österreichischen Nationalbibliothek und im Center for Jewish History (Leo Baeck Institute) nachweisbar. – Bei dem 1614 stattgefundenen antisemitischen Fettmilch-Aufstand wurden die Frankfurter Juden aus der Stadt vertrieben, ihre Häuser und ihr Besitz geplündert und vernichtet. Nach der blutigen Niederschlagung im August 1614 konnten die Juden zurückkehren; eine finanzielle Entschädigung wurde vom Magistrat beschlossen, allerdings nie ausgezahlt. Die 1616 erlassene “Judenstättigkeit” beschränkte die Zahl der jüdischen Familien in Frankfurt auf 500. – Die finanziellen Auswirkungen durch die chaotischen Frankfurter Verhältnisse beunruhigten die deutschen Handelszentren, besonders hinsichtlich des Ablaufs der Frankfurter Messe; wohl nicht nur aus philosemitischen Gründen erklärt hier der Stadtrat Nürnbergs auf kaiserlichen Befehl, dass die Bürger und Untertanen jeden, der bei der Plünderung der Judengasse in Frankfurt beteiligt war, anzeigen müssen. Ansonsten droht Strafe. – Unbeschnittenes, sehr breitrandiges Exemplar des seltenen Dekrets. – Etwas angerändert und im Rand leicht gebräunt

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