Auktionsarchiv: Los-Nr. 201

Ein gefütterter Winter-Mantel aus Seide

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
Auktionsarchiv: Los-Nr. 201

Ein gefütterter Winter-Mantel aus Seide

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Beschreibung:

Ein gefütterter Winter-Mantel aus Seide, in ‘Ikat-Technik’ weiss, blau und rot gefärbt. ‘Ikat’ nennt man eine Färbetechnik, bei der die Kettfäden vor dem Weben gefärbt werden. Das Garn wird vor dem Weben auf den Webstuhl aufgespannt. Jetzt muss der Weber genau wissen, welche Teile in welcher Farbe gefärbt werden müssen, um das von ihm geplante Muster zu erzielen! Dann wird das Garn wieder vom Webstuhl abgenommen und die Kettfäden werden dort abgebunden, wo die betreffende Farbe nicht(!) färben soll. Dann wird gefärbt. Nach dem Färben und Trocknen werden die abgebundenen Stellen aufgeschnitten. Sie sind weiss, oder in einer vorher gefärbten Farbe geblieben. Dann werden die nächsten Stellen abgebunden, die die nächste Farbe nicht(!) färben soll usw. Ist dieser Färbe-Prozess fertig, werden die nun gefärbten Kettfäden wieder auf den Webstuhl gespannt. Erst dann wird gewebt! Und das vorher geplante Muster sollte nun - wie von selbst - auf dem fertig gewebten Stoff erscheinen. Da dies nie ganz exakt gelingt, sind verlaufende, ‘ausgefranste’ Ränder der Farbflächen immer ein typisches Zeichen für ‘Ikat-Färberei’! Zentrum des ‘Ikat-Färbens’ ist Buchara in Usbekistan (die ‘Ikat-Technik’ gibt es jedoch auch in Indien und Indonesien). Getragen wurden die ‘Ikat-Stoffe’ im orientalischen Raum jedoch hauptsächlich von den Turkmenen, die in der Dreiländer-Ecke Afghanistan, Usbekistan und Iran leben. Wie auch der vorliegende ‘Ikat-Mantel’ für Männer, aus Seide, gefüttert mit rotem Baumwollstoff, von den Turkmenen in Nord-Afghanistan stammt. Das ‘Ikat-Muster’ in weiss, rot und blau zeigt Reihen von roten Boteh-Motiven. Sehr guter Zustand. L: ca. 120 cm; B: ca. 140 cm (an den Ärmeln). 1. Hälfte bis Mitte 20. Jh.. (ME) Provenienz: Wiener Privatsammlung.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 201
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Ein gefütterter Winter-Mantel aus Seide, in ‘Ikat-Technik’ weiss, blau und rot gefärbt. ‘Ikat’ nennt man eine Färbetechnik, bei der die Kettfäden vor dem Weben gefärbt werden. Das Garn wird vor dem Weben auf den Webstuhl aufgespannt. Jetzt muss der Weber genau wissen, welche Teile in welcher Farbe gefärbt werden müssen, um das von ihm geplante Muster zu erzielen! Dann wird das Garn wieder vom Webstuhl abgenommen und die Kettfäden werden dort abgebunden, wo die betreffende Farbe nicht(!) färben soll. Dann wird gefärbt. Nach dem Färben und Trocknen werden die abgebundenen Stellen aufgeschnitten. Sie sind weiss, oder in einer vorher gefärbten Farbe geblieben. Dann werden die nächsten Stellen abgebunden, die die nächste Farbe nicht(!) färben soll usw. Ist dieser Färbe-Prozess fertig, werden die nun gefärbten Kettfäden wieder auf den Webstuhl gespannt. Erst dann wird gewebt! Und das vorher geplante Muster sollte nun - wie von selbst - auf dem fertig gewebten Stoff erscheinen. Da dies nie ganz exakt gelingt, sind verlaufende, ‘ausgefranste’ Ränder der Farbflächen immer ein typisches Zeichen für ‘Ikat-Färberei’! Zentrum des ‘Ikat-Färbens’ ist Buchara in Usbekistan (die ‘Ikat-Technik’ gibt es jedoch auch in Indien und Indonesien). Getragen wurden die ‘Ikat-Stoffe’ im orientalischen Raum jedoch hauptsächlich von den Turkmenen, die in der Dreiländer-Ecke Afghanistan, Usbekistan und Iran leben. Wie auch der vorliegende ‘Ikat-Mantel’ für Männer, aus Seide, gefüttert mit rotem Baumwollstoff, von den Turkmenen in Nord-Afghanistan stammt. Das ‘Ikat-Muster’ in weiss, rot und blau zeigt Reihen von roten Boteh-Motiven. Sehr guter Zustand. L: ca. 120 cm; B: ca. 140 cm (an den Ärmeln). 1. Hälfte bis Mitte 20. Jh.. (ME) Provenienz: Wiener Privatsammlung.

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