Auktionsarchiv: Los-Nr. 3006

CORNELIS JACOBSZ. BUYS IV. (um 1490/95

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 3006

CORNELIS JACOBSZ. BUYS IV. (um 1490/95

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

CORNELIS JACOBSZ. BUYS IV. (um 1490/95 Amsterdam 1532) Heilige Martha in einer Landschaft. Um 1528–1530. Öl auf Holz. 60,5 × 49,5 cm. Provenienz: - Galerie Fischer, Luzern, 1989. - Kunsthandel Antiqua AG, Zürich. - Schweizer Privatbesitz bei obigem erworben, seit 1992. - Durch Erbschaft an heutigen Besitzer, Schweizer Privatsammlung. Mit einer ausführlichen kunsthistorischen Analyse von Prof. Dr. Ilja M. Veldman, Januar 2025, wofür wir ihr danken. Dieses Gemälde mit der Heiliger Martha, das kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt wurde und der Forschung bislang unbekannt war, ist eine bedeutende Bereichung für die frühe niederländische Malerei des 16. Jahrhunderts. Martha von Bethanien sitzt auf einem Felsen und hält ein kleines Gefäss mit Weihwasser und ein Aspergill in ihren Händen. Sie trägt ein elegantes goldgelbes Kleid mit rosa Ärmeln, die mit Perlen verziert sind. Ihre Schulter und ihre Knie sind von einem roten Gewand faltenreich bedeckt. Im unteren rechten Bildteil ist ein Drachenkopf zu erkennen, aus dessen Mund die Beine einer in Rüstung gekleideten Person hervorragen. Der Drache erinnert an Marthas Legende, für die sie berühmt wurde. Laut der Überlieferung begab sich Martha zusammen mit ihrer Schwester Maria und Lazarus auf eine evangelische Mission in den Süden Frankreichs. Auf ihrem Weg begegneten sie einem Drachen, der Reisende verzehrte, die den Fluss Rhône überqueren wollten. Mit ihrem Aspergill besprengte Martha den Drachen mit Weihwasser, wodurch es ihr gelang, das Ungeheuer zu besiegen. Die Eleganz der Gewänder, die Behandlung der Materialien und die Komposition der Heiligen, die vor einer Fantasielandschaft dargestellt ist, erinnern stark an das Werk von Jan van Scorel (1495–1562), insbesondere an seine Darstellung der Heiligen Maria Magdalena im Rijksmuseum Amsterdam (um 1530, Öl auf Holz, 66,3 × 76 cm, Inv. Nr. SK-A-372). Van Scorel hatte einen grossen Einfluss auf die malerische Produktion der nördlichen Niederlande, da er Modelle und stilistische Innovationen einführte, die er auf seiner Reise nach Italien studiert hatte. Ferner lässt das zarte, glatte Gesicht und der porzellanartige Ausdruck der Martha in unserem Gemälde an die Madonna mit dem Christuskind in einer Landschaft während der Flucht nach Ägypten von Maarten van Heemskerck (1498–1574) in der National Gallery Washington (um 1528–1529, Öl auf Holz, 57,7 × 74,7 cm, Inv. Nr. 1961.9.36) denken, einem Zeitgenossen von Van Scorel, der ebenfalls eine wichtige Rolle in der niederländischen Kunstlandschaft des zweiten Viertels des 16. Jahrhunderts spielte. Für Prof. Dr. Ilja Veldman besteht kein Zweifel, dass das hier angebotene Gemälde als ein Werk des Amsterdamer Künstlers Cornelis Jacobsz. Buys IV. zu identifizieren ist, wie sie in ihrer ausführlichen Analyse erläutert. Buys IV. erlernte das Malen unter der Leitung seines Vaters, Jacob Cornelisz. van Oostsanen (1465/70–1533), und sein kleines Oeuvre kann zwischen 1525 und 1530 datiert werden. Wie Veldman betont, wurde Buys IV. oft mit seinem Cousin, dem Alkmaarer Maler Cornelis Cornelisz. II. Buys (1495/1500–1545), verwechselt. Das Werk von Cornelis Jacobsz. Buys IV. ist überschaubar, lässt sich jedoch gut mit unserem Gemälde vergleichen, so beispielsweise das Gemälde mit Rebecca am Brunnen aus der Fondation Martin Bodmer in Cologny (Genf), das ebenfalls eine Szene vor einer hügeligen Landschaft mit Ruinen darstellt. Die charakteristischen Gesichter der Frauen lassen einen italienischen Einfluss erkennen, ebenso wie bei unserer Martha. Auch die Wiedergabe der Steine und Felsen im Vordergrund sind vergleichbar. Cornelis Jaobsz. Buys IV. kann somit zusammen mit Jan van Scorel und Maarten van Heemskerck in die Folge der bedeutendsten niederländischen Renaissance-Künstler der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eingereiht werden.

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CORNELIS JACOBSZ. BUYS IV. (um 1490/95 Amsterdam 1532) Heilige Martha in einer Landschaft. Um 1528–1530. Öl auf Holz. 60,5 × 49,5 cm. Provenienz: - Galerie Fischer, Luzern, 1989. - Kunsthandel Antiqua AG, Zürich. - Schweizer Privatbesitz bei obigem erworben, seit 1992. - Durch Erbschaft an heutigen Besitzer, Schweizer Privatsammlung. Mit einer ausführlichen kunsthistorischen Analyse von Prof. Dr. Ilja M. Veldman, Januar 2025, wofür wir ihr danken. Dieses Gemälde mit der Heiliger Martha, das kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt wurde und der Forschung bislang unbekannt war, ist eine bedeutende Bereichung für die frühe niederländische Malerei des 16. Jahrhunderts. Martha von Bethanien sitzt auf einem Felsen und hält ein kleines Gefäss mit Weihwasser und ein Aspergill in ihren Händen. Sie trägt ein elegantes goldgelbes Kleid mit rosa Ärmeln, die mit Perlen verziert sind. Ihre Schulter und ihre Knie sind von einem roten Gewand faltenreich bedeckt. Im unteren rechten Bildteil ist ein Drachenkopf zu erkennen, aus dessen Mund die Beine einer in Rüstung gekleideten Person hervorragen. Der Drache erinnert an Marthas Legende, für die sie berühmt wurde. Laut der Überlieferung begab sich Martha zusammen mit ihrer Schwester Maria und Lazarus auf eine evangelische Mission in den Süden Frankreichs. Auf ihrem Weg begegneten sie einem Drachen, der Reisende verzehrte, die den Fluss Rhône überqueren wollten. Mit ihrem Aspergill besprengte Martha den Drachen mit Weihwasser, wodurch es ihr gelang, das Ungeheuer zu besiegen. Die Eleganz der Gewänder, die Behandlung der Materialien und die Komposition der Heiligen, die vor einer Fantasielandschaft dargestellt ist, erinnern stark an das Werk von Jan van Scorel (1495–1562), insbesondere an seine Darstellung der Heiligen Maria Magdalena im Rijksmuseum Amsterdam (um 1530, Öl auf Holz, 66,3 × 76 cm, Inv. Nr. SK-A-372). Van Scorel hatte einen grossen Einfluss auf die malerische Produktion der nördlichen Niederlande, da er Modelle und stilistische Innovationen einführte, die er auf seiner Reise nach Italien studiert hatte. Ferner lässt das zarte, glatte Gesicht und der porzellanartige Ausdruck der Martha in unserem Gemälde an die Madonna mit dem Christuskind in einer Landschaft während der Flucht nach Ägypten von Maarten van Heemskerck (1498–1574) in der National Gallery Washington (um 1528–1529, Öl auf Holz, 57,7 × 74,7 cm, Inv. Nr. 1961.9.36) denken, einem Zeitgenossen von Van Scorel, der ebenfalls eine wichtige Rolle in der niederländischen Kunstlandschaft des zweiten Viertels des 16. Jahrhunderts spielte. Für Prof. Dr. Ilja Veldman besteht kein Zweifel, dass das hier angebotene Gemälde als ein Werk des Amsterdamer Künstlers Cornelis Jacobsz. Buys IV. zu identifizieren ist, wie sie in ihrer ausführlichen Analyse erläutert. Buys IV. erlernte das Malen unter der Leitung seines Vaters, Jacob Cornelisz. van Oostsanen (1465/70–1533), und sein kleines Oeuvre kann zwischen 1525 und 1530 datiert werden. Wie Veldman betont, wurde Buys IV. oft mit seinem Cousin, dem Alkmaarer Maler Cornelis Cornelisz. II. Buys (1495/1500–1545), verwechselt. Das Werk von Cornelis Jacobsz. Buys IV. ist überschaubar, lässt sich jedoch gut mit unserem Gemälde vergleichen, so beispielsweise das Gemälde mit Rebecca am Brunnen aus der Fondation Martin Bodmer in Cologny (Genf), das ebenfalls eine Szene vor einer hügeligen Landschaft mit Ruinen darstellt. Die charakteristischen Gesichter der Frauen lassen einen italienischen Einfluss erkennen, ebenso wie bei unserer Martha. Auch die Wiedergabe der Steine und Felsen im Vordergrund sind vergleichbar. Cornelis Jaobsz. Buys IV. kann somit zusammen mit Jan van Scorel und Maarten van Heemskerck in die Folge der bedeutendsten niederländischen Renaissance-Künstler der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eingereiht werden.

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