Auktionsarchiv: Los-Nr. 138

ZEPPELIN – ECKENER – Zehn Schreiben an Hugo Eckener

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
Auktionsarchiv: Los-Nr. 138

ZEPPELIN – ECKENER – Zehn Schreiben an Hugo Eckener

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Beschreibung:

darunter zwei Briefe des Vizeadmirals von Trotha und vier Kondolenztelegramme u. a. zum Unglück von Lakehurst. Die Schreiben meist masch. mit e. Absenderunterschrift. Dat. Berlin, Frankfurt u. a., 1933-38. Verschied. Formate. (131)
Meist Kondolenz – oder Dankesschreiben an Hugo Eckener (1868-1954), den Nachfolger des Grafen Zeppelin. – Die beiden maschinenschriftlichen Briefe mit eigenhändiger Unterschrift und gedrucktem Briefkopf von Adolf von Trotha (1868-1940) datieren vom 4. Dezember 1936 und 20. September 1938. In dem früheren Schreiben dankt von Trotha, der auch Leiter des "Reichsbundes Deutscher Seegeltung" gewesen ist, Eckener für eine Werksbesichtigung, in dem späteren beglückwünscht er ihn zu den "wohlgelungenen Probefahrten des neuen Luftschiffes" und äußert seine Hochachtung, wie er "diesen Schicksalsschlag" (das Unglück von Lakehurst) überwunden habe. Ferner ein Schreiben des Magdeburger Polizeipräsidenten Carl Friedrich Christiansen (Amtszeit: Dezember 1934 bis Dezember 1937) vom 17. Februar 1935 mit der Beileidsbekundung zum Tod des zwei Tage zuvor verstorbenen Luftschiffkapitäns Hans Curt Flemming (1886-1935) und ein Schreiben vom 16. des Monats zum selben Anlaß, unterzeichnet vom Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Friedrich Krebs (Amtszeit: 1933-1945). Ebenso enthalten ein Brief in lithographierter Handschrift mit eigenhändiger Unterschrift von dem Schiffbau – und Luftschiffingenieur Johann Schütte (1873-1940) mit einer Danksagung für die Glückwünsche zu desen 60. Geburtstag, datiert Berlin-Lichterfelde, März 1933. Von den vier Telegrammen beziehen sich zwei auf den plötzlichen Tod des Kapitäns Flemming (beide vom 18. Februar 1935 aus Berlin), das eine vom Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt (1891-1942), das andere vom "Reichssportführer" Hans von Tschammer und Osten (1887-1943). Die beiden anderen Telegramme wurden aus Anlaß des Unglücks von Lakehurst (6. Mai 1937) an Eckener nach Friedrichshafen (7. 5. 1935, Absender hier nicht zu erschließen) und New York (8. 5. 1935) gesendet. Letzteres stammt von dem Unternehmer Hugo Stinnes junior (1897-1982), der zu dieser Zeit in Lakehurst weilte, offenbar, weil er auf den Rückflug nach Europa wartete. Stinnes habe "verschiedene unverletzte Besatzungsmitglieder gesprochen", die ihm "ungebrochenes Vertrauen und Wiederaufbauwillen" bekundet hätten. Er selbst werde wieder "Zeppelin Passagier" sein und spende die "eingezahlten Passagen" den Hinterbliebenen und Verletzten. – Zum selben Anlaß noch eine Postkarte eines Wiener Privatmannes. Beiliegend zwei Durchschlagsblätter eines maschinenschriftlichen Briefs von Eckener (ohne Unterschrift) an den Chefkonstrukteur der Luftschiffbau Zeppelin, Ludwig Dürr (1878-1956), datiert 28. März 1936, mit einem interessanten Bericht über einen Unfall der "Hindenburg" (LZ 129) bald nach dem Jungfernflug vom 4. März 1936. Eckener, der kurz vor einer Südamerikareise stand, beschreibt dem zu dieser Zeit noch im Urlaub in Italien weilenden Dürr, wie das Luftschiff bei böigem Wetter aus der Halle gebracht wurde und dann durch zu schnelles Abwerfen von Ballast mit der Spitze voraus steil aufstieg, während der Wind auf diese "schiefe Ebene" drückte. Das Heck schleifte dadurch am Boden und wurde beschädigt. Das Luftschiff konnte allerdings bald danach wieder auf Fahrt gehen. Außerdem beiliegend eine im Namen Eckeners gedruckte Dankeskarte für die Kondolenzschreiben anläßlich des Unglücks von Lakehurst. – Teils stärkere Gebrauchsspuren und Feuchtigkeitsschäden (Papier tls. brüchig und stärker fleckig), die Telegrammstreifen fast alle von den Trägerformularen gelöst, gebräunt und fleckig.

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darunter zwei Briefe des Vizeadmirals von Trotha und vier Kondolenztelegramme u. a. zum Unglück von Lakehurst. Die Schreiben meist masch. mit e. Absenderunterschrift. Dat. Berlin, Frankfurt u. a., 1933-38. Verschied. Formate. (131)
Meist Kondolenz – oder Dankesschreiben an Hugo Eckener (1868-1954), den Nachfolger des Grafen Zeppelin. – Die beiden maschinenschriftlichen Briefe mit eigenhändiger Unterschrift und gedrucktem Briefkopf von Adolf von Trotha (1868-1940) datieren vom 4. Dezember 1936 und 20. September 1938. In dem früheren Schreiben dankt von Trotha, der auch Leiter des "Reichsbundes Deutscher Seegeltung" gewesen ist, Eckener für eine Werksbesichtigung, in dem späteren beglückwünscht er ihn zu den "wohlgelungenen Probefahrten des neuen Luftschiffes" und äußert seine Hochachtung, wie er "diesen Schicksalsschlag" (das Unglück von Lakehurst) überwunden habe. Ferner ein Schreiben des Magdeburger Polizeipräsidenten Carl Friedrich Christiansen (Amtszeit: Dezember 1934 bis Dezember 1937) vom 17. Februar 1935 mit der Beileidsbekundung zum Tod des zwei Tage zuvor verstorbenen Luftschiffkapitäns Hans Curt Flemming (1886-1935) und ein Schreiben vom 16. des Monats zum selben Anlaß, unterzeichnet vom Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt, Friedrich Krebs (Amtszeit: 1933-1945). Ebenso enthalten ein Brief in lithographierter Handschrift mit eigenhändiger Unterschrift von dem Schiffbau – und Luftschiffingenieur Johann Schütte (1873-1940) mit einer Danksagung für die Glückwünsche zu desen 60. Geburtstag, datiert Berlin-Lichterfelde, März 1933. Von den vier Telegrammen beziehen sich zwei auf den plötzlichen Tod des Kapitäns Flemming (beide vom 18. Februar 1935 aus Berlin), das eine vom Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Fritz Todt (1891-1942), das andere vom "Reichssportführer" Hans von Tschammer und Osten (1887-1943). Die beiden anderen Telegramme wurden aus Anlaß des Unglücks von Lakehurst (6. Mai 1937) an Eckener nach Friedrichshafen (7. 5. 1935, Absender hier nicht zu erschließen) und New York (8. 5. 1935) gesendet. Letzteres stammt von dem Unternehmer Hugo Stinnes junior (1897-1982), der zu dieser Zeit in Lakehurst weilte, offenbar, weil er auf den Rückflug nach Europa wartete. Stinnes habe "verschiedene unverletzte Besatzungsmitglieder gesprochen", die ihm "ungebrochenes Vertrauen und Wiederaufbauwillen" bekundet hätten. Er selbst werde wieder "Zeppelin Passagier" sein und spende die "eingezahlten Passagen" den Hinterbliebenen und Verletzten. – Zum selben Anlaß noch eine Postkarte eines Wiener Privatmannes. Beiliegend zwei Durchschlagsblätter eines maschinenschriftlichen Briefs von Eckener (ohne Unterschrift) an den Chefkonstrukteur der Luftschiffbau Zeppelin, Ludwig Dürr (1878-1956), datiert 28. März 1936, mit einem interessanten Bericht über einen Unfall der "Hindenburg" (LZ 129) bald nach dem Jungfernflug vom 4. März 1936. Eckener, der kurz vor einer Südamerikareise stand, beschreibt dem zu dieser Zeit noch im Urlaub in Italien weilenden Dürr, wie das Luftschiff bei böigem Wetter aus der Halle gebracht wurde und dann durch zu schnelles Abwerfen von Ballast mit der Spitze voraus steil aufstieg, während der Wind auf diese "schiefe Ebene" drückte. Das Heck schleifte dadurch am Boden und wurde beschädigt. Das Luftschiff konnte allerdings bald danach wieder auf Fahrt gehen. Außerdem beiliegend eine im Namen Eckeners gedruckte Dankeskarte für die Kondolenzschreiben anläßlich des Unglücks von Lakehurst. – Teils stärkere Gebrauchsspuren und Feuchtigkeitsschäden (Papier tls. brüchig und stärker fleckig), die Telegrammstreifen fast alle von den Trägerformularen gelöst, gebräunt und fleckig.

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