Auktionsarchiv: Los-Nr. 435

Wauer, William Ernst Hermann
Stehende

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 435

Wauer, William Ernst Hermann
Stehende

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Wauer, William Ernst Hermann
Stehende. Um 1928. Gips, gelblich lasiert. 48 x 18 x 16,8 cm. - Partiell restauriert.
Nach seinem Studium an den Kunstakademien in Dresden, Berlin, München und Leipzig war William E.H. Wauer äußerst produktiv und erfolgreich als Künstler, Kunst- und Theaterkritiker, Redakteur, Herausgeber, Illustrator und Theater- sowie Filmregisseur tätig. Er war als Mitglied verschiedener Künstlerverbände aktiv, unterrichtete an der neugegründeten Sturm-Kunstschule und beteiligt sich in den 1920er Jahren an Walter Gropius Kunstschule. Seit 1916 gestaltete Wauer kubo-expressionistische Skulpturen, die charakteristisch für sein plastisches Werk wurden. Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen spannungsvollen Bewegungsrhythmus und eine expressionistische Ornamentik der dekorativen Oberflächengestaltung aus. 1918 nahm er erstmals mit eigenen Skulpturen an der 61. Ausstellung der Sturm-Galerie teil und erntete mit seinen Werken, die er auch in der 65. Ausstellung Seite an Seite mit Arbeiten von Kandinsky und Chagall präsentierte, überwältigenden Erfolg. 1924 gründete Wauer die Internationale Vereinigung der Expressionisten, Kubisten, Futuristen und Konstruktivisten (später Die Abstrakten), deren Vorsitz er bis zum Verbot 1933 innehatte. Ferner war er Mitglied der Ausstellungskommission der Großen Berliner Kunstausstellung, an der er fast jedes Jahr mit eigenen Werken beteiligt war. In der 1930er Jahren wurden Wauers Werke als entartete Kunst deklariert, 1941 wurde er als ehemaliger Sturm-Mitarbeiter von der Reichskulturkammer mit Arbeitsverbot belegt und zahlreiche seiner Werke beschlagnahmt. Im Jahr 2011 wurde Wauers skulpturales Werk mit der Einzelausstellung William Wauer und der Berliner Kubismus im Georg-Kolbe-Museum, Berlin, sowie im Edwin-Scharff-Museum, Neu-Ulm, gewürdigt. Die hier zum Aufruf kommende Skulptur nimmt Bezug auf eine identische Version in Bronze aus dem Jahr 1928, gegossen bei Noack Berlin.
Standing woman. Circa 1928. Plaster, glazed in yellow. - Partially restored. - William E.H. Wauer was an extremely productive and very versatile artist, critic, editor, publisher, illustrator and director. Since 1916 he created cubistic-expressionistic sculptures, which became characteristic for his platic oeuvre. In 1918 Wauer participated in the 61st exhibition of the Sturm-Gallery for the first time, and achieved overwhelming success with his sculptures, presenting them side by side with works by Kandinsky and Chagall. The present sculpture called for auction refers to an identical version, which was cast in bronze by Noack Berlin in 1928.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 435
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
Beschreibung:

Wauer, William Ernst Hermann
Stehende. Um 1928. Gips, gelblich lasiert. 48 x 18 x 16,8 cm. - Partiell restauriert.
Nach seinem Studium an den Kunstakademien in Dresden, Berlin, München und Leipzig war William E.H. Wauer äußerst produktiv und erfolgreich als Künstler, Kunst- und Theaterkritiker, Redakteur, Herausgeber, Illustrator und Theater- sowie Filmregisseur tätig. Er war als Mitglied verschiedener Künstlerverbände aktiv, unterrichtete an der neugegründeten Sturm-Kunstschule und beteiligt sich in den 1920er Jahren an Walter Gropius Kunstschule. Seit 1916 gestaltete Wauer kubo-expressionistische Skulpturen, die charakteristisch für sein plastisches Werk wurden. Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen spannungsvollen Bewegungsrhythmus und eine expressionistische Ornamentik der dekorativen Oberflächengestaltung aus. 1918 nahm er erstmals mit eigenen Skulpturen an der 61. Ausstellung der Sturm-Galerie teil und erntete mit seinen Werken, die er auch in der 65. Ausstellung Seite an Seite mit Arbeiten von Kandinsky und Chagall präsentierte, überwältigenden Erfolg. 1924 gründete Wauer die Internationale Vereinigung der Expressionisten, Kubisten, Futuristen und Konstruktivisten (später Die Abstrakten), deren Vorsitz er bis zum Verbot 1933 innehatte. Ferner war er Mitglied der Ausstellungskommission der Großen Berliner Kunstausstellung, an der er fast jedes Jahr mit eigenen Werken beteiligt war. In der 1930er Jahren wurden Wauers Werke als entartete Kunst deklariert, 1941 wurde er als ehemaliger Sturm-Mitarbeiter von der Reichskulturkammer mit Arbeitsverbot belegt und zahlreiche seiner Werke beschlagnahmt. Im Jahr 2011 wurde Wauers skulpturales Werk mit der Einzelausstellung William Wauer und der Berliner Kubismus im Georg-Kolbe-Museum, Berlin, sowie im Edwin-Scharff-Museum, Neu-Ulm, gewürdigt. Die hier zum Aufruf kommende Skulptur nimmt Bezug auf eine identische Version in Bronze aus dem Jahr 1928, gegossen bei Noack Berlin.
Standing woman. Circa 1928. Plaster, glazed in yellow. - Partially restored. - William E.H. Wauer was an extremely productive and very versatile artist, critic, editor, publisher, illustrator and director. Since 1916 he created cubistic-expressionistic sculptures, which became characteristic for his platic oeuvre. In 1918 Wauer participated in the 61st exhibition of the Sturm-Gallery for the first time, and achieved overwhelming success with his sculptures, presenting them side by side with works by Kandinsky and Chagall. The present sculpture called for auction refers to an identical version, which was cast in bronze by Noack Berlin in 1928.

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