Verdy du Vernois, Julius von, preußischer Infanterie-General, Kriegsminister und Militärschriftsteller, der viel beachtete strategische Studien veröffentlichte (1832-1910). Eigh. Brief m. U. "v. Verdy". 3 1 / 4 S. Gr. 8vo. Königsberg (Ostpreußen) 27.V.1886. An einen jungen Herrn Siegmann, für den er sich um eine Offizierslaufbahn in Graudenz bemüht. Er zitiert zunächst aus einem Antwortbrief des Oberst Kossmann aus Graudenz: "... Es ist wohl selbstverständlich, daß ich auf Euer Excellenz Empfehlung hin, keinen Anstand nehmen würde, Siegelmann [sic; gemeint ist Siegmann] als Avantageur anzunehmen, aber nach den mir gewordenen Directiven muß ich die Bedingung stellen, daß jeder als Avantageur im Regiment anzunehmende junge Mann, wenn er nicht Abiturient ist, doch wenigstens das Reifezeugniß für Prima ohne Hülfe einer Presse erworben hat. Ist das bei p. Siegmann der Fall und hat er außerdem eine monatliche Zulage von 50-60 Mk zu erwarten, so bin ich geneigt, ihn anzunehmen. Doch muß ich Ew. Excz. Erwägung anheimstellen, ob die nicht günstigen Avancements-Verhältnisse im Regiment den Beifall Ihres Schützlings finden; der Offizier-Etat ist voll und 4 Portepeefähnrichstellen sind besetzt." Verdy fährt dann fort: "Ich hatte hierauf dem Herrn Oberst geantwortet, daß Sie das Reifezeugniß für Prima - ohne Presse - erworben und daß ich Ihnen das Übrige zur Kenntniß bringen würde. Stimmt nun alles, so fahren Sie nach Graudenz zur persönlichen Vorstellung, das Gymnasial-Zeugniß bringen Sie mit, ebenso den Antrag Ihres Herrn Vaters mit seiner Erlaubniß zum Eintritt und der Verpflichtung für die Zulage in der geforderten Höhe, ferner alle übrigen Personal-Papiere (Impf-, Taufschein) ...". - Fleckig; Faltenrisse. - Dabei: Georg von Kanitz, preuß. Kammerherr, Hofmarschall der Prinzen Friedrich Karl und Friedrich Leopold von Preußen, Viceoberzeremonienmeister, Wirklicher Geheimer Rat und Vorsitzender der General-Ordenskommission (1842-1922). Eigh. Brief m. U. "G Kanitz, Hofmarschall" und eigh. Umschlag. 1 S. Gr. 4to. Sassnitz (Rügen) 16.VII.1881. - An den Generalleutnant v. Borstell auf Vosshof bei Seehausen (Altmark). Meldet ihm, "daß Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Karl mit großem Vergnügen dem Wunsche nachgekommen sind, welchen Eure Excellenz in dem gefälligen Schreiben vom 10ten ausgesprochen haben, und die Wiederanstellung des Major a. D. von Lindheim auf das Wärmste befürwortet haben ...".
Verdy du Vernois, Julius von, preußischer Infanterie-General, Kriegsminister und Militärschriftsteller, der viel beachtete strategische Studien veröffentlichte (1832-1910). Eigh. Brief m. U. "v. Verdy". 3 1 / 4 S. Gr. 8vo. Königsberg (Ostpreußen) 27.V.1886. An einen jungen Herrn Siegmann, für den er sich um eine Offizierslaufbahn in Graudenz bemüht. Er zitiert zunächst aus einem Antwortbrief des Oberst Kossmann aus Graudenz: "... Es ist wohl selbstverständlich, daß ich auf Euer Excellenz Empfehlung hin, keinen Anstand nehmen würde, Siegelmann [sic; gemeint ist Siegmann] als Avantageur anzunehmen, aber nach den mir gewordenen Directiven muß ich die Bedingung stellen, daß jeder als Avantageur im Regiment anzunehmende junge Mann, wenn er nicht Abiturient ist, doch wenigstens das Reifezeugniß für Prima ohne Hülfe einer Presse erworben hat. Ist das bei p. Siegmann der Fall und hat er außerdem eine monatliche Zulage von 50-60 Mk zu erwarten, so bin ich geneigt, ihn anzunehmen. Doch muß ich Ew. Excz. Erwägung anheimstellen, ob die nicht günstigen Avancements-Verhältnisse im Regiment den Beifall Ihres Schützlings finden; der Offizier-Etat ist voll und 4 Portepeefähnrichstellen sind besetzt." Verdy fährt dann fort: "Ich hatte hierauf dem Herrn Oberst geantwortet, daß Sie das Reifezeugniß für Prima - ohne Presse - erworben und daß ich Ihnen das Übrige zur Kenntniß bringen würde. Stimmt nun alles, so fahren Sie nach Graudenz zur persönlichen Vorstellung, das Gymnasial-Zeugniß bringen Sie mit, ebenso den Antrag Ihres Herrn Vaters mit seiner Erlaubniß zum Eintritt und der Verpflichtung für die Zulage in der geforderten Höhe, ferner alle übrigen Personal-Papiere (Impf-, Taufschein) ...". - Fleckig; Faltenrisse. - Dabei: Georg von Kanitz, preuß. Kammerherr, Hofmarschall der Prinzen Friedrich Karl und Friedrich Leopold von Preußen, Viceoberzeremonienmeister, Wirklicher Geheimer Rat und Vorsitzender der General-Ordenskommission (1842-1922). Eigh. Brief m. U. "G Kanitz, Hofmarschall" und eigh. Umschlag. 1 S. Gr. 4to. Sassnitz (Rügen) 16.VII.1881. - An den Generalleutnant v. Borstell auf Vosshof bei Seehausen (Altmark). Meldet ihm, "daß Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Karl mit großem Vergnügen dem Wunsche nachgekommen sind, welchen Eure Excellenz in dem gefälligen Schreiben vom 10ten ausgesprochen haben, und die Wiederanstellung des Major a. D. von Lindheim auf das Wärmste befürwortet haben ...".
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