Auktionsarchiv: Los-Nr. 2699

Tischbein, Johann Heinrich Brief 1792

Schätzpreis
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Tischbein, Johann Heinrich Brief 1792

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Beschreibung:

Tischbein, Johann Heinrich (d. J. , Maler und Kupferstecher (1742-1808). Eigh. Brief m. U. "H. Tischbein". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. 4to. Kassel 13.X.1792. An den Kunsthändler Johann Friedrich Frauenholz (1758-1822) in Nürnberg: "... Dero Geehrtes Schreiben vom 22. September habe richtig erhalten, wie auch das Packet Kupfferstiche samt inliegenden, baaren 27. rh 19. gg d. 5. October zu vollkommener Zufriedenheit richtig empfangen worüber gegenwartiges Ihnen zur Saldo Quittung für 44 rh 10 ggr: dienen wird. Die Kupfferstiche und deren Preiß haben meinen Beyfall, werde auch nicht ermanglen mich bestens zu bestreben mehreren Absatz zu bewürcken. Brief und 6. Catalogen habe ich an das Cramerische Haus richtig abgeliefert. Herr Nahl ist anjetzo hier ...". - Johann Heinrich Tischbein der Jüngere war der Sohn von Johann Konrad Tischbein (1712-1778) und der ältere Bruder von Johann Heinrich Wilhelm (dem sogenannten Goethe-Tischbein). Ausgebildet wurde er von seinem Onkel Johann Heinrich Tischbein der als "der Ältere" oder auch "der Kasseler Tischbein" geführt wird. Nachdem sich Johann Heinrich der Jüngere einige Zeit in Holland aufgehalten hatte, ließ er sich in Kassel nieder. Sein Onkel hatte dort für den Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel eine Gemäldegalerie eingerichtet, zu deren Inspektor der Neffe 1775 ernannt wurde. Seine Malerei umfasste neben Porträts, wie zum Beispiel dem des Sturm-und-Drang-Dichters Gottfried August Bürger von 1771, vor allem Tier- und Landschaftsdarstellungen. Einen besonderen Namen machte er sich indes durch seine Kupferstiche und Radierungen; 1790 veröffentlichte er eine "Kurtzgefaßte Abhandlung über die Aetzkunst", der 84 Blätter von ihm beigegeben waren. Eine Zeichnung des sogenannten Goethe-Elefanten von Johann Heinrich Tischbein d. J. wurde ebenfalls überliefert. - Der erwähnte "Nahl" ist der Maler Johann August Nahl d. J. (1752-1825), der in diesem Jahr als Lehrer an die Kasseler Akademie kam; 1815 wurde er deren Direktor. - Leimspuren durch alte Hinterlegung im Falz, leicht fleckig. - Aus der Sammlung Künzel.

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Tischbein, Johann Heinrich (d. J. , Maler und Kupferstecher (1742-1808). Eigh. Brief m. U. "H. Tischbein". 1 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. 4to. Kassel 13.X.1792. An den Kunsthändler Johann Friedrich Frauenholz (1758-1822) in Nürnberg: "... Dero Geehrtes Schreiben vom 22. September habe richtig erhalten, wie auch das Packet Kupfferstiche samt inliegenden, baaren 27. rh 19. gg d. 5. October zu vollkommener Zufriedenheit richtig empfangen worüber gegenwartiges Ihnen zur Saldo Quittung für 44 rh 10 ggr: dienen wird. Die Kupfferstiche und deren Preiß haben meinen Beyfall, werde auch nicht ermanglen mich bestens zu bestreben mehreren Absatz zu bewürcken. Brief und 6. Catalogen habe ich an das Cramerische Haus richtig abgeliefert. Herr Nahl ist anjetzo hier ...". - Johann Heinrich Tischbein der Jüngere war der Sohn von Johann Konrad Tischbein (1712-1778) und der ältere Bruder von Johann Heinrich Wilhelm (dem sogenannten Goethe-Tischbein). Ausgebildet wurde er von seinem Onkel Johann Heinrich Tischbein der als "der Ältere" oder auch "der Kasseler Tischbein" geführt wird. Nachdem sich Johann Heinrich der Jüngere einige Zeit in Holland aufgehalten hatte, ließ er sich in Kassel nieder. Sein Onkel hatte dort für den Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel eine Gemäldegalerie eingerichtet, zu deren Inspektor der Neffe 1775 ernannt wurde. Seine Malerei umfasste neben Porträts, wie zum Beispiel dem des Sturm-und-Drang-Dichters Gottfried August Bürger von 1771, vor allem Tier- und Landschaftsdarstellungen. Einen besonderen Namen machte er sich indes durch seine Kupferstiche und Radierungen; 1790 veröffentlichte er eine "Kurtzgefaßte Abhandlung über die Aetzkunst", der 84 Blätter von ihm beigegeben waren. Eine Zeichnung des sogenannten Goethe-Elefanten von Johann Heinrich Tischbein d. J. wurde ebenfalls überliefert. - Der erwähnte "Nahl" ist der Maler Johann August Nahl d. J. (1752-1825), der in diesem Jahr als Lehrer an die Kasseler Akademie kam; 1815 wurde er deren Direktor. - Leimspuren durch alte Hinterlegung im Falz, leicht fleckig. - Aus der Sammlung Künzel.

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