Auktionsarchiv: Los-Nr. 405

Thomas, Corbinian Mercurii philosophici firmamentum Firmianum des...

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 405

Thomas, Corbinian Mercurii philosophici firmamentum Firmianum des...

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

(Thomas, Corbinian. Mercurii philosophici firmamentum Firmianum descriptionem et usum globi artificialis coelestis). Tafelband (ohne Text). Mit 84 kolorierten (1 mehrfach, 12 gefalteten) kolorierten Kupfertafeln von August Christian Fleischmann, Bernd und Hering. 16 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (Rücken und Ecken teils erneuert, Deckel stärker beschabt, bekratzt und mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung (alter Rücken aufkaschiert). (Frankfurt und Leipzig, o. D., 1730). Honeyman 2975 (unkoloriert). Houzeau-Lancaster 9748. Vgl. für den Augsburger Druck von 1731 Poggendorff II, 1096. Wurzbach XLIV, 252. Lalande 392 und Zinner, Astronom. Instrumente 535. – Sehr seltene erste Ausgabe des kleinen Himmelsatlas', hier in einem fürstlichen Exemplar in prachtvollem Altkolorit und durchgehend goldgehöht. Die prachtvoll kolorierten Tafeln zeigen Himmelsgloben, Windrose, Mondkarte (nach Hevelius), eine Karte von Salzburg und die Sternbilder in ihren Tierkreiszeichen, die offenbar von denen bei Hevelius, Firmamentum Sobiescanum (1690) inspiriert sind. Die große Tafel am Anfang ist die "Tabula synoptica" (32 x 38 cm), ebenfalls reich und sauber koloriert. "Der aus Elchingen in Bayern stammende Benediktiner Corbinian Thomas war von 1720 bis 1767 Professor an der Salzburger Universität, trat 1721 dort das Lehramt der Mathematik an und unterrichtete auch Astronomie. An der theologischen Fakultät lehrte er außer Hermeneutik und Exegese auch die hebräische Sprache. Sein bekanntestes Werk ist das 1730 in Frankfurt und Leipzig erschienene Firmamentum Firmianum ", ein Himmelsatlas mit 86 (i. e. 84) Kupferstichen, den er dem Salzburger Fürsterzbischof Leopold von Firmian widmete. Ihm zu Ehren benannte er das Sternbild der nördlichen Krone in Corona Firmiana um und fügte der Krone zwei Hirschgeweihe - das Wappenzeichen der Firmian - hinzu. Dabei sieht sich Thomas in der Tradition älterer Astronomen wie J. Hevelius, der erst im 17. Jh. das Sternbild des Schildes (Scutum Sobiesci) an den Himmel versetzte. Es sollte an die Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung im Jahre 1683 erinnern und Bezug nehmen auf den Schild des polnischen Königs Johann III. Sobieski" (Beatrix Koll, Universitätsbibliothek Salzburg). – Es fehlt der Textteil (4 Bl., 212 S. mit 1 Textkupfer) mit dem Frontispiz, sonst ist der Tafelteil in sich vollständig. Die "Tabula synoptica" mit größerem, sehr sauber restaurierten Riss oben links, ebenso die Tafeln 59 "Venus" (Riss kaum sichtbar), nur vereinzelt kleine Einrisse und Randläsuren, hier und da leicht stock- bzw. fingerfleckig, Lagen teils mit Heftfaden erneuernd gebunden, sonst durchgehend wohlerhalten und mit den Kupfertafeln in außergewöhnlich schönem, meist minutiös und sauber aufgetragenem Kolorit in leuchtenden, abwechslungsreichen Farben und mit strahlender, glänzender Goldhöhung.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 405
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(Thomas, Corbinian. Mercurii philosophici firmamentum Firmianum descriptionem et usum globi artificialis coelestis). Tafelband (ohne Text). Mit 84 kolorierten (1 mehrfach, 12 gefalteten) kolorierten Kupfertafeln von August Christian Fleischmann, Bernd und Hering. 16 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (Rücken und Ecken teils erneuert, Deckel stärker beschabt, bekratzt und mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild und RVergoldung (alter Rücken aufkaschiert). (Frankfurt und Leipzig, o. D., 1730). Honeyman 2975 (unkoloriert). Houzeau-Lancaster 9748. Vgl. für den Augsburger Druck von 1731 Poggendorff II, 1096. Wurzbach XLIV, 252. Lalande 392 und Zinner, Astronom. Instrumente 535. – Sehr seltene erste Ausgabe des kleinen Himmelsatlas', hier in einem fürstlichen Exemplar in prachtvollem Altkolorit und durchgehend goldgehöht. Die prachtvoll kolorierten Tafeln zeigen Himmelsgloben, Windrose, Mondkarte (nach Hevelius), eine Karte von Salzburg und die Sternbilder in ihren Tierkreiszeichen, die offenbar von denen bei Hevelius, Firmamentum Sobiescanum (1690) inspiriert sind. Die große Tafel am Anfang ist die "Tabula synoptica" (32 x 38 cm), ebenfalls reich und sauber koloriert. "Der aus Elchingen in Bayern stammende Benediktiner Corbinian Thomas war von 1720 bis 1767 Professor an der Salzburger Universität, trat 1721 dort das Lehramt der Mathematik an und unterrichtete auch Astronomie. An der theologischen Fakultät lehrte er außer Hermeneutik und Exegese auch die hebräische Sprache. Sein bekanntestes Werk ist das 1730 in Frankfurt und Leipzig erschienene Firmamentum Firmianum ", ein Himmelsatlas mit 86 (i. e. 84) Kupferstichen, den er dem Salzburger Fürsterzbischof Leopold von Firmian widmete. Ihm zu Ehren benannte er das Sternbild der nördlichen Krone in Corona Firmiana um und fügte der Krone zwei Hirschgeweihe - das Wappenzeichen der Firmian - hinzu. Dabei sieht sich Thomas in der Tradition älterer Astronomen wie J. Hevelius, der erst im 17. Jh. das Sternbild des Schildes (Scutum Sobiesci) an den Himmel versetzte. Es sollte an die Befreiung Wiens von der türkischen Belagerung im Jahre 1683 erinnern und Bezug nehmen auf den Schild des polnischen Königs Johann III. Sobieski" (Beatrix Koll, Universitätsbibliothek Salzburg). – Es fehlt der Textteil (4 Bl., 212 S. mit 1 Textkupfer) mit dem Frontispiz, sonst ist der Tafelteil in sich vollständig. Die "Tabula synoptica" mit größerem, sehr sauber restaurierten Riss oben links, ebenso die Tafeln 59 "Venus" (Riss kaum sichtbar), nur vereinzelt kleine Einrisse und Randläsuren, hier und da leicht stock- bzw. fingerfleckig, Lagen teils mit Heftfaden erneuernd gebunden, sonst durchgehend wohlerhalten und mit den Kupfertafeln in außergewöhnlich schönem, meist minutiös und sauber aufgetragenem Kolorit in leuchtenden, abwechslungsreichen Farben und mit strahlender, glänzender Goldhöhung.

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