TÀPIES, ANTONI Barcelona Ohne Titel ("JD"). Tuschpinselzeichnung und Lithokreide auf Velin, sig. u.r., 59,5xcm (BG) Provenienz: Galerie Kornfeld, Juni 2005, Lot-Nr. 797; Privatbesitz, Schweiz. Der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer begann seinen künstlerischen Weg in jungen Jahren als Autodidakt. Wegen einer Lungenerkrankung zum Sanatoriumsaufenthalt gezwungen, kopierte er zu Übungszwecken Werke bekannter Künstler wie van Gogh und Picasso und machte sich mit philosophischen Themen vertraut. 1943-studierte er Jura an der Universität von Barcelona, brach das Studium aber ab, um stattdessen die Acadèmia Valls zu besuchen und sich ganz auf die Malerei zu konzentrieren. Zuerst vom Surrealismus beeinflusst, tauschte sich Tàpies mit zahlreichen seiner Zeitgenossen aus. Durch ein Stipendium in Paris im Jahr kam er in Kontakt mit der Art Brut. In dieser Zeit erweiterte er seine künstlerischen Mittel um Alltagsgegenstände und Materialien wie Sand oder Lehm, was ihn zu einem wichtigen Vertreter des spanischen Informel machte. In den folgenden Jahren unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa und nach New York, wo er wichtige Künstlerkontakte knüpfte und seine Werke ausstellte. Inspiration fand er zeitlebens auch in der zeitgenössischen Philosophie, im Zen-Buddhismus und der Mystik. In den Sommermonaten der 1960er Jahre hielt er sich vermehrt in St. Gallen auf, wo er den Auftrag zur Schaffung von Wandgemälden für den Neubau der Hochschule ausführte und seit jener Zeit - wie auch andere Künstler internationalen Ranges - regelmässig mit der dortigen Galerie Erker zusammenarbeitete. Neben seinen politischen Aktivitäten gegen die Franco-Diktatur war Tàpies weiterhin künstlerisch sehr engagiert und schuf auch zahlreiche druckgrafische Arbeiten. gründete er die Fundació Antoni Tàpies die sich der Förderung der modernen Kunst verschrieben hat. Das angebotene Blatt diente als Vorlage zu einer Lithografie (Galfetti 233) in Schwarz, Grau und Braun von 1970. Diese wiederum wurde auch als Plakat für die Ausstellung "Jacques Dupin - Lyrik und illustrierte Bücher" in der Bonner Galerie Wünsche vom 13. April - 6. Juni verwendet.
TÀPIES, ANTONI Barcelona Ohne Titel ("JD"). Tuschpinselzeichnung und Lithokreide auf Velin, sig. u.r., 59,5xcm (BG) Provenienz: Galerie Kornfeld, Juni 2005, Lot-Nr. 797; Privatbesitz, Schweiz. Der spanische Maler, Grafiker und Bildhauer begann seinen künstlerischen Weg in jungen Jahren als Autodidakt. Wegen einer Lungenerkrankung zum Sanatoriumsaufenthalt gezwungen, kopierte er zu Übungszwecken Werke bekannter Künstler wie van Gogh und Picasso und machte sich mit philosophischen Themen vertraut. 1943-studierte er Jura an der Universität von Barcelona, brach das Studium aber ab, um stattdessen die Acadèmia Valls zu besuchen und sich ganz auf die Malerei zu konzentrieren. Zuerst vom Surrealismus beeinflusst, tauschte sich Tàpies mit zahlreichen seiner Zeitgenossen aus. Durch ein Stipendium in Paris im Jahr kam er in Kontakt mit der Art Brut. In dieser Zeit erweiterte er seine künstlerischen Mittel um Alltagsgegenstände und Materialien wie Sand oder Lehm, was ihn zu einem wichtigen Vertreter des spanischen Informel machte. In den folgenden Jahren unternahm er zahlreiche Reisen durch Europa und nach New York, wo er wichtige Künstlerkontakte knüpfte und seine Werke ausstellte. Inspiration fand er zeitlebens auch in der zeitgenössischen Philosophie, im Zen-Buddhismus und der Mystik. In den Sommermonaten der 1960er Jahre hielt er sich vermehrt in St. Gallen auf, wo er den Auftrag zur Schaffung von Wandgemälden für den Neubau der Hochschule ausführte und seit jener Zeit - wie auch andere Künstler internationalen Ranges - regelmässig mit der dortigen Galerie Erker zusammenarbeitete. Neben seinen politischen Aktivitäten gegen die Franco-Diktatur war Tàpies weiterhin künstlerisch sehr engagiert und schuf auch zahlreiche druckgrafische Arbeiten. gründete er die Fundació Antoni Tàpies die sich der Förderung der modernen Kunst verschrieben hat. Das angebotene Blatt diente als Vorlage zu einer Lithografie (Galfetti 233) in Schwarz, Grau und Braun von 1970. Diese wiederum wurde auch als Plakat für die Ausstellung "Jacques Dupin - Lyrik und illustrierte Bücher" in der Bonner Galerie Wünsche vom 13. April - 6. Juni verwendet.
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