Stahlkufen Sessel. Stahl, graues Samtpolster. (Kassel, Federholz-Gesellschaft OHG, um 1950). Sitzfläche ca. 62 x 50 cm. Höhe ca. 75 cm. Ein Rarissimum des deutschen Mid-Century-Designs. - Früher Entwurf des documenta-Gründers Arnold Bode für seinen Familienbetrieb Federholz-Gesellschaft OHG. Bode studierte an der Kunstakademie in seiner Heimatstadt Kassel und war danach, bis zu seiner Berufung 1930 nach Berlin, als freier Maler und Zeichner tätig. Aufgrund des nationalsozialistischen Berufsverbots als Dozent am Städtischen Werklehrer-Seminar in Berlin, kehrte er 1933 zurück nach Kassel, wo er im Architekturbüro seiner Brüder tätig war und anonym Möbel entwarf und verkaufte. Nach dem Krieg übernimmt sein jüngster Bruder den Familienbetrieb und produziert nun auch Sitzmöbel nach Patenten aus der Familie. Während die dynamischen Bugholz-Entwürfe Paul Bodes den Zeitgeist der Nachkriegs-Ära einfangen, besinnt sich Arnold auf die Formsprache der großen "Bauhäusler", was ihm kurzzeitig den Beinamen Mies van der Bode bringt. Parallel zu seiner Entwerfer-Tätigkeit gründete Bode mit Freunden und Künstler-Kollegen die "Gesellschaft Abendländische Kunst des XX. Jahrhunderts e.V." und schaffte es, genügend öffentliche Gelder und Unterstützung für ein ehrgeiziges Projekt zu organisieren. Bodes Intention war es, an die internationale Kunst anzuknüpfen, und den Nachholbedarf Deutschlands für die "verlorenen Jahre" des Nationalsozialismus zu befriedigen. Die documenta fand vom 15. Juli bis 18. September 1955 parallel zur Bundesgartenschau in Kassel statt und wurde ein riesiger Erfolg. Es gelang ihm, in den folgenden Jahren die documenta zur bedeutendsten internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst zu institutionalisieren. Mit den wachsenden Aufgaben um die documenta und als Lehrer an der Werkkunstschule, verlegte er sein gestalterisches Schaffen immer mehr in die Raumgestaltung. Noch im hohen Alter von 70 Jahren gestaltete er die Ausstellung über Frans Masereel in der Wandelhalle der Frankfurter Paulskirche in Frankfurt am Main. Seinen Höhepunkt im Möbeldesign erreichte er sicherlich mit dem hier vorliegenden Sessel. In der Produktbroschüre "Federholz + Stahl" aus den 50er Jahren der Firma Federholz-Gesellschaft OHG heißt es: "Mit frei nebeneinander laufenden, federnden Stahlkufen - konstruktiv also völlig verschieden - erreicht der Stahlsessel unseres neuen Programms: federndes Gestell, bequeme Sitzform, müheloses Gleiten und formale Schönheit." - Der Sessel hier im Originalzustand mit stahlgrauem original Samtbezug. - Minimaler Flugrost an den Kufen, sonst tadellos. - Äußerst selten.
Stahlkufen Sessel. Stahl, graues Samtpolster. (Kassel, Federholz-Gesellschaft OHG, um 1950). Sitzfläche ca. 62 x 50 cm. Höhe ca. 75 cm. Ein Rarissimum des deutschen Mid-Century-Designs. - Früher Entwurf des documenta-Gründers Arnold Bode für seinen Familienbetrieb Federholz-Gesellschaft OHG. Bode studierte an der Kunstakademie in seiner Heimatstadt Kassel und war danach, bis zu seiner Berufung 1930 nach Berlin, als freier Maler und Zeichner tätig. Aufgrund des nationalsozialistischen Berufsverbots als Dozent am Städtischen Werklehrer-Seminar in Berlin, kehrte er 1933 zurück nach Kassel, wo er im Architekturbüro seiner Brüder tätig war und anonym Möbel entwarf und verkaufte. Nach dem Krieg übernimmt sein jüngster Bruder den Familienbetrieb und produziert nun auch Sitzmöbel nach Patenten aus der Familie. Während die dynamischen Bugholz-Entwürfe Paul Bodes den Zeitgeist der Nachkriegs-Ära einfangen, besinnt sich Arnold auf die Formsprache der großen "Bauhäusler", was ihm kurzzeitig den Beinamen Mies van der Bode bringt. Parallel zu seiner Entwerfer-Tätigkeit gründete Bode mit Freunden und Künstler-Kollegen die "Gesellschaft Abendländische Kunst des XX. Jahrhunderts e.V." und schaffte es, genügend öffentliche Gelder und Unterstützung für ein ehrgeiziges Projekt zu organisieren. Bodes Intention war es, an die internationale Kunst anzuknüpfen, und den Nachholbedarf Deutschlands für die "verlorenen Jahre" des Nationalsozialismus zu befriedigen. Die documenta fand vom 15. Juli bis 18. September 1955 parallel zur Bundesgartenschau in Kassel statt und wurde ein riesiger Erfolg. Es gelang ihm, in den folgenden Jahren die documenta zur bedeutendsten internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst zu institutionalisieren. Mit den wachsenden Aufgaben um die documenta und als Lehrer an der Werkkunstschule, verlegte er sein gestalterisches Schaffen immer mehr in die Raumgestaltung. Noch im hohen Alter von 70 Jahren gestaltete er die Ausstellung über Frans Masereel in der Wandelhalle der Frankfurter Paulskirche in Frankfurt am Main. Seinen Höhepunkt im Möbeldesign erreichte er sicherlich mit dem hier vorliegenden Sessel. In der Produktbroschüre "Federholz + Stahl" aus den 50er Jahren der Firma Federholz-Gesellschaft OHG heißt es: "Mit frei nebeneinander laufenden, federnden Stahlkufen - konstruktiv also völlig verschieden - erreicht der Stahlsessel unseres neuen Programms: federndes Gestell, bequeme Sitzform, müheloses Gleiten und formale Schönheit." - Der Sessel hier im Originalzustand mit stahlgrauem original Samtbezug. - Minimaler Flugrost an den Kufen, sonst tadellos. - Äußerst selten.
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