Auktionsarchiv: Los-Nr. 484

Seltene monumentale KPM Berlin-Skulpturenvase

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 484

Seltene monumentale KPM Berlin-Skulpturenvase

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Seltene monumentale KPM Berlin-Skulpturenvase mit plastischem Mohndekor im Stil des Fin-de-siècle Porzellan mit allseitig in Mint- bis Türkisgrün- sowie Hellbraun changierender Laufglasur. Über glattem Rundstand mit kreisrundem Bodenloch keulenförmiger, sich erweiternder Korpus. Ausgehend von der unteren, glatten Wandung aufsteigender, flach bis stark reliefplastisch gearbeiteter, vegetabiler Dekor aus Stängeln und Blattstrukturen des Mohns, übergehend in freiplastische Blätter und große Mohnblüten. Seitlich, unter einem gesenkten, haubenförmig umgestülpten Kelchblatt hervortretender Kopf eines neugierig beobachtenden Kindes mit vollplastisch gearbeiteter Schulter, rechtem Arm und Händen, mit denen es sich am Blattwerk festhält. Modell-Entw. Richard Edmund Flöricke (tätig 1892 - 1942 in der KPM). Dekor-Entw. wohl Carl-Hans Bernewitz oder Franz Metzner Modell-Nr. 6244 (Modellbucheintrag September 1899, bez. "Fische" (wohl irrtümlich für Modell-Nr. 6224 "Vase mit Fantasie Fischen"). Massebezeichnung Q XIII. Ein Stengel rep.; Verschwommene Zeptermarke. H. 73 cm. Im Zuge der technischen Neuerungen der 1882 begründeten Chemisch-Technischen Versuchsanstalt der KPM Berlin, gelang es dem Direktor Albert Klein, eine Masse ähnlich dem Frittenporzellan zu entwickeln, die ein freies Modellieren des Dekors ohne Verwendung von Formen ermöglichte. So entstanden Ende des 19. Jhs. nur wenige Unikat-charakteristische, mit seger'schen Kunstglasuren überzogene, regelrechte Metamorphosen zwischen Form und Dekor. Die KPM Berlin präsentierte im Jahre 1900 auf der Pariser Weltausstellung mit der Iris-Vase oder dem Blumengefäß mit freiplastischem Schwertliliendekor zwei vergleichbare, jedoch kleinere, skulpturale Gefäße. Eine 73 cm hohe Vase von Carl Bernewitz mit Mohnblumen und zwei weiblichen Figuren, ist unter der Modell-Nr. 6055 (März 1899) eingetragen. Im Jahre 1921 wurden die Modellformen der Vasen zerstört. Lt. Nachfrage beim KPM-Archiv handelt es sich bei der hier offerierten Ausführung um eine bisher nicht bekannte Ausformung. Wir danken dem Manufakturarchiv der KPM für die freundlichen Auskünfte. Vgl. Kat. Bröhan-Museum, Berliner Porzellan vom Jugendstil zum Funktionalismus, S. 25, 67ff.; I. von Treskow, Jugendstil-Porzellane, KPM Berlin, S. 285, Nr. 6055, S. 287, Nr. 6224, S. 288, Nr. 6244. Ausst.-Kat. Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 1763 - 2013 (zur 250igsten Jahrfeier), S. 126 - 127; Dietz, Slg. Sabet, S. 490. A very rare monumental sculptural porcelain vase. One caulis repaired. Blurred sceptre mark. KPM-Berlin. Um 1899 - 1900.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 484
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
Beschreibung:

Seltene monumentale KPM Berlin-Skulpturenvase mit plastischem Mohndekor im Stil des Fin-de-siècle Porzellan mit allseitig in Mint- bis Türkisgrün- sowie Hellbraun changierender Laufglasur. Über glattem Rundstand mit kreisrundem Bodenloch keulenförmiger, sich erweiternder Korpus. Ausgehend von der unteren, glatten Wandung aufsteigender, flach bis stark reliefplastisch gearbeiteter, vegetabiler Dekor aus Stängeln und Blattstrukturen des Mohns, übergehend in freiplastische Blätter und große Mohnblüten. Seitlich, unter einem gesenkten, haubenförmig umgestülpten Kelchblatt hervortretender Kopf eines neugierig beobachtenden Kindes mit vollplastisch gearbeiteter Schulter, rechtem Arm und Händen, mit denen es sich am Blattwerk festhält. Modell-Entw. Richard Edmund Flöricke (tätig 1892 - 1942 in der KPM). Dekor-Entw. wohl Carl-Hans Bernewitz oder Franz Metzner Modell-Nr. 6244 (Modellbucheintrag September 1899, bez. "Fische" (wohl irrtümlich für Modell-Nr. 6224 "Vase mit Fantasie Fischen"). Massebezeichnung Q XIII. Ein Stengel rep.; Verschwommene Zeptermarke. H. 73 cm. Im Zuge der technischen Neuerungen der 1882 begründeten Chemisch-Technischen Versuchsanstalt der KPM Berlin, gelang es dem Direktor Albert Klein, eine Masse ähnlich dem Frittenporzellan zu entwickeln, die ein freies Modellieren des Dekors ohne Verwendung von Formen ermöglichte. So entstanden Ende des 19. Jhs. nur wenige Unikat-charakteristische, mit seger'schen Kunstglasuren überzogene, regelrechte Metamorphosen zwischen Form und Dekor. Die KPM Berlin präsentierte im Jahre 1900 auf der Pariser Weltausstellung mit der Iris-Vase oder dem Blumengefäß mit freiplastischem Schwertliliendekor zwei vergleichbare, jedoch kleinere, skulpturale Gefäße. Eine 73 cm hohe Vase von Carl Bernewitz mit Mohnblumen und zwei weiblichen Figuren, ist unter der Modell-Nr. 6055 (März 1899) eingetragen. Im Jahre 1921 wurden die Modellformen der Vasen zerstört. Lt. Nachfrage beim KPM-Archiv handelt es sich bei der hier offerierten Ausführung um eine bisher nicht bekannte Ausformung. Wir danken dem Manufakturarchiv der KPM für die freundlichen Auskünfte. Vgl. Kat. Bröhan-Museum, Berliner Porzellan vom Jugendstil zum Funktionalismus, S. 25, 67ff.; I. von Treskow, Jugendstil-Porzellane, KPM Berlin, S. 285, Nr. 6055, S. 287, Nr. 6224, S. 288, Nr. 6244. Ausst.-Kat. Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin 1763 - 2013 (zur 250igsten Jahrfeier), S. 126 - 127; Dietz, Slg. Sabet, S. 490. A very rare monumental sculptural porcelain vase. One caulis repaired. Blurred sceptre mark. KPM-Berlin. Um 1899 - 1900.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 484
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
LotSearch ausprobieren

Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!

  • Auktionssuche und Bieten
  • Preisdatenbank und Analysen
  • Individuelle automatische Suchaufträge
Jetzt einen Suchauftrag anlegen!

Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.

Suchauftrag anlegen