Auktionsarchiv: Los-Nr. 8269

Seidel, Jochen Abstrakte Komposition

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 8269

Seidel, Jochen Abstrakte Komposition

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Abstrakte Komposition Öl und Acryl auf Leinwand, gerollt. Ca. 1964/ 1968. 252 x 205 cm (Darstellung). Verso mit durchgestrichenem Richtungspfeil und beziffert "11" sowie "105". Jochen Seidel studierte 1945 an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle bei Charles Crodel. Dort gehörte er dem Freundeskreis um Hermann Bachmann Otto Müller Karl-Erich Müller und Willi Sitte an. 1953 übersiedelte er nach West-Berlin, besuchte Kurse von Ernst Schumacher und wurde von der Galerie Rudolf Springer gefördert. Seidel entwickelte Mitte der 1950er Jahre einen eigenen abstrakten Stil mit dem Fokus auf dynamischen, feldhaften Flächenkompositionen. Er ging 1964 nach New York und unterrichtete an der Fairleigh Dickinson University und am Pratt Institute. "Die erste Werkgruppe, die Seidel (...) in New York konzipiert und realisiert, sind die 'Poem Paintings'. Ihnen zugrunde, wie die Matrix eines Bildentwurfs, liegt ein Liebesgedicht, das Jochen Seidel 1963 für Mireille schrieb. Dieser Text gibt im Blow Up das Bildgerüst für die Malerei ab. Die Komposition des Bildes bzw. der Einsatz von Farbe orientiert sich an den Zeilen-Ordnungen und Buchstaben-Blöcken, an ihren Formen und Negativformen, wobei diese nicht nur ausgemalt, sondern auch wieder übermalt, zerstört werden und als Vorgabe verlorengehen." (Angelika Stepken, in: Der Sprung ins Bild, Jochen Seidel 1924-1971, Ausst.-Kat. Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin 1992, S. 16f.) In den Jahren 1964-1965 entstanden eine Reihe dieser "Poem Paintings" mit teils ineinanderfließenden Malschichten und verschlüsselten Schriftelementen. Unser eindrucksvolles, großformatiges Gemälde ist hierfür ein schönes Beispiel. Es ist geprägt von einer breit gefächerten Buntfarbigkeit, überlagert von weißen Elementen, die etwas später, 1968, von Seidel ergänzt wurden. So setzte er "etwa seltsame, organische - an Gorky oder Miro erinnernde - Formen auf unterschiedliche, bereits vollendete Materialien." (Angelika Stepken, Berlin 1992, S. 14).

Auktionsarchiv: Los-Nr. 8269
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
Beschreibung:

Abstrakte Komposition Öl und Acryl auf Leinwand, gerollt. Ca. 1964/ 1968. 252 x 205 cm (Darstellung). Verso mit durchgestrichenem Richtungspfeil und beziffert "11" sowie "105". Jochen Seidel studierte 1945 an der Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle bei Charles Crodel. Dort gehörte er dem Freundeskreis um Hermann Bachmann Otto Müller Karl-Erich Müller und Willi Sitte an. 1953 übersiedelte er nach West-Berlin, besuchte Kurse von Ernst Schumacher und wurde von der Galerie Rudolf Springer gefördert. Seidel entwickelte Mitte der 1950er Jahre einen eigenen abstrakten Stil mit dem Fokus auf dynamischen, feldhaften Flächenkompositionen. Er ging 1964 nach New York und unterrichtete an der Fairleigh Dickinson University und am Pratt Institute. "Die erste Werkgruppe, die Seidel (...) in New York konzipiert und realisiert, sind die 'Poem Paintings'. Ihnen zugrunde, wie die Matrix eines Bildentwurfs, liegt ein Liebesgedicht, das Jochen Seidel 1963 für Mireille schrieb. Dieser Text gibt im Blow Up das Bildgerüst für die Malerei ab. Die Komposition des Bildes bzw. der Einsatz von Farbe orientiert sich an den Zeilen-Ordnungen und Buchstaben-Blöcken, an ihren Formen und Negativformen, wobei diese nicht nur ausgemalt, sondern auch wieder übermalt, zerstört werden und als Vorgabe verlorengehen." (Angelika Stepken, in: Der Sprung ins Bild, Jochen Seidel 1924-1971, Ausst.-Kat. Staatliche Kunsthalle Berlin, Berlin 1992, S. 16f.) In den Jahren 1964-1965 entstanden eine Reihe dieser "Poem Paintings" mit teils ineinanderfließenden Malschichten und verschlüsselten Schriftelementen. Unser eindrucksvolles, großformatiges Gemälde ist hierfür ein schönes Beispiel. Es ist geprägt von einer breit gefächerten Buntfarbigkeit, überlagert von weißen Elementen, die etwas später, 1968, von Seidel ergänzt wurden. So setzte er "etwa seltsame, organische - an Gorky oder Miro erinnernde - Formen auf unterschiedliche, bereits vollendete Materialien." (Angelika Stepken, Berlin 1992, S. 14).

Auktionsarchiv: Los-Nr. 8269
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
LotSearch ausprobieren

Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!

  • Auktionssuche und Bieten
  • Preisdatenbank und Analysen
  • Individuelle automatische Suchaufträge
Jetzt einen Suchauftrag anlegen!

Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.

Suchauftrag anlegen