» größer Salzmann, Christian Gotthilf. Moralisches Elementarbuch, nebst einer Anleitung zum nützlichen Gebrauch desselben. Neue verbesserte Auflage. 2 Bände. XXXII, 412 S.; XX, 491 S. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gestochenen Titelvignetten von Rosmaesler, J. G. Penzel und G. L. Crusius sowie 67 Kupfertafeln von Daniel Chodowiecki. 17,5 x 11 cm. Marmorierte Pappbände d. Z. (berieben und leicht bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Siegfried Leberecht Crusius, 1785-1795. Brüggemann I, 702 (sehr ausführlich zur Ausgabe 1782/83). – "Salzmanns Elementarbuch ist, im Unterschied zu Basedows enzyklopädischem Elementarwerk, eine Umsetzung der ersten Phase des Religionsunterrichts in das Medium des Kinderbuches, wobei diese Stufe des Religionsunterrichts nichts anderes als eine auf natürlicher Erkenntnis beruhende Sittenlehre ist. Die Absicht des Buches, das zum Vorlesen durch Eltern und Erzieher, nicht jedoch zur Eigenlektüre der Kinder bestimmt ist, geht dahin, den Kindern eine gute Gesinnung zu verschaffen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sittenlehren verzichtet Salzmann auf alles 'Befehlische und Gesetzartige': das Gute soll getan werden, weil es gut, nicht weil es geboten ist; ebenso soll das Böse wegen seiner Verabscheuungswürdigkeit, nicht um des Gesetzes willen unterlassen werden" (Brüggemann). Die lebhaften und ausdrucksvollen Kupfer von Chodowiecki "illustrieren jeweils detailgetreu und sehr realistisch das in der zugehörigen Erzählung Beschriebene. Man darf ohne Übertreibung sagen, der Künstler steht hier über dem Pädagogen, er hat den Leitfaden der Moral in eine Reihe köstlicher kleiner Ausschnitte aus dem Leben aufgelöst und den Alltag des Gemeinverständlichen in eine höhere Sphäre gerückt. Bedeutsam sind die Änderungen von Chodowieckis Darstellungen im Vergleich mit seinen Arbeiten zu Basedows Elementarwerk (1774): sind dort die Kinder noch weitgehend in der Art kleiner Erwachsener dargestellt, so verkörpern sie in den Illustrationen zu Salzmanns Werk bereits das neue Erziehungsideal: sie sind naturgemäßer, natürlicher, ihrem Alter entsprechend gekleidet und bequemer" (HKJL 750 1800, Nr.751, 753 und sehr ausführlich Sp. 574ff). Wegehaupt I und III jeweils einzelne Textbände in verschiedenen Auflagen, aber immer ohne den Tafelteil. Die Tafeln, die in den frühen Ausgaben als Tafelband extra erschienen, sind hier in den Textband integriert. – Feuchtrandiges Exemplar. Etwas gebräunt und fleckig. Mit montiertem Exlibris.
» größer Salzmann, Christian Gotthilf. Moralisches Elementarbuch, nebst einer Anleitung zum nützlichen Gebrauch desselben. Neue verbesserte Auflage. 2 Bände. XXXII, 412 S.; XX, 491 S. Mit gestochenem Frontispiz und 2 gestochenen Titelvignetten von Rosmaesler, J. G. Penzel und G. L. Crusius sowie 67 Kupfertafeln von Daniel Chodowiecki. 17,5 x 11 cm. Marmorierte Pappbände d. Z. (berieben und leicht bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Siegfried Leberecht Crusius, 1785-1795. Brüggemann I, 702 (sehr ausführlich zur Ausgabe 1782/83). – "Salzmanns Elementarbuch ist, im Unterschied zu Basedows enzyklopädischem Elementarwerk, eine Umsetzung der ersten Phase des Religionsunterrichts in das Medium des Kinderbuches, wobei diese Stufe des Religionsunterrichts nichts anderes als eine auf natürlicher Erkenntnis beruhende Sittenlehre ist. Die Absicht des Buches, das zum Vorlesen durch Eltern und Erzieher, nicht jedoch zur Eigenlektüre der Kinder bestimmt ist, geht dahin, den Kindern eine gute Gesinnung zu verschaffen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sittenlehren verzichtet Salzmann auf alles 'Befehlische und Gesetzartige': das Gute soll getan werden, weil es gut, nicht weil es geboten ist; ebenso soll das Böse wegen seiner Verabscheuungswürdigkeit, nicht um des Gesetzes willen unterlassen werden" (Brüggemann). Die lebhaften und ausdrucksvollen Kupfer von Chodowiecki "illustrieren jeweils detailgetreu und sehr realistisch das in der zugehörigen Erzählung Beschriebene. Man darf ohne Übertreibung sagen, der Künstler steht hier über dem Pädagogen, er hat den Leitfaden der Moral in eine Reihe köstlicher kleiner Ausschnitte aus dem Leben aufgelöst und den Alltag des Gemeinverständlichen in eine höhere Sphäre gerückt. Bedeutsam sind die Änderungen von Chodowieckis Darstellungen im Vergleich mit seinen Arbeiten zu Basedows Elementarwerk (1774): sind dort die Kinder noch weitgehend in der Art kleiner Erwachsener dargestellt, so verkörpern sie in den Illustrationen zu Salzmanns Werk bereits das neue Erziehungsideal: sie sind naturgemäßer, natürlicher, ihrem Alter entsprechend gekleidet und bequemer" (HKJL 750 1800, Nr.751, 753 und sehr ausführlich Sp. 574ff). Wegehaupt I und III jeweils einzelne Textbände in verschiedenen Auflagen, aber immer ohne den Tafelteil. Die Tafeln, die in den frühen Ausgaben als Tafelband extra erschienen, sind hier in den Textband integriert. – Feuchtrandiges Exemplar. Etwas gebräunt und fleckig. Mit montiertem Exlibris.
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