Auktionsarchiv: Los-Nr. 14

Kotzebue, Otto von

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 14

Kotzebue, Otto von

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Prachtexemplar aus königlichem Besitz mit Fore-edge-Painting Kotzebue, Otto von. Entdeckungs-Reise in die Süd-See und nach der Bering-Straße zur Erforschung einer nordöstlichen Durchfahrt. Unternommen in den Jahren 1815, 1816, 1817 und 1818, auf Kosten ... des Grafen Rumanzoff auf dem Schiffe Rurick. 3 Teile in 1 Band. 3 Bl., XVIII, 168 S., 176; 240 S. Mit 16 (4 kolorierte, 11 teilkolorierte Schmetterling-) Kupfertafeln, 4 doppelblattgroße Aquatintatafeln, 6 (1 gefaltete und 4 mehrfach gefaltete) Kupferstichkarten und 2 (1 in Pag.) mehrfach gefaltete Tabellen. 26 x 21,5 cm. Geflammter hellbrauner, geglätteter Kalbslederband d. Z. (nur ganz minimal, unwesentlich berieben an Kanten und Gelenken) mit goldgeprägtem RSchild, reicher RVergoldung, breiten ornamentalen Deckelbürdüren, Goldfileten und dem gekrönten, ligierten Wappensupralibros "FWR", Steh- und Innenkantenfileten, strukturgeprägtem türkisblauen Vorsätzen, dreiseitigem Goldschnitt und farbiger Fore-edge-Malerei auf dem Schnitt. Weimar, Hoffmann, 1821. Sabin 38284. Howes 5808. Borba de Moraes I, 371. Brunet VI, 150, 19. Lipperheide La 7. Streeter 3511. Du Rietz 670. Bosch 329. Lada-Mocarski 80. Henze III, 63 ff. Nissen, ZBI, 2297. – Erste deutsche Ausgabe. Die Aufgabe der Reise Kotzebues war es, die von den Holländern im Stillen Ozean im 17. und 18. Jahrhundert gemachten Entdeckungen näher zu erforschen und die Möglichkeit einer Durchfahrt in der Nähe der Beringstraße zu erkunden. "Nach Umsegelung des Kap Horn entdeckte Kotzebue mehrere Inseln, darunter die Ruriks- und Krusensterngruppe, sowie im Südosten der Beringstraße den nach ihm benannten "Kotzebuesund". Dann besuchte er Kalifornien und Hawaii (und) entdeckte im Januar 1817 den Romanzowarchipel" (Embacher 176). Adelbert von Chamisso und der frisch promovierte Arzt Johann Friedrich Eschholtz (Siehe Hirsch-Hübotter II, 433 und Chamisso als Naturforscher 27) begleiteten die Expedition als Naturforscher bzw. Schiffsarzt. Einleitung und historische Betrachtung zu der Reiseroute stammen von A. J. von Krusenstern, den Kotzebue 1803-06 auf seiner Weltumsegelung begleitet hatte. Den bedeutsamsten Teil des Werkes bildet der dritte Band, in dem die wissenschaftlichen Ergebnisse Chamissos mitgeteilt werden. Er enthält neben naturwissenschaftlichen Beobachtungen auch ausführliche Sprachforschungen und Vokabularien zu den verschiedenen Dialekten der Südsee. Die besonders fein kolorierten Tafeln zeigen Portraits von Eingeborenen, Kostüme, Landschaften mit Segelboten, eine „Ansicht von dem Königlichen Murai" (einem Eingeborenendorf), „Das Innere eines Hauses der Inseln Radack") und zahlreiche bunte Schmetterlinge. – Vorsatz mit älteren Einträgen, Vorsatz und Frontispiz mit blassem Stempelabklatsch, wenige, meist nur kleine Papierläsuren (anfangs leichte Eckausbrüche, Tafeln mit Einrissen und Knickspuren, hinterer Vorsitz mit Ausriss etc.), mehrere kleine Stempel ("FWR", "Gottholdsche Bibliothek" verso Titel etc.), nur ganz vereinzelt wenige und kaum sichtbare Fleckchen, insgesamt ein außergewöhnlich frisches und durchgehend wohlerhaltenes Exemplar in einem außergewöhnlich schönen, dekorativen zeitgenössischen Einband mit reichster Empire-Vergoldung, der Rücken mit floral umspielten Kandelabern, die Deckel mit einer breiten Greifenbordüre. Das Supralibros "FWR" für Fridericus Wilhelminus Rex, wohl aus einer der Bibliotheken des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), dem das Exemplar direkt vom Verfasser Otto von Kotzebue gewidmet wurde. So befindet sich auf dem vorderen Innenspiegel ein aufmontiertes, goldgeprägtes Schild "Als ein Zeichen treuer Verehrung und Dankbarkeit von dem Verfasser". Besonders hübsch ist ein großes Fore-edge-Painting (7 x 25,2 cm) auf dem äußeren Schnitt mit einer farbigen Ansicht der Stadt St. Petersburg von der Newa aus gesehen mit dem Panorama von der Admiralität zur Börse und Schiffen auf dem Fluss.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 14
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Prachtexemplar aus königlichem Besitz mit Fore-edge-Painting Kotzebue, Otto von. Entdeckungs-Reise in die Süd-See und nach der Bering-Straße zur Erforschung einer nordöstlichen Durchfahrt. Unternommen in den Jahren 1815, 1816, 1817 und 1818, auf Kosten ... des Grafen Rumanzoff auf dem Schiffe Rurick. 3 Teile in 1 Band. 3 Bl., XVIII, 168 S., 176; 240 S. Mit 16 (4 kolorierte, 11 teilkolorierte Schmetterling-) Kupfertafeln, 4 doppelblattgroße Aquatintatafeln, 6 (1 gefaltete und 4 mehrfach gefaltete) Kupferstichkarten und 2 (1 in Pag.) mehrfach gefaltete Tabellen. 26 x 21,5 cm. Geflammter hellbrauner, geglätteter Kalbslederband d. Z. (nur ganz minimal, unwesentlich berieben an Kanten und Gelenken) mit goldgeprägtem RSchild, reicher RVergoldung, breiten ornamentalen Deckelbürdüren, Goldfileten und dem gekrönten, ligierten Wappensupralibros "FWR", Steh- und Innenkantenfileten, strukturgeprägtem türkisblauen Vorsätzen, dreiseitigem Goldschnitt und farbiger Fore-edge-Malerei auf dem Schnitt. Weimar, Hoffmann, 1821. Sabin 38284. Howes 5808. Borba de Moraes I, 371. Brunet VI, 150, 19. Lipperheide La 7. Streeter 3511. Du Rietz 670. Bosch 329. Lada-Mocarski 80. Henze III, 63 ff. Nissen, ZBI, 2297. – Erste deutsche Ausgabe. Die Aufgabe der Reise Kotzebues war es, die von den Holländern im Stillen Ozean im 17. und 18. Jahrhundert gemachten Entdeckungen näher zu erforschen und die Möglichkeit einer Durchfahrt in der Nähe der Beringstraße zu erkunden. "Nach Umsegelung des Kap Horn entdeckte Kotzebue mehrere Inseln, darunter die Ruriks- und Krusensterngruppe, sowie im Südosten der Beringstraße den nach ihm benannten "Kotzebuesund". Dann besuchte er Kalifornien und Hawaii (und) entdeckte im Januar 1817 den Romanzowarchipel" (Embacher 176). Adelbert von Chamisso und der frisch promovierte Arzt Johann Friedrich Eschholtz (Siehe Hirsch-Hübotter II, 433 und Chamisso als Naturforscher 27) begleiteten die Expedition als Naturforscher bzw. Schiffsarzt. Einleitung und historische Betrachtung zu der Reiseroute stammen von A. J. von Krusenstern, den Kotzebue 1803-06 auf seiner Weltumsegelung begleitet hatte. Den bedeutsamsten Teil des Werkes bildet der dritte Band, in dem die wissenschaftlichen Ergebnisse Chamissos mitgeteilt werden. Er enthält neben naturwissenschaftlichen Beobachtungen auch ausführliche Sprachforschungen und Vokabularien zu den verschiedenen Dialekten der Südsee. Die besonders fein kolorierten Tafeln zeigen Portraits von Eingeborenen, Kostüme, Landschaften mit Segelboten, eine „Ansicht von dem Königlichen Murai" (einem Eingeborenendorf), „Das Innere eines Hauses der Inseln Radack") und zahlreiche bunte Schmetterlinge. – Vorsatz mit älteren Einträgen, Vorsatz und Frontispiz mit blassem Stempelabklatsch, wenige, meist nur kleine Papierläsuren (anfangs leichte Eckausbrüche, Tafeln mit Einrissen und Knickspuren, hinterer Vorsitz mit Ausriss etc.), mehrere kleine Stempel ("FWR", "Gottholdsche Bibliothek" verso Titel etc.), nur ganz vereinzelt wenige und kaum sichtbare Fleckchen, insgesamt ein außergewöhnlich frisches und durchgehend wohlerhaltenes Exemplar in einem außergewöhnlich schönen, dekorativen zeitgenössischen Einband mit reichster Empire-Vergoldung, der Rücken mit floral umspielten Kandelabern, die Deckel mit einer breiten Greifenbordüre. Das Supralibros "FWR" für Fridericus Wilhelminus Rex, wohl aus einer der Bibliotheken des Preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. (1770-1840), dem das Exemplar direkt vom Verfasser Otto von Kotzebue gewidmet wurde. So befindet sich auf dem vorderen Innenspiegel ein aufmontiertes, goldgeprägtes Schild "Als ein Zeichen treuer Verehrung und Dankbarkeit von dem Verfasser". Besonders hübsch ist ein großes Fore-edge-Painting (7 x 25,2 cm) auf dem äußeren Schnitt mit einer farbigen Ansicht der Stadt St. Petersburg von der Newa aus gesehen mit dem Panorama von der Admiralität zur Börse und Schiffen auf dem Fluss.

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