Pergament (Tierhaut), 2-tlg., rote und schwarze Tinte, Schriftzeichen (wohl in "Ge'ez"), auf Karton, im Holzrahmen Zauberrollen wurden von den "Dabtaras" (Angehörigen des niederen Klerus) geschrieben. Sie bestanden aus schmalen Streifen dünnen Pergaments (oft Ziegenhaut), die häufig aus mehreren Stücken zusammengenäht waren. Zusammengerollt wurden die Zauberrollen in einem kleine Behälter aus Leder am Hals getragen, oder direkt um eine kranke Körperstelle geschlungen. Die "Dabtaras" stellten aus einer bestehenden Sammlung von Beschwörungsformeln, Gebeten, Zaubersprüchen und Legenden einzelne Abschnitte je nach Bedarf frei zusammen und schmückten die Schrift mit Schutzsymbolen aus. In der Regel beginnen die Zauberrollen mit einem Bild des Heiligen Michael, der als Sieger über den Teufel gilt und der dem Träger des Amuletts besonderen Schutz gewähren soll. Zauberrollen konnten gegen jede nur denkbare Krankheit getragen werden, gegen den Bösen Blick, gegen Verfluchungen etc. Fisseha, Girma (Hg.), Äthiopien, Christentum zwischen Orient und Afrika, Staatliches Museum für Völkerkunde München 2002, p. 117, ill. 123
L: 97 cm; B: ca. 9,3 cm
Pergament (Tierhaut), 2-tlg., rote und schwarze Tinte, Schriftzeichen (wohl in "Ge'ez"), auf Karton, im Holzrahmen Zauberrollen wurden von den "Dabtaras" (Angehörigen des niederen Klerus) geschrieben. Sie bestanden aus schmalen Streifen dünnen Pergaments (oft Ziegenhaut), die häufig aus mehreren Stücken zusammengenäht waren. Zusammengerollt wurden die Zauberrollen in einem kleine Behälter aus Leder am Hals getragen, oder direkt um eine kranke Körperstelle geschlungen. Die "Dabtaras" stellten aus einer bestehenden Sammlung von Beschwörungsformeln, Gebeten, Zaubersprüchen und Legenden einzelne Abschnitte je nach Bedarf frei zusammen und schmückten die Schrift mit Schutzsymbolen aus. In der Regel beginnen die Zauberrollen mit einem Bild des Heiligen Michael, der als Sieger über den Teufel gilt und der dem Träger des Amuletts besonderen Schutz gewähren soll. Zauberrollen konnten gegen jede nur denkbare Krankheit getragen werden, gegen den Bösen Blick, gegen Verfluchungen etc. Fisseha, Girma (Hg.), Äthiopien, Christentum zwischen Orient und Afrika, Staatliches Museum für Völkerkunde München 2002, p. 117, ill. 123
L: 97 cm; B: ca. 9,3 cm
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