unter der Darstellung druckgraphisch bezeichnet "Otto Gleichmann, Original Lithographie", wohl aus: Das Kunstblatt, 1918/19, guter Erhaltungszustand (altersbedingte Bräunung des Papiers, rechter äußerer Rand des Blattes mit leichten Montierungsspuren), ungerahmt, Maße der Darstellung ca.: 18cm x 13,5cm, Blattmaße: 28,5cm x 21,5cm, Provenienz: aus direktem Nachlaß des Künstlers Oscar Kurt Döbrich (1911-1970) Informationen zum Künstler: • Otto Gleichmann • geboren am 20.8.1887 in Mainz - gestorben am 2.11.1963 in Hannover • Deutscher Maler und Graphiker. Gatte der Malerin Lotte Gleichmann-Giese. Studium an den Akademie in Düsseldorf, Breslau und Weimar. Gilt trotz regen Austausches mit Persönlichkeiten wie Paul Klee oder Kurt Schwitters als einer der großen Einzelgänger des Expressionismus. Sein Werk umfasst Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien und Mischtechniken, welche u.a. durch die Erlebnisse und Eindrücke im ersten Weltkrieg, in den zwanziger und dreißiger Jahren und durch die katastrophale Bedrohung des Nationalsozialismus geprägt sind. 1915 im Fronteinsatz, 1916 Verwundung und Lazarettaufenthalt. Zog nach dem I. Weltkrieg nach Hannover. 1918 erfolgte sein Anschluß an die Künstlergruppe "Hannoversche Sezession". Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Eine intensive Freundschaft verband ihn mit Kurt Schwitters und Theodor Däubler. 1936 wurde ein Ausstellungsverbot durch die NSDAP verhängt. Anders als viele Kollegen war er kein Gesellschaftskritiker oder Sozialrevolutionär. Beeinflußt von Schopenhauers Ethiklehre suchten seine Darstellungen nicht den "trügerischen Schein des Individuellen" zu konkretisieren, sondern die Einheit alles Seienden. Daraus resultierte ein "zutiefst humanes Verständnis für die Situation seiner Zeitgenossen" (Norbert Nobis). Er sah sie allesamt als Gefangene ihres Schicksals, als Verlorene, die ziel- und orientierungslos durch gespenstisch düstere Szenarien schreiten oder "in kubistisch-verschachtelter Landschaft ins Bodenlose stürzen" (Richard Hamann/Jost Hermand). Virtuos bannte er das Fühlen und Denken der an apokalyptischen Erfahrungen so überreichen ersten Jahrhunderthälfte in ausdrucksstarke melancholisch grundierte Bilder und Zeichnungen. Bilder im Landesmuseum in Hannover, im Wallraf-Richartz-Museum in Köln, im Schloßmuseum in Mannheim, im Städtisches Museum in Wiesbaden, in der Kunsthalle in Hamburg und im Städtischen Museum in Erfurt. Literatur: Vollmer, Band II (E-J), Seite 257.
unter der Darstellung druckgraphisch bezeichnet "Otto Gleichmann, Original Lithographie", wohl aus: Das Kunstblatt, 1918/19, guter Erhaltungszustand (altersbedingte Bräunung des Papiers, rechter äußerer Rand des Blattes mit leichten Montierungsspuren), ungerahmt, Maße der Darstellung ca.: 18cm x 13,5cm, Blattmaße: 28,5cm x 21,5cm, Provenienz: aus direktem Nachlaß des Künstlers Oscar Kurt Döbrich (1911-1970) Informationen zum Künstler: • Otto Gleichmann • geboren am 20.8.1887 in Mainz - gestorben am 2.11.1963 in Hannover • Deutscher Maler und Graphiker. Gatte der Malerin Lotte Gleichmann-Giese. Studium an den Akademie in Düsseldorf, Breslau und Weimar. Gilt trotz regen Austausches mit Persönlichkeiten wie Paul Klee oder Kurt Schwitters als einer der großen Einzelgänger des Expressionismus. Sein Werk umfasst Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Lithographien und Mischtechniken, welche u.a. durch die Erlebnisse und Eindrücke im ersten Weltkrieg, in den zwanziger und dreißiger Jahren und durch die katastrophale Bedrohung des Nationalsozialismus geprägt sind. 1915 im Fronteinsatz, 1916 Verwundung und Lazarettaufenthalt. Zog nach dem I. Weltkrieg nach Hannover. 1918 erfolgte sein Anschluß an die Künstlergruppe "Hannoversche Sezession". Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Eine intensive Freundschaft verband ihn mit Kurt Schwitters und Theodor Däubler. 1936 wurde ein Ausstellungsverbot durch die NSDAP verhängt. Anders als viele Kollegen war er kein Gesellschaftskritiker oder Sozialrevolutionär. Beeinflußt von Schopenhauers Ethiklehre suchten seine Darstellungen nicht den "trügerischen Schein des Individuellen" zu konkretisieren, sondern die Einheit alles Seienden. Daraus resultierte ein "zutiefst humanes Verständnis für die Situation seiner Zeitgenossen" (Norbert Nobis). Er sah sie allesamt als Gefangene ihres Schicksals, als Verlorene, die ziel- und orientierungslos durch gespenstisch düstere Szenarien schreiten oder "in kubistisch-verschachtelter Landschaft ins Bodenlose stürzen" (Richard Hamann/Jost Hermand). Virtuos bannte er das Fühlen und Denken der an apokalyptischen Erfahrungen so überreichen ersten Jahrhunderthälfte in ausdrucksstarke melancholisch grundierte Bilder und Zeichnungen. Bilder im Landesmuseum in Hannover, im Wallraf-Richartz-Museum in Köln, im Schloßmuseum in Mannheim, im Städtisches Museum in Wiesbaden, in der Kunsthalle in Hamburg und im Städtischen Museum in Erfurt. Literatur: Vollmer, Band II (E-J), Seite 257.
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