Auktionsarchiv: Los-Nr. 8214

Mueller, Otto Zwei Jünglinge und drei Mädchen (Fünf Akte)

Schätzpreis
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Auktionsarchiv: Los-Nr. 8214

Mueller, Otto Zwei Jünglinge und drei Mädchen (Fünf Akte)

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Beschreibung:

Zwei Jünglinge und drei Mädchen (Fünf Akte); Zeichnung eines weiblichen Aktes Lithographie auf glattem gelblichen Kupferdruckpapier; verso: Bleistift. Um 1910. 43,2 x 32,6 cm (50,4 x 38 cm). Signiert "Otto Mueller", im Unterrand bezeichnet. Auflage ca. 5 Ex. Karsch 15. Die vorliegende Lithographie entstand um 1910, das Jahr, in dem Otto Mueller Mitglied der Brücke wurde. Zugleich war 1910 ein bedeutendes Jahr für die Künstler der Brücke - nach ihrer Ablehnung durch die Berliner Sezession stellten die Zurückgewiesenen geschlossen in der Neuen Sezession in der Galerie Macht aus. Im September 1910 fand die große Brücke-Ausstellung in der Galerie Arnold in Dresden statt. Lothar-Günther Buchheim hebt Muellers Bedeutung für die Künstlergruppe hervor: "Die 'Natürlichkeit' war verpönt. Sie darzustellen, wie Otto Mueller es tat, war schon revolutionär...Zu der Erneuerung des Lebens, wie sie den 'Brücke'-Malern vorschwebte, gehörte die 'Emanzipation des Körpers', das neue Verhältnis zum Eros." (Lothar-Günther Buchheim, Otto Mueller Leben und Werk, Feldafing 1963, S.70). So zeigt die seltene Lithographie fünf Aktfiguren in freier Natürlichkeit bei einem ihrer Ausflüge an die Moritzburger Seen. Dargestellt sind vermutlich zwei Maler, etwa Kirchner und Mueller, mit ihren drei Lieblingsmodellen, darunter die beiden bekannten Mädchen Fränzi und Marcella Rarissimum . Karsch kennt lediglich zwei Exemplare dieses sehr frühen Druckes aus der bedeutenden Hochzeit der Brücke. Graphikexemplare wie dieses sind heutzutage extrem selten im Kunsthandel zu finden. Verso mittig mit der alten Katalognummer der Galerie Nierendorf "E 92-30/2 (Ev)" und "K 15" sowie links mit einem dunkelblauen Stempel "EIGENTUM J.M. UNVERK.", aus der bei Karsch vermerkten Sammlung Josef Muellers. Herrlich kräftiger, tiefschwarzer und kontrastreicher Druck mit breitem Rand, die Steinkante in ihren kleinen Unregelmäßigkeiten sehr schön mitdruckend. Auf der Rückseite eine wunderbare Bleistiftzeichnung eines stehenden Aktes. Provenienz: Ehemals Galerie Nierendorf, Berlin (Kat. 55, 1993, Kat.-Nr. 371) Privatbesitz Rheinland

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Zwei Jünglinge und drei Mädchen (Fünf Akte); Zeichnung eines weiblichen Aktes Lithographie auf glattem gelblichen Kupferdruckpapier; verso: Bleistift. Um 1910. 43,2 x 32,6 cm (50,4 x 38 cm). Signiert "Otto Mueller", im Unterrand bezeichnet. Auflage ca. 5 Ex. Karsch 15. Die vorliegende Lithographie entstand um 1910, das Jahr, in dem Otto Mueller Mitglied der Brücke wurde. Zugleich war 1910 ein bedeutendes Jahr für die Künstler der Brücke - nach ihrer Ablehnung durch die Berliner Sezession stellten die Zurückgewiesenen geschlossen in der Neuen Sezession in der Galerie Macht aus. Im September 1910 fand die große Brücke-Ausstellung in der Galerie Arnold in Dresden statt. Lothar-Günther Buchheim hebt Muellers Bedeutung für die Künstlergruppe hervor: "Die 'Natürlichkeit' war verpönt. Sie darzustellen, wie Otto Mueller es tat, war schon revolutionär...Zu der Erneuerung des Lebens, wie sie den 'Brücke'-Malern vorschwebte, gehörte die 'Emanzipation des Körpers', das neue Verhältnis zum Eros." (Lothar-Günther Buchheim, Otto Mueller Leben und Werk, Feldafing 1963, S.70). So zeigt die seltene Lithographie fünf Aktfiguren in freier Natürlichkeit bei einem ihrer Ausflüge an die Moritzburger Seen. Dargestellt sind vermutlich zwei Maler, etwa Kirchner und Mueller, mit ihren drei Lieblingsmodellen, darunter die beiden bekannten Mädchen Fränzi und Marcella Rarissimum . Karsch kennt lediglich zwei Exemplare dieses sehr frühen Druckes aus der bedeutenden Hochzeit der Brücke. Graphikexemplare wie dieses sind heutzutage extrem selten im Kunsthandel zu finden. Verso mittig mit der alten Katalognummer der Galerie Nierendorf "E 92-30/2 (Ev)" und "K 15" sowie links mit einem dunkelblauen Stempel "EIGENTUM J.M. UNVERK.", aus der bei Karsch vermerkten Sammlung Josef Muellers. Herrlich kräftiger, tiefschwarzer und kontrastreicher Druck mit breitem Rand, die Steinkante in ihren kleinen Unregelmäßigkeiten sehr schön mitdruckend. Auf der Rückseite eine wunderbare Bleistiftzeichnung eines stehenden Aktes. Provenienz: Ehemals Galerie Nierendorf, Berlin (Kat. 55, 1993, Kat.-Nr. 371) Privatbesitz Rheinland

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