Auktionsarchiv: Los-Nr. 610

MEISSEN 8 Teile aus dem 'Schwanenservice' von König Albert von Sachsen, 1897/98,

Aufrufpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 610

MEISSEN 8 Teile aus dem 'Schwanenservice' von König Albert von Sachsen, 1897/98,

Aufrufpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Neuausformung des berühmten 'Schwanendessins', ursprünglich von Johann Joachim Kaendler 1737 für den Graf Heinrich von Brühl entworfen, anbei 6 Suppenteller, D je 24 cm mit Schwänen, Fischen und Reihern im Relief sowie eine Suppenterrine mit Deckelknauf in Form eines Delfins, D 17, 5 cm und eine Unterschale, D 27 cm. Jeweils mit dem sächsischen Hauswappen König Alberts (1828-1902) und dem Wasa-Wappen der schwedisch stämmigen Königin Carola (1833-1907) unter der sächsischen Königskrone versehen. Die Unterseiten sind mit den zeitgenössischen Knaufschwertermarken, 1. Wahl, versehen. Die Teile stammen aus dem insgesamt über 220 Teile umfassenden königlichen Service, welches Königin Carola für ihren Gatten in Auftrag gab. Historische Quellen belegen einen Besuch der Königin in der Meissner Manufaktur im August 1897, um eine Auflistung aller noch vorhandenen Formen des Schwanenservices zu erfragen. Über den endgültigen Auftrag und dessen Umfang wurden bislang keine Unterlagen gefunden. Im Unterschied zum 'Brühlschen Schwanenservice' wurden die vorliegenden Teile nach dem damaligen Zeitgeschmack pastelltonig staffiert. Bekannt ist, dass der Dresdner Freimaurer und Porzellangroßhändler Martin Richter im Juli 1942 das umfangreiche Speisegeschirr samt Tafelaufsatzschalen von den Nachkommen König Alberts für 16.000 RM kaufte (Kopien der Kaufbelege anbei). Seine Glas- und Porzellangroßhandlung mit eigenem Bahnanschluss in Dreden-Neustadt überstand die Luftangriffe von 1945 nicht. In weiser Voraussicht hatte er das kostbare Porzellan jedoch zuvor in einem abgelegenen Bergstollen versteckt. Um einer Enteignung nach dem Krieg zu entgehen wurde das Porzellan auch zu DDR Zeiten unbemerkt in unauffälligen und nicht abschließbaren Kellerräumen gelagert. Gemeinsam mit Los 611 und 612 werden diese Teile des lange verschollenen Services aus dem Nachlass von Martin Richter zum ersten Mal seit seiner Ausführung im Auftrag des Könighauses Sachsen in einer Auktion angeboten. Lit.: Originalrechnung (Kopien anbei) und "Schwanenservice, Meissener Porzellan f. H. Graf von Brühl", Hrsg. Ulrich Pietsch, Dresden 2000, S. 82-84. | MEISSEN 8 parts from the 'Swan Service' of King Albert of Saxony, 1897/98, Redesign of the famous 'swan dish', originally designed by Johann Joachim Kaendler in 1737 for Count Heinrich von Brühl, attached 6 soup plates, D 24 cm each with swans, fish and herons in relief as well as a soup tureen with lid knob in the shape of a dolphin, D 17, 5 cm and a lower bowl, D 27 cm. Each with the Saxon house coat of arms of King Albert (1828-1902) and the Wasa coat of arms of the Swedish-born Queen Carola (1833-1907) under the Saxon royal crown. The undersides with the contemporary pommel sword marks. The pieces come from the royal service, which includes a total of over 220 pieces, which Queen Carola commissioned for her husband. Historical sources provide evidence of a visit by the queen to the Meissner factory in August 1897 to request a list of all existing forms of swan service. No documents have yet been found about the final order or its scope. In contrast to the 'Brühl Swan Service', the present parts were decorated in pastel colors according to the taste of the time. What is known is that the Dresden Freemason and porcelain wholesaler Martin Richter bought the extensive dinnerware including centerpiece bowls from King Albert's descendants for 16,000 RM in July 1942 (copies of the purchase receipts attached). His glass and porcelain wholesaler with its own rail connection in Dreden-Neustadt did not survive the air raids of 1945. However, with wise foresight, he had previously hidden the valuable porcelain in a remote mountain tunnel. In order to avoid expropriation after the war, the porcelain was stored unnoticed in inconspicuous and non-lockable basement rooms during the GDR era. Together with lots 611 and 612, these parts of the long-lost service from Martin Richter's estate are being offered at auction for the first time since it wa

Auktionsarchiv: Los-Nr. 610
Beschreibung:

Neuausformung des berühmten 'Schwanendessins', ursprünglich von Johann Joachim Kaendler 1737 für den Graf Heinrich von Brühl entworfen, anbei 6 Suppenteller, D je 24 cm mit Schwänen, Fischen und Reihern im Relief sowie eine Suppenterrine mit Deckelknauf in Form eines Delfins, D 17, 5 cm und eine Unterschale, D 27 cm. Jeweils mit dem sächsischen Hauswappen König Alberts (1828-1902) und dem Wasa-Wappen der schwedisch stämmigen Königin Carola (1833-1907) unter der sächsischen Königskrone versehen. Die Unterseiten sind mit den zeitgenössischen Knaufschwertermarken, 1. Wahl, versehen. Die Teile stammen aus dem insgesamt über 220 Teile umfassenden königlichen Service, welches Königin Carola für ihren Gatten in Auftrag gab. Historische Quellen belegen einen Besuch der Königin in der Meissner Manufaktur im August 1897, um eine Auflistung aller noch vorhandenen Formen des Schwanenservices zu erfragen. Über den endgültigen Auftrag und dessen Umfang wurden bislang keine Unterlagen gefunden. Im Unterschied zum 'Brühlschen Schwanenservice' wurden die vorliegenden Teile nach dem damaligen Zeitgeschmack pastelltonig staffiert. Bekannt ist, dass der Dresdner Freimaurer und Porzellangroßhändler Martin Richter im Juli 1942 das umfangreiche Speisegeschirr samt Tafelaufsatzschalen von den Nachkommen König Alberts für 16.000 RM kaufte (Kopien der Kaufbelege anbei). Seine Glas- und Porzellangroßhandlung mit eigenem Bahnanschluss in Dreden-Neustadt überstand die Luftangriffe von 1945 nicht. In weiser Voraussicht hatte er das kostbare Porzellan jedoch zuvor in einem abgelegenen Bergstollen versteckt. Um einer Enteignung nach dem Krieg zu entgehen wurde das Porzellan auch zu DDR Zeiten unbemerkt in unauffälligen und nicht abschließbaren Kellerräumen gelagert. Gemeinsam mit Los 611 und 612 werden diese Teile des lange verschollenen Services aus dem Nachlass von Martin Richter zum ersten Mal seit seiner Ausführung im Auftrag des Könighauses Sachsen in einer Auktion angeboten. Lit.: Originalrechnung (Kopien anbei) und "Schwanenservice, Meissener Porzellan f. H. Graf von Brühl", Hrsg. Ulrich Pietsch, Dresden 2000, S. 82-84. | MEISSEN 8 parts from the 'Swan Service' of King Albert of Saxony, 1897/98, Redesign of the famous 'swan dish', originally designed by Johann Joachim Kaendler in 1737 for Count Heinrich von Brühl, attached 6 soup plates, D 24 cm each with swans, fish and herons in relief as well as a soup tureen with lid knob in the shape of a dolphin, D 17, 5 cm and a lower bowl, D 27 cm. Each with the Saxon house coat of arms of King Albert (1828-1902) and the Wasa coat of arms of the Swedish-born Queen Carola (1833-1907) under the Saxon royal crown. The undersides with the contemporary pommel sword marks. The pieces come from the royal service, which includes a total of over 220 pieces, which Queen Carola commissioned for her husband. Historical sources provide evidence of a visit by the queen to the Meissner factory in August 1897 to request a list of all existing forms of swan service. No documents have yet been found about the final order or its scope. In contrast to the 'Brühl Swan Service', the present parts were decorated in pastel colors according to the taste of the time. What is known is that the Dresden Freemason and porcelain wholesaler Martin Richter bought the extensive dinnerware including centerpiece bowls from King Albert's descendants for 16,000 RM in July 1942 (copies of the purchase receipts attached). His glass and porcelain wholesaler with its own rail connection in Dreden-Neustadt did not survive the air raids of 1945. However, with wise foresight, he had previously hidden the valuable porcelain in a remote mountain tunnel. In order to avoid expropriation after the war, the porcelain was stored unnoticed in inconspicuous and non-lockable basement rooms during the GDR era. Together with lots 611 and 612, these parts of the long-lost service from Martin Richter's estate are being offered at auction for the first time since it wa

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