Auktionsarchiv: Los-Nr. 38

Max Liebermann - Mutter mit Kind

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 38

Max Liebermann - Mutter mit Kind

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Max Liebermann
Mutter mit Kind
1898
Pastell auf bräunlichem Papier, auf Keilrahmen aufgezogen. 75,5 x 56 cm. Gerahmt. Unten links schwarz signiert und datiert 'MLiebermann 98'. Rückseitig von fremder Hand betitelt "Mutter und Kind", mit den handschriftlichen Nummern "86" und "4119" sowie schwer leserlich bezeichnet. - Mit drei professionell restaurierten Einrissen in den Ecken, ansonsten in guter und sehr farbfrischer Erhaltung.Mit dem signierten und datierten Werk „Mutter und Kind“ kommt ein ungewöhnlich großes Pastell von Max Liebermann mit einem holländischen Motiv zum Aufruf. Die außergewöhnliche Arbeit gewinnt ihren Reiz durch die Lichtführung und die souveräne Handhabung der Pastellkreiden.
Mit dem vorliegenden Pastell wiederholte Liebermann ein Gemälde gleichen Themas von 1890. Wie die gemalte Fassung zeigt es eine junge Holländerin mit ihrem Säugling in einem sparsam eingerichteten Raum. Die junge Frau sitzt im Gegenlicht vor einem Sprossenfenster und stillt ihr Neugeborenes. Die Teekanne mit Stövchen auf dem Tisch und die groben Holzschuhe betonen die von Liebermann so bewunderte Genügsamkeit und gleichzeitige Zufriedenheit der holländischen Gesellschaft. Das Pastell ist zu einer Zeit Ende der 1890er Jahre entstanden, als für den Maler Probleme des Lichts und des Atmosphärischen in den Vordergrund rückten, er parallel zu den verdichteten Landschaften gänzlich neue von Licht und lebensvoller Wärme bestimmte Werke schuf und damit seine impressionistische Phase einleitete. Werke wie „Mutter und Kind“ gehören zu den schönsten Pastellen des Künstlers. Die leuchtende, perlmuttartige Farbigkeit und das durchs Fenster einfallende Licht verleihen dem Motiv eine Leichtigkeit, die etwas vom Zauber der Bilder Renoirs hat.ProvenienzPaul Cassirer, Berlin; Otto Rücker-Emden, Hamburg; Privatsammlung Schweiz; Privatbesitz Baden-Württemberg; Kunsthaus Lempertz, Köln, Auktion 712, Moderne Kunst, 3. Dezember 1994, Lot 213; Privatbesitz Nordrhein-WestfalenLiteraturhinweiseLothar Brieger, Das Pastell, seine Geschichte und seine Meister, Berlin o.J. [1925], S. 410 mit Abb.; Matthias Eberle, Max Liebermann 1847-1935. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, München 1995, Bd. I, S. 360AusstellungInternationaler Kunstmarkt Düsseldorf, 12.-17. November 1982 (auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett); Deutsche Kunst und Antiquitäten Messe München (auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett)

Auktionsarchiv: Los-Nr. 38
Beschreibung:

Max Liebermann
Mutter mit Kind
1898
Pastell auf bräunlichem Papier, auf Keilrahmen aufgezogen. 75,5 x 56 cm. Gerahmt. Unten links schwarz signiert und datiert 'MLiebermann 98'. Rückseitig von fremder Hand betitelt "Mutter und Kind", mit den handschriftlichen Nummern "86" und "4119" sowie schwer leserlich bezeichnet. - Mit drei professionell restaurierten Einrissen in den Ecken, ansonsten in guter und sehr farbfrischer Erhaltung.Mit dem signierten und datierten Werk „Mutter und Kind“ kommt ein ungewöhnlich großes Pastell von Max Liebermann mit einem holländischen Motiv zum Aufruf. Die außergewöhnliche Arbeit gewinnt ihren Reiz durch die Lichtführung und die souveräne Handhabung der Pastellkreiden.
Mit dem vorliegenden Pastell wiederholte Liebermann ein Gemälde gleichen Themas von 1890. Wie die gemalte Fassung zeigt es eine junge Holländerin mit ihrem Säugling in einem sparsam eingerichteten Raum. Die junge Frau sitzt im Gegenlicht vor einem Sprossenfenster und stillt ihr Neugeborenes. Die Teekanne mit Stövchen auf dem Tisch und die groben Holzschuhe betonen die von Liebermann so bewunderte Genügsamkeit und gleichzeitige Zufriedenheit der holländischen Gesellschaft. Das Pastell ist zu einer Zeit Ende der 1890er Jahre entstanden, als für den Maler Probleme des Lichts und des Atmosphärischen in den Vordergrund rückten, er parallel zu den verdichteten Landschaften gänzlich neue von Licht und lebensvoller Wärme bestimmte Werke schuf und damit seine impressionistische Phase einleitete. Werke wie „Mutter und Kind“ gehören zu den schönsten Pastellen des Künstlers. Die leuchtende, perlmuttartige Farbigkeit und das durchs Fenster einfallende Licht verleihen dem Motiv eine Leichtigkeit, die etwas vom Zauber der Bilder Renoirs hat.ProvenienzPaul Cassirer, Berlin; Otto Rücker-Emden, Hamburg; Privatsammlung Schweiz; Privatbesitz Baden-Württemberg; Kunsthaus Lempertz, Köln, Auktion 712, Moderne Kunst, 3. Dezember 1994, Lot 213; Privatbesitz Nordrhein-WestfalenLiteraturhinweiseLothar Brieger, Das Pastell, seine Geschichte und seine Meister, Berlin o.J. [1925], S. 410 mit Abb.; Matthias Eberle, Max Liebermann 1847-1935. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien, München 1995, Bd. I, S. 360AusstellungInternationaler Kunstmarkt Düsseldorf, 12.-17. November 1982 (auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett); Deutsche Kunst und Antiquitäten Messe München (auf der Rahmenrückwand mit dem Etikett)

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