JAN BRUEGHEL d. J. und FRANS FRANCKEN d. J. (1601 Antwerpen 1678) (1581 Antwerpen 1642) Madonna und Kind mit der Heiligen Anna und Johannes dem Täufer umrahmt von einer Blumengirlande. Öl auf Holz. Unten rechts innerhalb der Kartusche signiert: ffranck. 54,7 × 41,6 cm. Provenienz: - Galerie Sanct Lucas, Wien. - Privatsammlung Wien. - Newhouse Galleries, New York, Nr. 15560 (verso mit Etikett). - Sammlung Mr. and Mrs. F. Howard Walsh, Forth Worth, TX. - Walsh Family Art Trust. - Privatsammlung. “Maria und Kind mit St. Anna und Johannes dem Täufer umgeben von einer Blumengirlande” ist ein in Kollaboration zwischen Jan Brueghel d.J. und Frans Francken d.J. entstandenes Gemälde, welches sich in jenen Darstellungstypus einreiht, der in zentral im Bild platzierten Kartuschen religiöse Szenen zeigt, die von einer Blumengirlande umgeben sind und sich insbesondere im Antwerpen des 17. Jahrhunderts grosser Beliebtheit erfreute. Bei dieser Art des Bildtypus ist es üblich, dass die Blumen von einer Künstlerhand ausgeführt sind, während die figurativen Elemente von anderer Hand in die Kartusche gemalt wurden. Meist stehen dabei die dargestellten Blumen in direktem ikonographischem Zusammenhang zu den gezeigten Heiligen, so finden sich beispielsweise Schwertlilien, Maiglöckchen, Akeleien und Nelken als Verweise auf die Muttergottes bzw. als deren Attribute. Das hier angebotene Gemälde ist ein äusserst qualitätsvolles und durch seine lebendige Farbigkeit höchst attraktives Beispiel dieses Gemäldetyps. Vor einem dunklen Hintergrund, der den farbenfrohen Blüten zusätzliche Leuchtkraft verleiht, platziert Jan Brueghel d.J. ein detailliert gemaltes Blumenarrangement, welches als Kranz die achteckige Kartusche im Mittelpunkt der Komposition umgibt. In der Kartusche sind die Heiligen Maria und Anna mit dem Christusknaben und dem kindlichen Heiligen Johannes dargestellt, die Brueghels antwerpener Malerkollege, Francken d.J., vor einem drapierten Vorhang in der für ihn typischen, gekonnt einfühlsam-weichen Manier darstellt. Die äusserst produktive Werkstatt Franckens mit seinen Söhnen Frans III. (1607–1667), Ambrosius III. (1614–1662) und Hieronymus III. (1611–1661) mag vor allem im Hintergrund ebenfalls beteiligt gewesen sein. Im vorliegenden Gemälde wird deutlich, weshalb Jan Brueghel der 1625 die Werkstatt seines Vaters weiterführte, als einer der bedeutendsten Spezialisten für die Malerei derartiger Blumenkränze galt. Zudem steht der kollaborative Charakter des Bildtypus der Heiligendarstellungen mit Blumengirlanden für einen lebendigen und fruchtbaren künstlerischen Austausch, der, wie beim hier zum Verkauf stehenden Gemälde deutlich wird, zu höchst dekorativen und kunsthistorisch sehr interessanten malerischen Werken führte.
JAN BRUEGHEL d. J. und FRANS FRANCKEN d. J. (1601 Antwerpen 1678) (1581 Antwerpen 1642) Madonna und Kind mit der Heiligen Anna und Johannes dem Täufer umrahmt von einer Blumengirlande. Öl auf Holz. Unten rechts innerhalb der Kartusche signiert: ffranck. 54,7 × 41,6 cm. Provenienz: - Galerie Sanct Lucas, Wien. - Privatsammlung Wien. - Newhouse Galleries, New York, Nr. 15560 (verso mit Etikett). - Sammlung Mr. and Mrs. F. Howard Walsh, Forth Worth, TX. - Walsh Family Art Trust. - Privatsammlung. “Maria und Kind mit St. Anna und Johannes dem Täufer umgeben von einer Blumengirlande” ist ein in Kollaboration zwischen Jan Brueghel d.J. und Frans Francken d.J. entstandenes Gemälde, welches sich in jenen Darstellungstypus einreiht, der in zentral im Bild platzierten Kartuschen religiöse Szenen zeigt, die von einer Blumengirlande umgeben sind und sich insbesondere im Antwerpen des 17. Jahrhunderts grosser Beliebtheit erfreute. Bei dieser Art des Bildtypus ist es üblich, dass die Blumen von einer Künstlerhand ausgeführt sind, während die figurativen Elemente von anderer Hand in die Kartusche gemalt wurden. Meist stehen dabei die dargestellten Blumen in direktem ikonographischem Zusammenhang zu den gezeigten Heiligen, so finden sich beispielsweise Schwertlilien, Maiglöckchen, Akeleien und Nelken als Verweise auf die Muttergottes bzw. als deren Attribute. Das hier angebotene Gemälde ist ein äusserst qualitätsvolles und durch seine lebendige Farbigkeit höchst attraktives Beispiel dieses Gemäldetyps. Vor einem dunklen Hintergrund, der den farbenfrohen Blüten zusätzliche Leuchtkraft verleiht, platziert Jan Brueghel d.J. ein detailliert gemaltes Blumenarrangement, welches als Kranz die achteckige Kartusche im Mittelpunkt der Komposition umgibt. In der Kartusche sind die Heiligen Maria und Anna mit dem Christusknaben und dem kindlichen Heiligen Johannes dargestellt, die Brueghels antwerpener Malerkollege, Francken d.J., vor einem drapierten Vorhang in der für ihn typischen, gekonnt einfühlsam-weichen Manier darstellt. Die äusserst produktive Werkstatt Franckens mit seinen Söhnen Frans III. (1607–1667), Ambrosius III. (1614–1662) und Hieronymus III. (1611–1661) mag vor allem im Hintergrund ebenfalls beteiligt gewesen sein. Im vorliegenden Gemälde wird deutlich, weshalb Jan Brueghel der 1625 die Werkstatt seines Vaters weiterführte, als einer der bedeutendsten Spezialisten für die Malerei derartiger Blumenkränze galt. Zudem steht der kollaborative Charakter des Bildtypus der Heiligendarstellungen mit Blumengirlanden für einen lebendigen und fruchtbaren künstlerischen Austausch, der, wie beim hier zum Verkauf stehenden Gemälde deutlich wird, zu höchst dekorativen und kunsthistorisch sehr interessanten malerischen Werken führte.
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