Auktionsarchiv: Los-Nr. 340

Max Beckmann

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Jahrmarkt
Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Weitere Abbildung Jahrmarkt. 1921. Mappe mit zehn Kaltnadelradierungen sowie Titelblatt, Inhaltsverzeichnis und Impressum, herausgegeben vom Verlag der Marées Gesellschaft, R. Piper & Co., München 1922. Hofmaier 191-200, jeweils B b (von C b bzw. D). Alle signiert. Im Impressum typografisch nummeriert. Aus einer Auflage von 125 Exemplaren auf diesem Papier. Auf Velin. Bis 33,5 x 25,7 cm (13,1 x 10,1 in). Papier: jeweils ca. 53 x 38 cm (20,9 x 15 in). Lose Bögen in Original-Passepartouts mit Nummernprägung. Jeweils mit dem Trockenstempel der Marées Gesellschaft. Gedruckt von Franz Hanfstaengl, München, und Otto von Holten, Berlin. Enthalten sind: Der Ausrufer (Selbstbildnis). Garderobe. Hinter den Kulissen. Schiessbude. Der grosse Mann. Der Neger. Das Karussell. Die Seiltänzer. Niggertanz. Schlangendame. Ein loser Bogen mit dem Kürzel "MG" in gotischer Schrift. Textblätter auf Bütten, Doppelbögen mit Original-Fadenbindung. In Original-Halbleinenmappe mit dem geprägten Künstlernamen, Titel und der Vignette der Marées-Gesellschaft. Vollständig. [DB]. PROVENIENZ: Privatsammlung Süddeutschland. AUSSTELLUNG: Max Beckmann "Jahrmarkt", Kunstmuseum Bern 4.4.-25.6.2006 (ohne Katalog, wohl anderes Exemplar). LITERATUR: Andreas Stolzenburg, Max Beckmann Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung Hegewisch in der Hamburger Kunsthalle, Teil 3: Max Beckmann Jahrmarkt (1921) und Berliner Reise (1922), Ausst.Kat. Kunsthalle Hamburg 10.9.2006-21.1.2007, Bremen 2005, Kat.Nr. 23.1-10, S. 92-103 (mit Farbabb.). Gegen den Widerstand der Familie setzt Max Beckmann am Ende seiner Schulzeit durch, dass er Maler werden darf. Seine Ausbildung erhält er von 1900 bis 1903 an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar, hauptsächlich bei dem norwegischen Landschaftsmaler Carl Frithjof Smith. Nach dem Studienabschluss und einigen Aufenthalten in Paris, Genf und Florenz lässt sich Beckmann 1907 in Berlin nieder und wird Mitglied der dortigen Sezession. Bei Kriegsausbruch meldet er sich freiwillig als Berufssoldat. Als Beckmann 1915 vom Militär entlassen wird, zieht er nach Frankfurt am Main, wo er bis 1933 an der Städel-Kunstschule unterrichtet. Sein malerisches und grafisches Frühwerk steht stilistisch noch unter dem Einfluss des deutschen Impressionismus. Gegen Ende der 1910er Jahre und damit im Anschluss an die Erlebnisse des Ersten Weltkrieges, dessen Grauen er als Sanitäter miterlebt und in zahlreichen Skizzen zu verarbeiten sucht, findet er zu einer die Klarheit von Form und Ausdruck betonenden expressionistischen Bildsprache. Die kantigen Formen und expressiven Gesten, welche fortan zu Markenzeichen des Künstlers werden, kann Beckmann in den frühen 1920er Jahren besonders durch das lineare Medium der Grafik zum Höhepunkt ihres Ausdrucksvermögens steigern. Die Serie "Jahrmarkt" ist ein meisterliches Dokument dieses reifen Stils und zählt nicht zuletzt aus diesem Grund zu den bedeutendsten druckgrafischen Folgen des Expressionismus. Artisten und Schausteller mit ihren Masken und Kostümierungen sind die Akteure des Beckmannschen Welttheaters. So porträtiert er sich selbst im ersten Blatt als Seher und Ausrufer dieses Panoptikums. Hofmaier verweist darauf, dass unter den Dargestellten verschiedene Freunde und Bekannte des Künstlers zu finden sind. Beckmann wählt unterschiedliche Plattenformate für diese außergewöhnliche Druckfolge. Am 1. Juni 1921 schreibt der Künstler an den Verleger Reinhard Piper: "Heute sind die Kupferplatten gekommen. Ich freue mich nun darauf von einer Kupferplatte zur anderen zu reisen. Teilweise werde ich sie in Österreich fertig machen wo ich den Prater mir auch ansehen will bei Wien" (zit. nach: James Hofmaier. Max Beckmann Catalogue raisonné of his prints, Bd. II, Bern 1990, S. 497). Mit zunehmender Macht der Nationalsozialisten erfährt der Künstler in den 1930er Jahren eine immer

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Jahrmarkt
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