SALOME NIMMT DAS HAUPT DES HEILIGEN JOHANNES ENTGEGEN Öl auf Leinwand. 183 x 137 cm.
Großformatige Darstellung der Legende aus dem neuen Testament, wonach auf Wunsch der Königstochter Salome der Heilige Johannes enthauptet wurde. Hier ist gezeigt, wie sie mit leicht heroischem Ausdruck, aber distanziertem Blick das abgeschlagene Haupt in einer Blutschüssel entgegen nimmt, das ihr der Henker überreícht. Salome links stehend in goldgelbem Kleid mit blauer Scherpenbinde und orientalischem Halsschmuck mit türkisblauen Kugeln und Goldplättchen, das schwarze Haar fällt über den Rücken und die rechte Schulter zur Brust herab. Der Ärmel des Kleides, welcher links weit hinabzieht, vermittelt der Figur einen leicht lasziven Aspekt, ebenso das locker fallende Haar, in dem ein Efeukranz eingebunden ist. Dieser ist nach antiker Tradition das Symbol des berauschenden Weines, als Farbeffekt leuchtet das Stirnband rot auf. Der Henker mit entkleidetem Oberkörper jugendlich wiedergegeben, sein Fellrock mit metallenem Gürtel gebunden, mit beiden Händen hält er die Schale der jungen Herrscherin entgegen. Über beiden Gestalten erhebt sich dominierend Mariamne, die Mutter Salomes und Gattin des Herodes, welche die eigentliche Anstifterin zu dieser Untat darstellt. Demgemäß ist auch ihr überlegener Blick zu deuten, die Gestalt in dunkle Kleidung gehüllt, mit dunkelgrünem Ärmel über rotem Brokatmantel, den sie mit der rechten Hand hochzieht. Am Hals eine orientalische Kette nach ägyptisierendem Vorbild, rechts hinten eine ansteigende Treppe mit Säule. Das Gemälde ist von hoher Qualität, in stilistischer Verwandtschaft mit den Großmeistern der Zeit wie Feuerbach, Makart oder Piloty. Dementsprechend ist die biblische Szenerie auch mit psychologischer Raffinesse aufgefasst worden, was in dieser Zeit nicht zuletzt auch zum Text einer Oper von Richard Strauss geführt hat. (880993)
SALOME NIMMT DAS HAUPT DES HEILIGEN JOHANNES ENTGEGEN Öl auf Leinwand. 183 x 137 cm.
Großformatige Darstellung der Legende aus dem neuen Testament, wonach auf Wunsch der Königstochter Salome der Heilige Johannes enthauptet wurde. Hier ist gezeigt, wie sie mit leicht heroischem Ausdruck, aber distanziertem Blick das abgeschlagene Haupt in einer Blutschüssel entgegen nimmt, das ihr der Henker überreícht. Salome links stehend in goldgelbem Kleid mit blauer Scherpenbinde und orientalischem Halsschmuck mit türkisblauen Kugeln und Goldplättchen, das schwarze Haar fällt über den Rücken und die rechte Schulter zur Brust herab. Der Ärmel des Kleides, welcher links weit hinabzieht, vermittelt der Figur einen leicht lasziven Aspekt, ebenso das locker fallende Haar, in dem ein Efeukranz eingebunden ist. Dieser ist nach antiker Tradition das Symbol des berauschenden Weines, als Farbeffekt leuchtet das Stirnband rot auf. Der Henker mit entkleidetem Oberkörper jugendlich wiedergegeben, sein Fellrock mit metallenem Gürtel gebunden, mit beiden Händen hält er die Schale der jungen Herrscherin entgegen. Über beiden Gestalten erhebt sich dominierend Mariamne, die Mutter Salomes und Gattin des Herodes, welche die eigentliche Anstifterin zu dieser Untat darstellt. Demgemäß ist auch ihr überlegener Blick zu deuten, die Gestalt in dunkle Kleidung gehüllt, mit dunkelgrünem Ärmel über rotem Brokatmantel, den sie mit der rechten Hand hochzieht. Am Hals eine orientalische Kette nach ägyptisierendem Vorbild, rechts hinten eine ansteigende Treppe mit Säule. Das Gemälde ist von hoher Qualität, in stilistischer Verwandtschaft mit den Großmeistern der Zeit wie Feuerbach, Makart oder Piloty. Dementsprechend ist die biblische Szenerie auch mit psychologischer Raffinesse aufgefasst worden, was in dieser Zeit nicht zuletzt auch zum Text einer Oper von Richard Strauss geführt hat. (880993)
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