Auktionsarchiv: Los-Nr. 2602

Heym, Hermann 2 Briefe + Beilagen

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 2602

Heym, Hermann 2 Briefe + Beilagen

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

» größer - Heym, Hermann, Vater Georg Heyms, Reichsmilitärstaatsanwalt (1850-1920). 2 eigh. Briefe m. U. "Heym". Zus. 3 1 / 2 S. auf 2 Doppelbl. Gr. 8vo. Marienfelde bei Berlin 14.III. und 18.V.1913. An Wilhelm Simon Guttmann , den Entdecker Georg Heyms, Schriftsteller, z. T. unter dem Namen "W. S. Ghuttman", Gründungsmitglied in Kurt Hillers "Neuem Club", später Dadaist, Spartakist und Pressefoto-Agent (1891-1990). "... Unter Zurückgabe des anliegenden Schreibens des Verlages Kurt Wolff wiederhole ich meine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung den Gedichten unseres Sohnes Georg im 'Neuen Pathos' unter der Voraussetzung, daß mir die Gedichte vor der Drucklegung zugehen und ich mir im einzelnen Falle die Versagung der Veröffentlichung vorbehalte ...". Auch setze er voraus, daß Guttmann den Verlag Kurt Wolff ausdrücklich informiert habe, "daß es sich bei diesen Veröffentlichungen um solche Gedichte handelt, welche sich nachträglich im Nachlaß unseres Georg vorgefunden haben und welche in den Gedichtbänden: Der ewige Tag bzw. Umbra vitae nicht enthalten sind [14.III.1913] ... Ihnen für die Übersendung der inliegend zurückgesandten Abschriften bestens dankend erkläre ich mich mit der Aufnahme in die von Ihnen geplante Zeitschrift einverstanden. Ich setze voraus, daß Sie sich auch des Einverständnisses des Verlegers Rowohlt in Leipzig versichert haben, ohne dessen Zustimmung ich nach dem Vertrag nicht verfügen darf ..." [18.V.1913]. - Der "Neue Club" plante eine Zeitschrift "Neopathos" , von der aber nur die Druckfahnen für das erste Heft produziert wurden. Es erschien dann die Zeitschrift "Das Neue Pathos", von der aber auch nur zwei Hefte herauskamen, bevor sie in ein Jahrbuch umgewandelt wurde. - Dabei: Wilhelm Simon Guttmann. Eigh. Postkarte m. U. "WS.G." 1 1 / 2 S. (Berlin 18.VII.1911). - An Georg Heyms Freund Erwin Loewenson. "... I. Der Plan ist abgeschickt. Unger hatte mich morgens 8 Uhr, Sonntag, zu sich bestellt. War dann einfach nicht zu Hause. Ich tobsüchtig, schickte den Plan, den ich mit ihm hatte fabrizieren wollen, ab. - II. Habe aber bereits vor Empfang Ihrer Karte eine an R. gesandt. Kaum habe ich den Plan abgeschickt, als Reue mich packt. Aus diesen Schnitzeln ist natürlich gar nichts zu ersehen (Wahrscheinlich ist da sogar durch die Verkürzung der Gedanken alles ganz anders, als ich's meine). Lassen Sie sich also nicht durch den blöden Tonfall meines letzten Briefes abhalten ... III. Die Welt ist eine zionistische Zeitschrift. Wollen Sie das denn nicht begreifen? 'Rache' paßt mir ja auch nicht, aber dann doch schon lieber: 'Der leibhaftige Satan! Tobsucht oder Wutanfall! Das Klystier! Der Perfekte Dämoniker' oder so. - IV. v. H. [van Hoddis?] ist wieder hier. Unger wohnt bei sich. - V. Zu Heyms eigner Tobsucht ist im letzten Pan ein blöder Artikel über ihn von Hiller. - VI. Habe ich mit dem Verleger Bard geredet ...". - Ferner beiliegend: 1 masch. Brief des Berliner Rechtsanwalts Max Cohn an Hermann Heym über dessen erwarteten Besuch: "... Es wäre mir lieb, wenn Sie mir die übersandten Gedichte, die ich an Herrn Guttmann zurückgeschickt habe, gütigst wieder mitbringen würden, evtl. mit dem Nachwort, wenn Herr Guttmann Ihnen dieses schon zugänglich gemacht hat ..." [11.III.1912] - 1 masch. Brief des Verlegers Ernst Rowohlt an Erwin Loewenson : "... Im Auftrage des Herrn Geheimrat Heym erlaube ich mir Ihnen anbei ein gebd. Exemplar von UMBRA VITAE zu übersenden. Herr Geheimrat Heym spricht Ihnen seinen verbindlichsten Dank für Ihre Bemühungen in der Angelegenheit aus und ich füge mich dieser Danksagung ganz ergebenst an ..." [4.VII.1912]. - Dieser Brief mit größerem, aber unterlegtem Einriss beim Namenszug. - 1 masch. Brief des Kurt Wolff Verlags an Wilhelm Simon Guttmann : "... Ich bin damit einverstanden, dass Sie Gedichte von Georg Heym im 'Neuen Pathos' veröffentlichen, falls entweder im Text, oder in dem Anzeigenteil darauf hingewiesen wird, dass die Werke Georg Heyms in meinem V

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2602
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
Beschreibung:

» größer - Heym, Hermann, Vater Georg Heyms, Reichsmilitärstaatsanwalt (1850-1920). 2 eigh. Briefe m. U. "Heym". Zus. 3 1 / 2 S. auf 2 Doppelbl. Gr. 8vo. Marienfelde bei Berlin 14.III. und 18.V.1913. An Wilhelm Simon Guttmann , den Entdecker Georg Heyms, Schriftsteller, z. T. unter dem Namen "W. S. Ghuttman", Gründungsmitglied in Kurt Hillers "Neuem Club", später Dadaist, Spartakist und Pressefoto-Agent (1891-1990). "... Unter Zurückgabe des anliegenden Schreibens des Verlages Kurt Wolff wiederhole ich meine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung den Gedichten unseres Sohnes Georg im 'Neuen Pathos' unter der Voraussetzung, daß mir die Gedichte vor der Drucklegung zugehen und ich mir im einzelnen Falle die Versagung der Veröffentlichung vorbehalte ...". Auch setze er voraus, daß Guttmann den Verlag Kurt Wolff ausdrücklich informiert habe, "daß es sich bei diesen Veröffentlichungen um solche Gedichte handelt, welche sich nachträglich im Nachlaß unseres Georg vorgefunden haben und welche in den Gedichtbänden: Der ewige Tag bzw. Umbra vitae nicht enthalten sind [14.III.1913] ... Ihnen für die Übersendung der inliegend zurückgesandten Abschriften bestens dankend erkläre ich mich mit der Aufnahme in die von Ihnen geplante Zeitschrift einverstanden. Ich setze voraus, daß Sie sich auch des Einverständnisses des Verlegers Rowohlt in Leipzig versichert haben, ohne dessen Zustimmung ich nach dem Vertrag nicht verfügen darf ..." [18.V.1913]. - Der "Neue Club" plante eine Zeitschrift "Neopathos" , von der aber nur die Druckfahnen für das erste Heft produziert wurden. Es erschien dann die Zeitschrift "Das Neue Pathos", von der aber auch nur zwei Hefte herauskamen, bevor sie in ein Jahrbuch umgewandelt wurde. - Dabei: Wilhelm Simon Guttmann. Eigh. Postkarte m. U. "WS.G." 1 1 / 2 S. (Berlin 18.VII.1911). - An Georg Heyms Freund Erwin Loewenson. "... I. Der Plan ist abgeschickt. Unger hatte mich morgens 8 Uhr, Sonntag, zu sich bestellt. War dann einfach nicht zu Hause. Ich tobsüchtig, schickte den Plan, den ich mit ihm hatte fabrizieren wollen, ab. - II. Habe aber bereits vor Empfang Ihrer Karte eine an R. gesandt. Kaum habe ich den Plan abgeschickt, als Reue mich packt. Aus diesen Schnitzeln ist natürlich gar nichts zu ersehen (Wahrscheinlich ist da sogar durch die Verkürzung der Gedanken alles ganz anders, als ich's meine). Lassen Sie sich also nicht durch den blöden Tonfall meines letzten Briefes abhalten ... III. Die Welt ist eine zionistische Zeitschrift. Wollen Sie das denn nicht begreifen? 'Rache' paßt mir ja auch nicht, aber dann doch schon lieber: 'Der leibhaftige Satan! Tobsucht oder Wutanfall! Das Klystier! Der Perfekte Dämoniker' oder so. - IV. v. H. [van Hoddis?] ist wieder hier. Unger wohnt bei sich. - V. Zu Heyms eigner Tobsucht ist im letzten Pan ein blöder Artikel über ihn von Hiller. - VI. Habe ich mit dem Verleger Bard geredet ...". - Ferner beiliegend: 1 masch. Brief des Berliner Rechtsanwalts Max Cohn an Hermann Heym über dessen erwarteten Besuch: "... Es wäre mir lieb, wenn Sie mir die übersandten Gedichte, die ich an Herrn Guttmann zurückgeschickt habe, gütigst wieder mitbringen würden, evtl. mit dem Nachwort, wenn Herr Guttmann Ihnen dieses schon zugänglich gemacht hat ..." [11.III.1912] - 1 masch. Brief des Verlegers Ernst Rowohlt an Erwin Loewenson : "... Im Auftrage des Herrn Geheimrat Heym erlaube ich mir Ihnen anbei ein gebd. Exemplar von UMBRA VITAE zu übersenden. Herr Geheimrat Heym spricht Ihnen seinen verbindlichsten Dank für Ihre Bemühungen in der Angelegenheit aus und ich füge mich dieser Danksagung ganz ergebenst an ..." [4.VII.1912]. - Dieser Brief mit größerem, aber unterlegtem Einriss beim Namenszug. - 1 masch. Brief des Kurt Wolff Verlags an Wilhelm Simon Guttmann : "... Ich bin damit einverstanden, dass Sie Gedichte von Georg Heym im 'Neuen Pathos' veröffentlichen, falls entweder im Text, oder in dem Anzeigenteil darauf hingewiesen wird, dass die Werke Georg Heyms in meinem V

Auktionsarchiv: Los-Nr. 2602
Auktion:
Datum:
Auktionshaus:
LotSearch ausprobieren

Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!

  • Auktionssuche und Bieten
  • Preisdatenbank und Analysen
  • Individuelle automatische Suchaufträge
Jetzt einen Suchauftrag anlegen!

Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.

Suchauftrag anlegen