Auktionsarchiv: Los-Nr. 18 N

Heinrich Kühn Dresden 1866 - 1944

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Heinrich Kühn Dresden 1866 - 1944

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Beschreibung:

Heinrich Kühn Dresden 1866 - 1944 Birgitz/Innsbruck In Bacino di San Marco, Venezia Um 1898 Kombinationsgummidruck auf strukturiertem Aquarellpapier. 50,6 x 65,7 cm. Oben links mit Tusche signiert. Rückseitig mit Bleistift betitelt. Provenienz Sammlung George Eastman House, Rochester, New York; Sammlung Harvey Shipley und Randall Plummer; Christie's New York, The Miller-Plummer Collection, 8. Oktober 2009, Lot 609; Privatsammlung, USA Ausstellungen Rochester 1983 (International Museum of Photography at George Eastman House) u.a., Particulars: Selections from the Miller-Plummer Collection of Photography; Houston 2011 (The Museum of Fine Arts), Heinrich Kühn: The Perfect Photograph Literatur Alfred Stieglitz (Hg.), Camera Work, Heft 33, New York 1911 (Halbtondruck dieses Motivs, hier betitelt: venice); Particulars: Selections from the Miller-Plummer Collection of Photography, Rochester 1983, Tafel 132 (dieser Abzug); Simone Philippi/Ute Kieseyer (Hg.), Camera Work. The Complete Illustrations 1903 - 1907, Köln u.a. 1997, S. 554 mit Abb.; Monika Faber (Hg.), Heinrich Kuehn and his American Circle. Alfred Stieglitz and Edward Steichen Ausst.kat. Neue Galerie, New York, München u.a. 2012, S. 20 mit Abb. (hier datiert und betitelt: Fishermen on the Canal, 1908) Die Stadt Venedig gehörte zu jenen Reisezielen, die Heinrich Kühn wiederholt aufsuchte, um sie in seinen Bildern festzuhalten. Es mögen die der Stadt eigene Atmosphäre und insbesondere das Licht gewesen sein, die den Photographen anzogen, fügen sich diese Elemente doch auf ideale Weise in seinen Bilderkosmos ein. Seine in den späten 1890er Jahren entstandenen, großformatigen Gummidrucke gleichen eher impressionistischen Studien denn herkömmlichen Photographien, nicht die detailgetreue Wiedergabe des Gesehenen steht hier im Vordergrund, sondern die Betonung des Atmosphärischen sowie die vom Photographen momentan wahrgenommene Stimmung. Über das leicht gekräuselte Wasser, in dessen sanften Wellen sich die den Bildvordergrund bestimmenden Boote spiegeln, wandert der Blick über den Bacino di San Marco auf den Dogenpalast und den Campanile des Markusdoms. Deren zarte Silhouetten trennen das Wasser vom Himmel, der als unbewegt-einheitliche Fläche einen großen Teil des Bildes ausmacht und zu dem die bewegte Wasseroberfläche einen spannungsvollen Kontrast bildet. Kräftige Akzente setzt Kühn durch die sich dunkel abhebende Barke mit den zwei Ruderern links sowie dem Segelboot am rechten Bildrand, deren diagonal verlaufende Ruder, Masten und Taue die Komposition im Zusammenspiel mit den geschwungenen Reflexen auf den Wellen gleichsam in Schwingung versetzen. Kühn steht hier ganz in der Tradition der Vedutenmalerei des 19. Jahrhunderts, die weniger die exakte Darstellung der Architektur, als vielmehr die Wiedergabe stimmungsvoller Reize und genrehafter Details in den Mittelpunkt stellte. Im Jahr 1911 widmete Alfred Stieglitz seinem Kollegen und Freund Heinrich Kühn eine Ausgabe der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Camera Work. Dass auch diese Ansicht Venedigs darin Eingang fand, zeugt von der besonderen Wertschätzung, die beide Photographen dem hier nun als repräsentativem Gummidruck vorliegenden Motiv entgegenbrachten.

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Heinrich Kühn Dresden 1866 - 1944 Birgitz/Innsbruck In Bacino di San Marco, Venezia Um 1898 Kombinationsgummidruck auf strukturiertem Aquarellpapier. 50,6 x 65,7 cm. Oben links mit Tusche signiert. Rückseitig mit Bleistift betitelt. Provenienz Sammlung George Eastman House, Rochester, New York; Sammlung Harvey Shipley und Randall Plummer; Christie's New York, The Miller-Plummer Collection, 8. Oktober 2009, Lot 609; Privatsammlung, USA Ausstellungen Rochester 1983 (International Museum of Photography at George Eastman House) u.a., Particulars: Selections from the Miller-Plummer Collection of Photography; Houston 2011 (The Museum of Fine Arts), Heinrich Kühn: The Perfect Photograph Literatur Alfred Stieglitz (Hg.), Camera Work, Heft 33, New York 1911 (Halbtondruck dieses Motivs, hier betitelt: venice); Particulars: Selections from the Miller-Plummer Collection of Photography, Rochester 1983, Tafel 132 (dieser Abzug); Simone Philippi/Ute Kieseyer (Hg.), Camera Work. The Complete Illustrations 1903 - 1907, Köln u.a. 1997, S. 554 mit Abb.; Monika Faber (Hg.), Heinrich Kuehn and his American Circle. Alfred Stieglitz and Edward Steichen Ausst.kat. Neue Galerie, New York, München u.a. 2012, S. 20 mit Abb. (hier datiert und betitelt: Fishermen on the Canal, 1908) Die Stadt Venedig gehörte zu jenen Reisezielen, die Heinrich Kühn wiederholt aufsuchte, um sie in seinen Bildern festzuhalten. Es mögen die der Stadt eigene Atmosphäre und insbesondere das Licht gewesen sein, die den Photographen anzogen, fügen sich diese Elemente doch auf ideale Weise in seinen Bilderkosmos ein. Seine in den späten 1890er Jahren entstandenen, großformatigen Gummidrucke gleichen eher impressionistischen Studien denn herkömmlichen Photographien, nicht die detailgetreue Wiedergabe des Gesehenen steht hier im Vordergrund, sondern die Betonung des Atmosphärischen sowie die vom Photographen momentan wahrgenommene Stimmung. Über das leicht gekräuselte Wasser, in dessen sanften Wellen sich die den Bildvordergrund bestimmenden Boote spiegeln, wandert der Blick über den Bacino di San Marco auf den Dogenpalast und den Campanile des Markusdoms. Deren zarte Silhouetten trennen das Wasser vom Himmel, der als unbewegt-einheitliche Fläche einen großen Teil des Bildes ausmacht und zu dem die bewegte Wasseroberfläche einen spannungsvollen Kontrast bildet. Kräftige Akzente setzt Kühn durch die sich dunkel abhebende Barke mit den zwei Ruderern links sowie dem Segelboot am rechten Bildrand, deren diagonal verlaufende Ruder, Masten und Taue die Komposition im Zusammenspiel mit den geschwungenen Reflexen auf den Wellen gleichsam in Schwingung versetzen. Kühn steht hier ganz in der Tradition der Vedutenmalerei des 19. Jahrhunderts, die weniger die exakte Darstellung der Architektur, als vielmehr die Wiedergabe stimmungsvoller Reize und genrehafter Details in den Mittelpunkt stellte. Im Jahr 1911 widmete Alfred Stieglitz seinem Kollegen und Freund Heinrich Kühn eine Ausgabe der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Camera Work. Dass auch diese Ansicht Venedigs darin Eingang fand, zeugt von der besonderen Wertschätzung, die beide Photographen dem hier nun als repräsentativem Gummidruck vorliegenden Motiv entgegenbrachten.

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