Geiger, Raimund. Hexensabbat - ein Gespensterfest des j. u. f. Stud. d. K. Akademie. Großplakat. Original-Lithographie in 3 Farben. 80 x 114 cm. Auf festes weißes Papier und Leinengrund montiert. 95 x 125 cm. München, C. Wolf und Sohn, o. J. (1910). DfP III, 974. PiM 272. – Bemerkenswert seltenes Großplakat für das berühmte Schwabinger Künstlerfest der Königlichen Akademie mit dem Motto "Hexensabbat", das als Gespensterkostümfest am "21. u. 12. Jan. in sämtl. Räumen d. Blüte", einer legendären Münchner Lokalität wohl im Jahre 1910 stattfand: "Gespensterfest des Verbandes j. u. f. (junger und freier) Stud. d. K. Akademie". Der Hexen-Sabbat wurde zu einem alljährlich stattfindenden Ball der Münchner Künstler und Bohemiens. Die Veranstaltung erhielt ihren heidnischen Namen von der alten deutschen Sage vom "Hexentanz auf dem Brocken", bei dem an jedem Sabbat die Hexen um den Teufel tanzten, der auf dem Gipfel eines Berges lebte - die Studenten - und ihre Professoren standen dem tollen Treiben nicht nach. So entwarf jedes Jahr einer der Kunststudenten ein neues Plakat für diese Veranstaltung, hier der aus München stammende Raimund Geiger (1889-1968), der zwischen 1909 und 1911 an der Akademie eingeschrieben war und bei Dill und Habermann studierte. Später stellte er dann in der Münchner Secession im Glaspalast aus und wurde als Professor an die Kunstgewerbeschule berufen. Bei seinem Plakat zum Hexenssabbat handelt es sich mit Abstand um das eindrucksvollste, genialste und künstlerisch anspruchsvollste aller Hexensabbat-Plakate, was nicht zuletzt auch die zahlreichen Nachdrucke (im späten 20. Jahrhundert) belegen. Wie ein überdimensionierter Holz- oder Linolschnitt wirkt der leuchtend rote, mit breiten schwarzen Umrissen expressionistisch gezeichnete Teufel auf konturgewaschenem grünen Grund, sein Mund zum diabolischen Lächeln einer Fratze verzerrt. – Kaum sichtbare zwei Mittelknicke, kaum Retuschen, lediglich im breiten weißen Rand einige sauberst retuschierte Stellen, kaum Oberflächenbereibungen, besonders sorgfältig aufgezogen - ein sehr seltenes Originalplakat in außergewöhnlich gutem Zustand. Die letzten internationalen Verkaufspreise bewegen sich zwischen 3000 und 5000, wenn nicht 6000 Euro. Das Motiv diente später dann dem Katalog der Münchner Faschingsplakate als Umschlags-Vorderdeckel.
Geiger, Raimund. Hexensabbat - ein Gespensterfest des j. u. f. Stud. d. K. Akademie. Großplakat. Original-Lithographie in 3 Farben. 80 x 114 cm. Auf festes weißes Papier und Leinengrund montiert. 95 x 125 cm. München, C. Wolf und Sohn, o. J. (1910). DfP III, 974. PiM 272. – Bemerkenswert seltenes Großplakat für das berühmte Schwabinger Künstlerfest der Königlichen Akademie mit dem Motto "Hexensabbat", das als Gespensterkostümfest am "21. u. 12. Jan. in sämtl. Räumen d. Blüte", einer legendären Münchner Lokalität wohl im Jahre 1910 stattfand: "Gespensterfest des Verbandes j. u. f. (junger und freier) Stud. d. K. Akademie". Der Hexen-Sabbat wurde zu einem alljährlich stattfindenden Ball der Münchner Künstler und Bohemiens. Die Veranstaltung erhielt ihren heidnischen Namen von der alten deutschen Sage vom "Hexentanz auf dem Brocken", bei dem an jedem Sabbat die Hexen um den Teufel tanzten, der auf dem Gipfel eines Berges lebte - die Studenten - und ihre Professoren standen dem tollen Treiben nicht nach. So entwarf jedes Jahr einer der Kunststudenten ein neues Plakat für diese Veranstaltung, hier der aus München stammende Raimund Geiger (1889-1968), der zwischen 1909 und 1911 an der Akademie eingeschrieben war und bei Dill und Habermann studierte. Später stellte er dann in der Münchner Secession im Glaspalast aus und wurde als Professor an die Kunstgewerbeschule berufen. Bei seinem Plakat zum Hexenssabbat handelt es sich mit Abstand um das eindrucksvollste, genialste und künstlerisch anspruchsvollste aller Hexensabbat-Plakate, was nicht zuletzt auch die zahlreichen Nachdrucke (im späten 20. Jahrhundert) belegen. Wie ein überdimensionierter Holz- oder Linolschnitt wirkt der leuchtend rote, mit breiten schwarzen Umrissen expressionistisch gezeichnete Teufel auf konturgewaschenem grünen Grund, sein Mund zum diabolischen Lächeln einer Fratze verzerrt. – Kaum sichtbare zwei Mittelknicke, kaum Retuschen, lediglich im breiten weißen Rand einige sauberst retuschierte Stellen, kaum Oberflächenbereibungen, besonders sorgfältig aufgezogen - ein sehr seltenes Originalplakat in außergewöhnlich gutem Zustand. Die letzten internationalen Verkaufspreise bewegen sich zwischen 3000 und 5000, wenn nicht 6000 Euro. Das Motiv diente später dann dem Katalog der Münchner Faschingsplakate als Umschlags-Vorderdeckel.
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