Die Lütticher Revolution – Friedrich Wilhelm II., König v. Preußen (1744-1797). Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 18. Jan. 1790. Fol. (34:21 cm ). 1/ 2 S. ( ) An den preußischen Diplomaten Christian Konrad Wilhelm v. Dohm (1751-1820), Gesandter und bevollmächtigter Minister in Aachen. Von den Nachrichten über den Sturm auf die Bastille in Paris beeinflusst, war es im August 1789 zu einem Aufstand gegen den Fürstbischof gekommen, dieser verließ die Stadt und floh nach Trier. Dohm spielte als Vertreter Preußens eine wesentliche Rolle bei den Verhandlungen mit den Revolutionären, mit deren freiheitlichen Ideen er durchaus sympathisierte. Er versuchte ein gewaltsames Vorgehen zu vermeiden und zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. "… Wir haben aus Eurem zwayten gehorsamsten Bericht vom 12ten Jan: die gerechte Empfindung ersehen, welche Ihr darüber habt, daß man ein verläumderisches Gerücht gegen Euch und den General von Schlieffen (Heinrich Wilhelm Graf v. Schlieffen, 1756-1842) ausgebreitet, als ob die Lütticher Stände einiges Geld für Euch aufgebracht und Ihr deshalb beyde eine Erklärung an die Höfe von Mainz, München und Cölln verlanget, daß Ihr bloß nach Unserer Instruction verfahren. Es ist solches bereits in Unserem Schreiben an den Churfürsten von Mainz, durch den Grafen von Brühl an den Pfälzischen Hof und durch den Geheimen Rath v. Schall bey dem Chur Cöllnischen geschehen. Wir finden aber selbst nötig, daß solcherfalls etwas in den Zeitungen publiciret werde, und müßt Ihr also dem Urgrund des Gerüchts, als ob einiges Geld zu unlautern Gebrauch von den Lüttichischen Ständen aufgebracht sey, noch näher untersuchen und Euch darüber Certificate geben lassen, alsdann man davon etwas in den Zeitungen publicire lassen kann…". Trotz der Bemühungen Dohms wurde die Revolution letztendlich niedergeschlagen und der Fürstbischof kehrte im Februar 1791 in die Stadt zurück. Allerdings wurde Lüttich bereits im November des Jahres von französischen Truppen besetzt. - Etwas fleckig, alt in den Rändern auf Papierbogen montiert.
Die Lütticher Revolution – Friedrich Wilhelm II., König v. Preußen (1744-1797). Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Berlin, 18. Jan. 1790. Fol. (34:21 cm ). 1/ 2 S. ( ) An den preußischen Diplomaten Christian Konrad Wilhelm v. Dohm (1751-1820), Gesandter und bevollmächtigter Minister in Aachen. Von den Nachrichten über den Sturm auf die Bastille in Paris beeinflusst, war es im August 1789 zu einem Aufstand gegen den Fürstbischof gekommen, dieser verließ die Stadt und floh nach Trier. Dohm spielte als Vertreter Preußens eine wesentliche Rolle bei den Verhandlungen mit den Revolutionären, mit deren freiheitlichen Ideen er durchaus sympathisierte. Er versuchte ein gewaltsames Vorgehen zu vermeiden und zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. "… Wir haben aus Eurem zwayten gehorsamsten Bericht vom 12ten Jan: die gerechte Empfindung ersehen, welche Ihr darüber habt, daß man ein verläumderisches Gerücht gegen Euch und den General von Schlieffen (Heinrich Wilhelm Graf v. Schlieffen, 1756-1842) ausgebreitet, als ob die Lütticher Stände einiges Geld für Euch aufgebracht und Ihr deshalb beyde eine Erklärung an die Höfe von Mainz, München und Cölln verlanget, daß Ihr bloß nach Unserer Instruction verfahren. Es ist solches bereits in Unserem Schreiben an den Churfürsten von Mainz, durch den Grafen von Brühl an den Pfälzischen Hof und durch den Geheimen Rath v. Schall bey dem Chur Cöllnischen geschehen. Wir finden aber selbst nötig, daß solcherfalls etwas in den Zeitungen publiciret werde, und müßt Ihr also dem Urgrund des Gerüchts, als ob einiges Geld zu unlautern Gebrauch von den Lüttichischen Ständen aufgebracht sey, noch näher untersuchen und Euch darüber Certificate geben lassen, alsdann man davon etwas in den Zeitungen publicire lassen kann…". Trotz der Bemühungen Dohms wurde die Revolution letztendlich niedergeschlagen und der Fürstbischof kehrte im Februar 1791 in die Stadt zurück. Allerdings wurde Lüttich bereits im November des Jahres von französischen Truppen besetzt. - Etwas fleckig, alt in den Rändern auf Papierbogen montiert.
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