FREUD Sigmund (1856-1939). 2 L.S. et 2 L.A.S. « Freud », Vienne 1924-1932, à Stefan ZWEIG ; 4 pages in-4 et 3 pages in-8 à son en-tête et adresse Prof. Dr Freud et son adresse Wien IX, Berggasse 19, une enveloppe à « Salzburg, Kapuzinerberg » ; en allemand. Belle correspondance, au sujet du livre que Zweig a consacré à Freud, sur le cas de Mlle O., et sur l’admiration de Freud pour les œuvres de Zweig. 11 mai 1924. Il a lu dans le journal que Romain ROLLAND était à Vienne, et a tout de suite éprouvé le désir de faire la connaissance de cet homme qu’il admirait de loin. Il se réjouit d’apprendre qu’il souhaite lui rendre visite. Sa journée de travail lui laisse du temps libre entre 2 h et 4 h. 1/2, et il pourrait les recevoir dans cette tranche horaire. Mais il préférerait que Zweig et Rolland viennent plutôt après le dîner, pour prendre une tasse de thé en cercle restreint (« eine Tasse Thee im engsten Kreise bei mir zu nehmen »), avec seulement les femmes de la maison... Il est désolé d’apprendre que Rolland doit lui aussi ménager sa santé. Quant à lui, à la suite d’une opération survenue il y a six mois [à la mâchoire], son élocution a beaucoup souffert ; son français sera tout à fait inutilisable pour la conversation. Il ajoute qu’il souhaite s’adresser à Zweig pour une affaire personnelle. (« Ich muss auf Ihr Dabeisein umso mehr rechnen, als meine Sprache durch eine Operation im letzten Halbjahr arg geschädigt wurde und insbesondere mein Französisch für die Unterhaltung durchaus unbrauchbar sein dürfte. Auch habe ich vor, bei dieser Gelegenheit ein persönliches Anliegen an Sie zu richten. ») 5 février 1926. Il s’inquiète de n’avoir pas reçu d’exemplaire du « Liber Amicorum » pour l’anniversaire de Romain Rolland, et demande si la maison d’édition a l’intention d’envoyer un exemplaire à chacun des contributeurs… 2 juin 1932. Au sujet de La Guérison par l’esprit (Die Heilung durch der Geist, Leipzig, 1931), réunion de trois essais de Zweig sur Mary Baker Eddy, Mesmer et Freud. « Wenn ich eine Arbeit der Offentlichkeit übergeben habe, bin ich eine lange Zeit nachher nicht gewillt mich mit ihrem Inhalt [zu] beschäftigen. Ich müßte es bedauern, wenn es Ihnen ähnlich ergeht, denn ich beabsichtige, Ihre Aufmerksamkeit auf jenes Ihrer Bücher zurückzuwenden, von dem Sie ein Drittheil mir und meinem Werk gewidmet haben. Ein Freund von mir war dieser Tage in Venedig, hat dort in einem Buchladen die italienische Übersetzung der Heilung durch den Geist gesehen und sie mir zum Geschenk gemacht. Das war ein Anlaß Teile Ihres Aufsatzes wieder zu lesen. Dabei entdeckte ich auf S. 272 einen Irrtum der Darstellung, der nicht gleichgiltig genannt werden kann, eigentlich auch mein Verdienst, wenn Sie diese Rücksicht gelten lassen wollen, recht verkleinert. Es heißt daselbst, Breuer’s Kranke habe in der Hypnose das Gestandnis gemacht, daß sie am Krankenbett des Vaters gewiße “sentimenti illeciti” (also sexueller Natur) empfunden und unterdrückt hatte. In Wahrheit hat sie nichts ähnliches gesagt nur erkennen lassen, daß sie ihren Zustand von Aufregung, insbesondere ihre zärtliche Besorgnis vor dem Kranken verbergen wollte. Wäre es so gewesen, wie in Ihrem Text behauptet wird, so wäre auch alles anders gekommen. Ich wäre nicht durch die Entdeckung der sexuellen Ätiologie überrascht worden, Breuer hätte es schwer gehabt ihr zu widersprechen und ich hätte wahrscheinlich nie die Hypnose aufgegeben, mit der man so aufrichtige Bekenntniße erreichen kann. Was mit Br’s Patientin wirklich vorfiel, war ich im Stande, später lange nach unserem Bruch zu erraten, als mir plötzlich eine Mitteilung von Br einfiel, die er mir einmal vor der Zeit unserer gemeinsamen Arbeit in anderem Zusammenhang, gemacht und nie mehr wiederholt hatte. Am Abend des Tages, nachdem alle ihre Symptome bewältigt waren, wurde er wieder zu ihr gerufen, fand sie verworren, sich in Unterleibskrämpfen windend. Auf die Frage, was mit ihr sei, gab sie zur Antwort: Jetzt kommt das Kind, das
FREUD Sigmund (1856-1939). 2 L.S. et 2 L.A.S. « Freud », Vienne 1924-1932, à Stefan ZWEIG ; 4 pages in-4 et 3 pages in-8 à son en-tête et adresse Prof. Dr Freud et son adresse Wien IX, Berggasse 19, une enveloppe à « Salzburg, Kapuzinerberg » ; en allemand. Belle correspondance, au sujet du livre que Zweig a consacré à Freud, sur le cas de Mlle O., et sur l’admiration de Freud pour les œuvres de Zweig. 11 mai 1924. Il a lu dans le journal que Romain ROLLAND était à Vienne, et a tout de suite éprouvé le désir de faire la connaissance de cet homme qu’il admirait de loin. Il se réjouit d’apprendre qu’il souhaite lui rendre visite. Sa journée de travail lui laisse du temps libre entre 2 h et 4 h. 1/2, et il pourrait les recevoir dans cette tranche horaire. Mais il préférerait que Zweig et Rolland viennent plutôt après le dîner, pour prendre une tasse de thé en cercle restreint (« eine Tasse Thee im engsten Kreise bei mir zu nehmen »), avec seulement les femmes de la maison... Il est désolé d’apprendre que Rolland doit lui aussi ménager sa santé. Quant à lui, à la suite d’une opération survenue il y a six mois [à la mâchoire], son élocution a beaucoup souffert ; son français sera tout à fait inutilisable pour la conversation. Il ajoute qu’il souhaite s’adresser à Zweig pour une affaire personnelle. (« Ich muss auf Ihr Dabeisein umso mehr rechnen, als meine Sprache durch eine Operation im letzten Halbjahr arg geschädigt wurde und insbesondere mein Französisch für die Unterhaltung durchaus unbrauchbar sein dürfte. Auch habe ich vor, bei dieser Gelegenheit ein persönliches Anliegen an Sie zu richten. ») 5 février 1926. Il s’inquiète de n’avoir pas reçu d’exemplaire du « Liber Amicorum » pour l’anniversaire de Romain Rolland, et demande si la maison d’édition a l’intention d’envoyer un exemplaire à chacun des contributeurs… 2 juin 1932. Au sujet de La Guérison par l’esprit (Die Heilung durch der Geist, Leipzig, 1931), réunion de trois essais de Zweig sur Mary Baker Eddy, Mesmer et Freud. « Wenn ich eine Arbeit der Offentlichkeit übergeben habe, bin ich eine lange Zeit nachher nicht gewillt mich mit ihrem Inhalt [zu] beschäftigen. Ich müßte es bedauern, wenn es Ihnen ähnlich ergeht, denn ich beabsichtige, Ihre Aufmerksamkeit auf jenes Ihrer Bücher zurückzuwenden, von dem Sie ein Drittheil mir und meinem Werk gewidmet haben. Ein Freund von mir war dieser Tage in Venedig, hat dort in einem Buchladen die italienische Übersetzung der Heilung durch den Geist gesehen und sie mir zum Geschenk gemacht. Das war ein Anlaß Teile Ihres Aufsatzes wieder zu lesen. Dabei entdeckte ich auf S. 272 einen Irrtum der Darstellung, der nicht gleichgiltig genannt werden kann, eigentlich auch mein Verdienst, wenn Sie diese Rücksicht gelten lassen wollen, recht verkleinert. Es heißt daselbst, Breuer’s Kranke habe in der Hypnose das Gestandnis gemacht, daß sie am Krankenbett des Vaters gewiße “sentimenti illeciti” (also sexueller Natur) empfunden und unterdrückt hatte. In Wahrheit hat sie nichts ähnliches gesagt nur erkennen lassen, daß sie ihren Zustand von Aufregung, insbesondere ihre zärtliche Besorgnis vor dem Kranken verbergen wollte. Wäre es so gewesen, wie in Ihrem Text behauptet wird, so wäre auch alles anders gekommen. Ich wäre nicht durch die Entdeckung der sexuellen Ätiologie überrascht worden, Breuer hätte es schwer gehabt ihr zu widersprechen und ich hätte wahrscheinlich nie die Hypnose aufgegeben, mit der man so aufrichtige Bekenntniße erreichen kann. Was mit Br’s Patientin wirklich vorfiel, war ich im Stande, später lange nach unserem Bruch zu erraten, als mir plötzlich eine Mitteilung von Br einfiel, die er mir einmal vor der Zeit unserer gemeinsamen Arbeit in anderem Zusammenhang, gemacht und nie mehr wiederholt hatte. Am Abend des Tages, nachdem alle ihre Symptome bewältigt waren, wurde er wieder zu ihr gerufen, fand sie verworren, sich in Unterleibskrämpfen windend. Auf die Frage, was mit ihr sei, gab sie zur Antwort: Jetzt kommt das Kind, das
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