Auktionsarchiv: Los-Nr. 3086

Ernst Fuchs

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 3086

Ernst Fuchs

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Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Ernst Fuchs (1930 Wien - 2015 ebenda) "Königin Esther". Originaltitel Bronze, braun patiniert, 1972. Gießerstempel der Kunstgießerei Schmäke, Düsseldorf. Monumentale, fantasiereiche Bronzeplastik des Wiener Künstlers, die zu den größten, je von Fuchs geschaffenen Skulpturen zählt. Auf einer passigen Plinthe hat Fuchs die biblische "Königin Esther" als Aktfigur geschildert, ihre mit einer Schlange und einem Blumenstängel belegten Arme seitlich diagonal anhebend, die Haare mit Schnecken verziert und helmartig aufgetürmt. Die voluminös ausladenden Hüften und die quellenden, prallen, kugeligen Brüste sind Symbole ursprünglicher, archaischer Fruchtbarkeit und Weiblichkeit, wie sie sowohl aus der Altsteinzeit als auch von vor- und frühgeschichtlichen, hinduistischen und buddhistischen Kulturen bekannt sind, mit denen sich Fuchs intensiv befasste. In dem gleichen Sinne hat Fuchs die Attribute der Blume und der Schlange gewählt - ambivalente, vieldeutige Sinnbilder und Ursymbole. In der Bibel wird die jüdische Waise Esther als Königin, Frau des persischen Königs Ahasveros (Xerxes I.) durch Verhandlungsgeschick zur Retterin ihres Volkes, der Juden. Später stand Esther als eine der Neun Guten Heldinnen in der ikonographischen Reihe als Vertreterin des Judentums. Seit circa 1967 beschäftigte sich Ernst Fuchs selbst jüdischer Abstammung, als bedeutende Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus mit der biblischen Figur der Esther. 1973 schenkte Ernst Fuchs dem befreundeten Künstler Salvatore Dalí einen Guss seiner "Königin Esther", heute im Theatermuseum von Salvador Dalí in Figuraras/Spanien. Weitere Exemplare und Versionen befinden an der 1972 von Fuchs erworbenen Villa Wagner in Wien (heute Privatmuseum Ernst Fuchs Museum), außerdem vor dem ehemaligen "Kunsthaus Dr. Hans Hartl" in Freising. H. ca. 255 cm. Provenienz: aus der Auflösung einer bedeutenden nordrhein-westfälischen Privatsammlung. Brown patinated bronze, 1972. Foundry stamp of the Kunstgießerei Schmäke, Düsseldorf.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3086
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Ernst Fuchs (1930 Wien - 2015 ebenda) "Königin Esther". Originaltitel Bronze, braun patiniert, 1972. Gießerstempel der Kunstgießerei Schmäke, Düsseldorf. Monumentale, fantasiereiche Bronzeplastik des Wiener Künstlers, die zu den größten, je von Fuchs geschaffenen Skulpturen zählt. Auf einer passigen Plinthe hat Fuchs die biblische "Königin Esther" als Aktfigur geschildert, ihre mit einer Schlange und einem Blumenstängel belegten Arme seitlich diagonal anhebend, die Haare mit Schnecken verziert und helmartig aufgetürmt. Die voluminös ausladenden Hüften und die quellenden, prallen, kugeligen Brüste sind Symbole ursprünglicher, archaischer Fruchtbarkeit und Weiblichkeit, wie sie sowohl aus der Altsteinzeit als auch von vor- und frühgeschichtlichen, hinduistischen und buddhistischen Kulturen bekannt sind, mit denen sich Fuchs intensiv befasste. In dem gleichen Sinne hat Fuchs die Attribute der Blume und der Schlange gewählt - ambivalente, vieldeutige Sinnbilder und Ursymbole. In der Bibel wird die jüdische Waise Esther als Königin, Frau des persischen Königs Ahasveros (Xerxes I.) durch Verhandlungsgeschick zur Retterin ihres Volkes, der Juden. Später stand Esther als eine der Neun Guten Heldinnen in der ikonographischen Reihe als Vertreterin des Judentums. Seit circa 1967 beschäftigte sich Ernst Fuchs selbst jüdischer Abstammung, als bedeutende Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus mit der biblischen Figur der Esther. 1973 schenkte Ernst Fuchs dem befreundeten Künstler Salvatore Dalí einen Guss seiner "Königin Esther", heute im Theatermuseum von Salvador Dalí in Figuraras/Spanien. Weitere Exemplare und Versionen befinden an der 1972 von Fuchs erworbenen Villa Wagner in Wien (heute Privatmuseum Ernst Fuchs Museum), außerdem vor dem ehemaligen "Kunsthaus Dr. Hans Hartl" in Freising. H. ca. 255 cm. Provenienz: aus der Auflösung einer bedeutenden nordrhein-westfälischen Privatsammlung. Brown patinated bronze, 1972. Foundry stamp of the Kunstgießerei Schmäke, Düsseldorf.

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