Eine Tour durch Belgien im Jahre 1844. Aus dem Tagebuche des Grafen A. v. Gurowski. Heidelberg, D. Pfisterer, 1845. V, 339 S. 18,5 x 11 cm. Grüner Halblederband im Stil der Zeit mit reicher ornamentaler Rückenvergoldung. [*]
Seltene erste Ausgabe. – Engelmann I, S. 329. – Auf Velin gedruckt. – Der Graf Adam Gurowski (1805-1866) hat als Emigrant in Deutschland, als Kämpfer für die Freiheit Polens und als Panslawist für einige Jahre einiges Aufsehen erregt, ist hierzulande nach seiner Auswanderung nach USA aber weitgehend vergessen worden. Ganz anders in seiner neuen Heimat, wo er als Hochschullehrer in Harvard, als Journalist, Regierungsberater, radikaler Abolitionist im Bürgerkrieg, u.a. trat er für die Aufstellung einer Truppe afro-amerikanischer Soldaten ein, und scharfer Kritiker Lincolns bleibenden Eindruck hinterlassen hat. “When President Abraham Lincoln told his body-guard about whom he feared potentially assassinating him the most, it wasn’t the disgruntled, Confederate-sympathizing actor John Wilkes Booth. Rather, it was a somewhat bizarre Polish man who had renounced his old citizenship, became a spokesman for tsarist autocracy in Russia, and ultimately moved to the United States and became an aggressive champion of the Radical Republican cause. This man was none other than Count Adam Gurowski, ….” (Internetquelle: Congressional Cemetry). Während seiner Zeit in New York zählte er zu den radikalen Bohemiens, deren Treffpunkt die Künstlerkneipe “Pfaff’s cellar” war; hier schloss er Freundschaft mit Walt Whitman. Der charakterisierte ihn später als “one of the clearest headed most remarkable men I ever came in contact with” und beschrieb Gurowskis Beerdigung 1866: “His funeral was simple but very impressive – all the big radicals were there”. – Schon die exzentrische Typographie des Titelblatts lässt erahnen, dass eine “normale” Reisebeschreibung hier nicht zu erwarten ist. Tatsächlich bieten die empfangenen Eindrücke dem aufmerksam beobachtenden Reisenden Anlass zu meist unorthodoxen Reflexionen und Betrachtungen, die in vieler Hinsicht gewohnter Sehweise zuwider laufen. – Teils leicht gebräunt.
Eine Tour durch Belgien im Jahre 1844. Aus dem Tagebuche des Grafen A. v. Gurowski. Heidelberg, D. Pfisterer, 1845. V, 339 S. 18,5 x 11 cm. Grüner Halblederband im Stil der Zeit mit reicher ornamentaler Rückenvergoldung. [*]
Seltene erste Ausgabe. – Engelmann I, S. 329. – Auf Velin gedruckt. – Der Graf Adam Gurowski (1805-1866) hat als Emigrant in Deutschland, als Kämpfer für die Freiheit Polens und als Panslawist für einige Jahre einiges Aufsehen erregt, ist hierzulande nach seiner Auswanderung nach USA aber weitgehend vergessen worden. Ganz anders in seiner neuen Heimat, wo er als Hochschullehrer in Harvard, als Journalist, Regierungsberater, radikaler Abolitionist im Bürgerkrieg, u.a. trat er für die Aufstellung einer Truppe afro-amerikanischer Soldaten ein, und scharfer Kritiker Lincolns bleibenden Eindruck hinterlassen hat. “When President Abraham Lincoln told his body-guard about whom he feared potentially assassinating him the most, it wasn’t the disgruntled, Confederate-sympathizing actor John Wilkes Booth. Rather, it was a somewhat bizarre Polish man who had renounced his old citizenship, became a spokesman for tsarist autocracy in Russia, and ultimately moved to the United States and became an aggressive champion of the Radical Republican cause. This man was none other than Count Adam Gurowski, ….” (Internetquelle: Congressional Cemetry). Während seiner Zeit in New York zählte er zu den radikalen Bohemiens, deren Treffpunkt die Künstlerkneipe “Pfaff’s cellar” war; hier schloss er Freundschaft mit Walt Whitman. Der charakterisierte ihn später als “one of the clearest headed most remarkable men I ever came in contact with” und beschrieb Gurowskis Beerdigung 1866: “His funeral was simple but very impressive – all the big radicals were there”. – Schon die exzentrische Typographie des Titelblatts lässt erahnen, dass eine “normale” Reisebeschreibung hier nicht zu erwarten ist. Tatsächlich bieten die empfangenen Eindrücke dem aufmerksam beobachtenden Reisenden Anlass zu meist unorthodoxen Reflexionen und Betrachtungen, die in vieler Hinsicht gewohnter Sehweise zuwider laufen. – Teils leicht gebräunt.
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