Auktionsarchiv: Los-Nr. 204

GLASER, P.

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
Auktionsarchiv: Los-Nr. 204

GLASER, P.

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Beschreibung:

Ein New Lehr, Trost, Beicht, und Gebetbüchlein, Allen betrübten und angefochtenen, Krancken und sterbenden Menschen sehr nützlich, und tröstlich. (Dresden, G. Bergen), 1575. 152 nn. Bl. (das 8. weiß), 67 num., 13 nn. Bl. (= zus. 232 Blatt). Mod. Pp. (47)
Bisher unbekannter Druck. – Einer von zwei Drucken aus demselben Jahr. – Nicht im VD 16 und nicht bei Schulz, Die Gebete Luthers. – Vom Gebetbüchlein des Peter Glaser (1528-1583), das der aus Dresden gebürtige und in seinem Geburtsort wirkende Diakon und Stadtprediger lutherischer Observanz zusammengestellt hat, sind bisher fünf Drucke bibliographisch bekannt und in öffentlichem Besitz nachweisbar: Der Bautzener Erstdruck von 1565 mit 200 Blatt (VD 16 ZV 29276), zwei Leipziger Ausgaben mit 256 Blatt aus den Jahren 1575 und 1576 (VD 16 G 2190 und 2191), eine Lübecker Ausgabe von 1594 mit 188 Blatt (VD 16 G 2192) und ein Nürnberger Druck ohne Angabe des Druckjahres mit 220 Blatt (Schulz, Die Gebete Luthers, Bibliographie II, 6.E = S. 130; die anderen vier Ausgaben bei Schulz unter den Buchstaben A bis D verzeichnet). – Unser Druck ist von den fünf bisher beschriebenen Drucken nach Druckort, Drucker und Umfang völlig abweichend und weder bibliographisch noch in öffentlichem Besitz von uns nachweisbar. Der zunächst naheliegende Gedanke, es könne sich um eine Variante einer der bisher bekannten Ausgaben handeln, trifft nicht zu. Mit einem der beiden Leipziger Drucke hat der vorliegende Druck zwar das Erscheinungsjahr gemein, nicht aber den Umfang, so daß die Möglichkeit einer verlegerischen Kooperation des Leipzigers Jakob Bärwald mit Bergen in Dresden von vornherein ausscheidet; ferner scheidet aus die Möglichkeit einer Titelausgabe der Bautzener Erstausgabe oder des Nürnberger Druckes, ebenfalls ohne Textvergleich einfach des Umfangs wegen. – Inhaltlich ist das Glasersche Gebetbüchlein ein Erbauungsbuch mit Trostworten, Bibelzitaten, Gebeten und dergleichen für Kranke und Sterbende und eines jener Gebetbücher des 16. Jahrhunderts, in die einzelne Luthergebete aufgenommen worden sind (genau elf, wie der Liturgiehistoriker Frieder Schulz [1917-2005] in seiner grundgelehrten Forschungsarbeit über die Gebete Luthers in der Literatur ermittelt hat, Gebete, die auch in unserem Druck enthalten sind). – Zum Drucker Gimel Bergen, der von 1570-98 in Dresden tätig war und von dem über 200 Werke bekannt sind, siehe Reske 165. – Letztes Bl. verso mit Besitzvermerk von älterer Hand, gleichmäßig gebräunt, vereinzelt gering braunfleckig. One of two issues from the same year. – So far five printings are known bibliographically and traceable in public property from the prayer booklet of Peter Glaser (1528-1583), native of Dresden and active there, that the deacon and city lecturer of Lutheran observance had compiled: The Bautzen first printing of 1565 with 200 leaves (VD 16 ZV 29276), two Leipzig editions with 256 leaves from the years 1575 and 1576 (VD 16 G 2190 and 2191), one Lübeck edition from 1594 with 188 leaves (VD 16 G 2192) and one Nuremberg printing without indication of the year of printing with 220 leaves (Schulz, Die Gebete Luthers, Bibliographie II, 6.E = S. 130; the other four editions by Schulz listed under the letters A-D). – Our printing differs completely from the five issues described so far regarding imprint, printer and extent and cannot be traced by us either bibliographically or in public possession. – As to the content the Glaser prayer booklet is a devotional book with solacing words, biblical quotations, prayers etc. for sick and dying persons and one of those prayer books of the 16th century, where some Lutheran prayers were listed (eleven to be exact, as the liturgy historian Frieder Schulz [1917-2005] has identified in his research work on the prayers by Luther, prayers which are also included in our printing). – Re printer Gimel Bergen working at Dresden from 1570-98, from whom more than 200 works are known, see Reske 165. – Last leaf verso with ownership entry by older hand, evenly browned, isolated brown stains. – Modern cardboard.

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Ein New Lehr, Trost, Beicht, und Gebetbüchlein, Allen betrübten und angefochtenen, Krancken und sterbenden Menschen sehr nützlich, und tröstlich. (Dresden, G. Bergen), 1575. 152 nn. Bl. (das 8. weiß), 67 num., 13 nn. Bl. (= zus. 232 Blatt). Mod. Pp. (47)
Bisher unbekannter Druck. – Einer von zwei Drucken aus demselben Jahr. – Nicht im VD 16 und nicht bei Schulz, Die Gebete Luthers. – Vom Gebetbüchlein des Peter Glaser (1528-1583), das der aus Dresden gebürtige und in seinem Geburtsort wirkende Diakon und Stadtprediger lutherischer Observanz zusammengestellt hat, sind bisher fünf Drucke bibliographisch bekannt und in öffentlichem Besitz nachweisbar: Der Bautzener Erstdruck von 1565 mit 200 Blatt (VD 16 ZV 29276), zwei Leipziger Ausgaben mit 256 Blatt aus den Jahren 1575 und 1576 (VD 16 G 2190 und 2191), eine Lübecker Ausgabe von 1594 mit 188 Blatt (VD 16 G 2192) und ein Nürnberger Druck ohne Angabe des Druckjahres mit 220 Blatt (Schulz, Die Gebete Luthers, Bibliographie II, 6.E = S. 130; die anderen vier Ausgaben bei Schulz unter den Buchstaben A bis D verzeichnet). – Unser Druck ist von den fünf bisher beschriebenen Drucken nach Druckort, Drucker und Umfang völlig abweichend und weder bibliographisch noch in öffentlichem Besitz von uns nachweisbar. Der zunächst naheliegende Gedanke, es könne sich um eine Variante einer der bisher bekannten Ausgaben handeln, trifft nicht zu. Mit einem der beiden Leipziger Drucke hat der vorliegende Druck zwar das Erscheinungsjahr gemein, nicht aber den Umfang, so daß die Möglichkeit einer verlegerischen Kooperation des Leipzigers Jakob Bärwald mit Bergen in Dresden von vornherein ausscheidet; ferner scheidet aus die Möglichkeit einer Titelausgabe der Bautzener Erstausgabe oder des Nürnberger Druckes, ebenfalls ohne Textvergleich einfach des Umfangs wegen. – Inhaltlich ist das Glasersche Gebetbüchlein ein Erbauungsbuch mit Trostworten, Bibelzitaten, Gebeten und dergleichen für Kranke und Sterbende und eines jener Gebetbücher des 16. Jahrhunderts, in die einzelne Luthergebete aufgenommen worden sind (genau elf, wie der Liturgiehistoriker Frieder Schulz [1917-2005] in seiner grundgelehrten Forschungsarbeit über die Gebete Luthers in der Literatur ermittelt hat, Gebete, die auch in unserem Druck enthalten sind). – Zum Drucker Gimel Bergen, der von 1570-98 in Dresden tätig war und von dem über 200 Werke bekannt sind, siehe Reske 165. – Letztes Bl. verso mit Besitzvermerk von älterer Hand, gleichmäßig gebräunt, vereinzelt gering braunfleckig. One of two issues from the same year. – So far five printings are known bibliographically and traceable in public property from the prayer booklet of Peter Glaser (1528-1583), native of Dresden and active there, that the deacon and city lecturer of Lutheran observance had compiled: The Bautzen first printing of 1565 with 200 leaves (VD 16 ZV 29276), two Leipzig editions with 256 leaves from the years 1575 and 1576 (VD 16 G 2190 and 2191), one Lübeck edition from 1594 with 188 leaves (VD 16 G 2192) and one Nuremberg printing without indication of the year of printing with 220 leaves (Schulz, Die Gebete Luthers, Bibliographie II, 6.E = S. 130; the other four editions by Schulz listed under the letters A-D). – Our printing differs completely from the five issues described so far regarding imprint, printer and extent and cannot be traced by us either bibliographically or in public possession. – As to the content the Glaser prayer booklet is a devotional book with solacing words, biblical quotations, prayers etc. for sick and dying persons and one of those prayer books of the 16th century, where some Lutheran prayers were listed (eleven to be exact, as the liturgy historian Frieder Schulz [1917-2005] has identified in his research work on the prayers by Luther, prayers which are also included in our printing). – Re printer Gimel Bergen working at Dresden from 1570-98, from whom more than 200 works are known, see Reske 165. – Last leaf verso with ownership entry by older hand, evenly browned, isolated brown stains. – Modern cardboard.

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