Der Laborant beim chemischen Herde. 1763. Gouache auf Velin (mit schwer leserlichem WZ). 18 x 25,8 cm. Schwer leserlich signiert, datiert und bezeichnet "Wagner f. 1763" sowie mit Künstlersignet (?). Verso von fremder Hand bezeichnet. Punktuell auf Unterlage montiert und im Passepartout freigestellt sowie unter Glas gerahmt. - Blatt an den Kanten etwas ungerade beschnitten. Insgesamt in sehr gutem Zustand und mit frischen Farben. Gemälde, Zeichnungen u. Grafiken 16. bis 19. Jhd. – Provenienz: - Aus der Sammlung des Preußischen Generalmajors und bedeutenden Kunstsammlers Carl Rollas du Rosey, auch Karl Rolla du Rosey genannt, (1784-1862) - Nach dessen Tod am 5. September 1863 bei "Rudolph Weigel's Kunst-Auction" in der "3. Abtheilung, Hälfte 1: Die Kupferstiche, Handzeichnungen und Kunstbibliothek" unter Los 6060 versteigert. (Vgl. Weigel, Rudolph: "Die Kupferstiche, Handzeichnungen und Kunstbibliothek, nachgel. durch ... Carl Rolas du Rosey, deren 2te Hälfte ... 5. Sept. 1864 und folgende Tage versteigert wird", Leipzig 1864, S. 613). - zuletzt in deutschem Privatbesitz. - Als sehr seltene Arbeit bezeichnet der Auktionskatalog von Rudolph Weigel die vorliegende Arbeit Johann Georg Wagners, stellt diese eindeutig und ausschließlich Figuren in ihren Mittelpunkt. Dieses Sujet war für den deutschen Maler äußerst unüblich und so sind dementsprechend vor allem die Landschaftsansichten und Tierdarstellungen des Künstlers bekannt. Wagner, der nur 23 Jahre alt wurde, hinterließ ein kleines und nahezu ausschließlich aus Aquarellen und Gouachen bestehendes Gesamtwerk. Trotz seiner kurzen Lebensdauer wurde er als außerordentliches Talent rasch bekannt und erhielt zahlreiche Aufträge sowie Anerkennung der Malerkollegen und Kunsthändler. Wagner wurde für seine Gouachen derart verehrt, dass seine Reichweite nicht nur bis nach Frankreich reichte, sonders dass Wagners Kollege und Künstler Francois Bucher sogar Gouachen als "coloriés d'après Wagner" bzw. "dans la manière de Wagner" propagierte. Für unsere Arbeit hat sich Johann Georg Wagner maßgeblich von dem Gemälde "Der Alchemist in seinem Labor" des flämischen Meisters David Tenier II (1610 - 1690) inspirieren lassen. Das Genrebild, dass Tenier zwischen 1640 - 1649 schuf, dient als Vorlage für die Gouache von Wagner. Wagner setzte den Bildausschnitt jedoch etwas enger, sodass der Fokus sehr viel mehr auf den Figuren statt wie bei Tenier auch auf dem Interieur liegt. Im Mittelpunkt unserer Szene sitzt älterer, bärtiger Alchemist neben einem Jungen in einer spärlichen Stube an einem offenen Feuer mitsamt Kessel. Als Bildbetrachter werden wir Zeugen eines alchemistischen Versuches. Die Lehre der Alchemie erlebte im 18. Jhd. noch einmal eine Blüte bevor sie alsdann von den naturwissenschaftlichen und beweisbasierten Fächern der Chemie und Physik in Ansehen und Bedeutung verdrängt wurde. Ergänzt wird die Szene im Vordergrund durch zwei weitere Figuren im Hintergrund, die Mitarbeiter des Alchemisten darstellen. In Ihrer Ausgestaltung besticht die Arbeit ein durch immer noch außerordentlich farbfrisches Kolorit und eine Lichtsetzung, die die Figuren in "Der Laborant am chemischen Heder" versiert hervorhebt und wie ein Narrativ agiert. In diesem Sinne konzentriert sich Wagner ausschließlich auf die Figuren und es kann durchaus behauptet werden, dass es sich mit dieser Gouache vielleicht um die einzige figurative Arbeit im Gesamtwerk des Künstlers handelt, wie es auch im Auktionskatalog von Rudolph Weigel steht. Arbeiten von Johann Georg Wagner sind in den Sammlungen des Städel Museums Frankfurt, dem Metropolitan Museum of Art New York, dem British Museum London sowie dem Harvard Art Museum Cambridge vertreten. Paintings, drawings and prints 16th to 19th century – Gouache on wove paper. Signed, dated and inscribed "Wagner f. 1763" and with artist's signature (?). Inscribed by another hand on the verso. Mounted in spots on backing and exposed in passepartout and framed under glass. - Sheet somewhat un
Der Laborant beim chemischen Herde. 1763. Gouache auf Velin (mit schwer leserlichem WZ). 18 x 25,8 cm. Schwer leserlich signiert, datiert und bezeichnet "Wagner f. 1763" sowie mit Künstlersignet (?). Verso von fremder Hand bezeichnet. Punktuell auf Unterlage montiert und im Passepartout freigestellt sowie unter Glas gerahmt. - Blatt an den Kanten etwas ungerade beschnitten. Insgesamt in sehr gutem Zustand und mit frischen Farben. Gemälde, Zeichnungen u. Grafiken 16. bis 19. Jhd. – Provenienz: - Aus der Sammlung des Preußischen Generalmajors und bedeutenden Kunstsammlers Carl Rollas du Rosey, auch Karl Rolla du Rosey genannt, (1784-1862) - Nach dessen Tod am 5. September 1863 bei "Rudolph Weigel's Kunst-Auction" in der "3. Abtheilung, Hälfte 1: Die Kupferstiche, Handzeichnungen und Kunstbibliothek" unter Los 6060 versteigert. (Vgl. Weigel, Rudolph: "Die Kupferstiche, Handzeichnungen und Kunstbibliothek, nachgel. durch ... Carl Rolas du Rosey, deren 2te Hälfte ... 5. Sept. 1864 und folgende Tage versteigert wird", Leipzig 1864, S. 613). - zuletzt in deutschem Privatbesitz. - Als sehr seltene Arbeit bezeichnet der Auktionskatalog von Rudolph Weigel die vorliegende Arbeit Johann Georg Wagners, stellt diese eindeutig und ausschließlich Figuren in ihren Mittelpunkt. Dieses Sujet war für den deutschen Maler äußerst unüblich und so sind dementsprechend vor allem die Landschaftsansichten und Tierdarstellungen des Künstlers bekannt. Wagner, der nur 23 Jahre alt wurde, hinterließ ein kleines und nahezu ausschließlich aus Aquarellen und Gouachen bestehendes Gesamtwerk. Trotz seiner kurzen Lebensdauer wurde er als außerordentliches Talent rasch bekannt und erhielt zahlreiche Aufträge sowie Anerkennung der Malerkollegen und Kunsthändler. Wagner wurde für seine Gouachen derart verehrt, dass seine Reichweite nicht nur bis nach Frankreich reichte, sonders dass Wagners Kollege und Künstler Francois Bucher sogar Gouachen als "coloriés d'après Wagner" bzw. "dans la manière de Wagner" propagierte. Für unsere Arbeit hat sich Johann Georg Wagner maßgeblich von dem Gemälde "Der Alchemist in seinem Labor" des flämischen Meisters David Tenier II (1610 - 1690) inspirieren lassen. Das Genrebild, dass Tenier zwischen 1640 - 1649 schuf, dient als Vorlage für die Gouache von Wagner. Wagner setzte den Bildausschnitt jedoch etwas enger, sodass der Fokus sehr viel mehr auf den Figuren statt wie bei Tenier auch auf dem Interieur liegt. Im Mittelpunkt unserer Szene sitzt älterer, bärtiger Alchemist neben einem Jungen in einer spärlichen Stube an einem offenen Feuer mitsamt Kessel. Als Bildbetrachter werden wir Zeugen eines alchemistischen Versuches. Die Lehre der Alchemie erlebte im 18. Jhd. noch einmal eine Blüte bevor sie alsdann von den naturwissenschaftlichen und beweisbasierten Fächern der Chemie und Physik in Ansehen und Bedeutung verdrängt wurde. Ergänzt wird die Szene im Vordergrund durch zwei weitere Figuren im Hintergrund, die Mitarbeiter des Alchemisten darstellen. In Ihrer Ausgestaltung besticht die Arbeit ein durch immer noch außerordentlich farbfrisches Kolorit und eine Lichtsetzung, die die Figuren in "Der Laborant am chemischen Heder" versiert hervorhebt und wie ein Narrativ agiert. In diesem Sinne konzentriert sich Wagner ausschließlich auf die Figuren und es kann durchaus behauptet werden, dass es sich mit dieser Gouache vielleicht um die einzige figurative Arbeit im Gesamtwerk des Künstlers handelt, wie es auch im Auktionskatalog von Rudolph Weigel steht. Arbeiten von Johann Georg Wagner sind in den Sammlungen des Städel Museums Frankfurt, dem Metropolitan Museum of Art New York, dem British Museum London sowie dem Harvard Art Museum Cambridge vertreten. Paintings, drawings and prints 16th to 19th century – Gouache on wove paper. Signed, dated and inscribed "Wagner f. 1763" and with artist's signature (?). Inscribed by another hand on the verso. Mounted in spots on backing and exposed in passepartout and framed under glass. - Sheet somewhat un
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