Das Königreich der Luba bildete seit dem 15. Jh. eine bedeutende Stammes-Föderation im Süden des Kongo. Die Frauen genossen bei den Luba stets hohes Ansehen. Sie hatten Rang und Status, auch im politischen Leben des Königreiches. Frauen aus dem Hofstaat des Luba-Königs wurden als Botschafterinnen zu anderen Fürsten entsandt usw. Kein Wunder also, dass die Darstellung der Frau immer ein wichtiges Motiv in der Kunst der Luba gewesen ist. Im typischen, ‘weichen’, runden, gut proportionierten und auch für europäische Augen sehr gefälligen Stil der Luba, sowie in vielfältiger Form: als ‘Schalen-Trägerin’ für die weisse Kalk-Farbe, die die ‘Priester’ der Luba für ihre sakralen Zeremonien benötigten, als tragende Karyatide der berühmten Häuptlings-Hocker oder bei Nackenstützen, als schmückende Figur auf Würdestäben, auf Fliegenwedeln usw. Und oft auch als schöne Einzel-Skulptur, wie die vorliegende: Diese stehende Frau ist aus schwerem, sehr hartem Holz geschnitzt und schwarz gefärbt. Sie trägt eine Frisur aus drei, linear reliefierten Kämmen, mit einem Zopf hinten. Ihr Gesicht zeigt eine hohe Stirn, kräftige Augenbrauen-Bögen, mandelförmige, geschlitzte Augen, eine kurze, breite Nase und eine leicht vorgezogene Mund-Partie. Der Körper ist wohlproportioniert, ihre frei gearbeiteten Arme sind abgewinkelt und ihre Hände ruhen auf ihren Brüsten. Eine oft vorkommende, typische Haltung bei Frauenfiguren der Luba. Über ihren Bauch verlaufen schräge Linien von Ziernarben auf beiden Seiten und ihre kurzen, festen und leicht geknickten Beine stehen auf flachen, großen Füßen auf einem runden Sockel. Eine sehr reizvolle, schöne Figur in typischem Luba-Stil, mit wenigen, sehr zarten, nur oberflächlichen Rissen. Leichter, altersbedingter Farbabrieb an exponierten Stellen (Stirn, Augenbrauen, Nasen-Rücken, am Zopf hinten und am Gesäß). Eigentlich ganz ohne Schäden! Insgesamt eine perfekte, kleine ‘Luba-Dame’, mit einer guten, teils glänzenden Patina. Inventar-Nummer einer Sammlung, in weisser Schrift, am Sockel links unten. H: 21 cm; B: 8,5 cm. 1. Hälfte bis Mitte 20. Jh.. (ME) Provenienz: Südafrikanische Privatsammlung. Lit.: ‘Die Kunst des schwarzen Afrika’ von Kerchache, Paudrat, Stephan, Abb. 184; ‘The Tribal Arts of Africa’ von Jean-Baptiste Bacquart, S. 158, Abb. A; ‘Encyclopedia of African Art and Culture’ von K.-F. Schädler, Abb. S. 389.
Das Königreich der Luba bildete seit dem 15. Jh. eine bedeutende Stammes-Föderation im Süden des Kongo. Die Frauen genossen bei den Luba stets hohes Ansehen. Sie hatten Rang und Status, auch im politischen Leben des Königreiches. Frauen aus dem Hofstaat des Luba-Königs wurden als Botschafterinnen zu anderen Fürsten entsandt usw. Kein Wunder also, dass die Darstellung der Frau immer ein wichtiges Motiv in der Kunst der Luba gewesen ist. Im typischen, ‘weichen’, runden, gut proportionierten und auch für europäische Augen sehr gefälligen Stil der Luba, sowie in vielfältiger Form: als ‘Schalen-Trägerin’ für die weisse Kalk-Farbe, die die ‘Priester’ der Luba für ihre sakralen Zeremonien benötigten, als tragende Karyatide der berühmten Häuptlings-Hocker oder bei Nackenstützen, als schmückende Figur auf Würdestäben, auf Fliegenwedeln usw. Und oft auch als schöne Einzel-Skulptur, wie die vorliegende: Diese stehende Frau ist aus schwerem, sehr hartem Holz geschnitzt und schwarz gefärbt. Sie trägt eine Frisur aus drei, linear reliefierten Kämmen, mit einem Zopf hinten. Ihr Gesicht zeigt eine hohe Stirn, kräftige Augenbrauen-Bögen, mandelförmige, geschlitzte Augen, eine kurze, breite Nase und eine leicht vorgezogene Mund-Partie. Der Körper ist wohlproportioniert, ihre frei gearbeiteten Arme sind abgewinkelt und ihre Hände ruhen auf ihren Brüsten. Eine oft vorkommende, typische Haltung bei Frauenfiguren der Luba. Über ihren Bauch verlaufen schräge Linien von Ziernarben auf beiden Seiten und ihre kurzen, festen und leicht geknickten Beine stehen auf flachen, großen Füßen auf einem runden Sockel. Eine sehr reizvolle, schöne Figur in typischem Luba-Stil, mit wenigen, sehr zarten, nur oberflächlichen Rissen. Leichter, altersbedingter Farbabrieb an exponierten Stellen (Stirn, Augenbrauen, Nasen-Rücken, am Zopf hinten und am Gesäß). Eigentlich ganz ohne Schäden! Insgesamt eine perfekte, kleine ‘Luba-Dame’, mit einer guten, teils glänzenden Patina. Inventar-Nummer einer Sammlung, in weisser Schrift, am Sockel links unten. H: 21 cm; B: 8,5 cm. 1. Hälfte bis Mitte 20. Jh.. (ME) Provenienz: Südafrikanische Privatsammlung. Lit.: ‘Die Kunst des schwarzen Afrika’ von Kerchache, Paudrat, Stephan, Abb. 184; ‘The Tribal Arts of Africa’ von Jean-Baptiste Bacquart, S. 158, Abb. A; ‘Encyclopedia of African Art and Culture’ von K.-F. Schädler, Abb. S. 389.
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