19. Mai 2017 Alte Meister Das Opfer des Elias, 1648. Öl auf Holz, 65 x 85 cm. Provenienz: Städtische Sammlungen, Freiburg; Auktion, Rudolf Bangel, Frankfurt a. Main, Katalog 1015, 19.4.- 23.4.1921, Los 173 (als Benjamin C. Cuyp), mit Abb., Tafel XVII; seit Jahrzehnten in Privatbesitz, Berlin; danach durch Erbfolge in Privatbesitz, Hessen. Der Historienmaler Claes Moeyaert gehörte zu einer Gruppe von Künstlern in Amsterdam, die in der kunsthistorischen Literatur als “Prärembrandtisten“ bezeichnet werden. Die Arbeiten dieser Künstler zeichnen sich durch die Verwendung übersichtlicher, durchdachter Kompositionen, die starke Hervorhebung der ikonographischen und narrativen Aspekte, das klare Farbenspiel und die reiche Detaillierung aus. Moeyaert, dessen Lehrer nicht namentlich bekannt ist, wurde zuerst von Adam Elsheimer danach von den Brüdern Pynas und ab Mitte der 1630er Jahre von Rembrandt beeinflusst. Er war ein erfolgreicher Künstler, der zahlreiche bedeutende Aufträge erhielt. Das Thema vorliegenden Bildes, das als Gegenstück zu nachfolgendem Los konzipiert wurde, ist nicht ganz eindeutig bestimmbar: In der Vergangenheit wurde es als “David mit der Bundeslade“ bezeichnet. Demnach ist König David auf einem Schimmel an der Spitze eines langen Zuges von Kriegern und Musikanten reitend dargestellt, im Begriff die Lade des Herrn unter Jubel, Tanz und Posaunenklang nach Jerusalem zu überführen (2. Könige 6, 12-18). Da jedoch die Bundeslade auf dem Bild nicht zu sehen ist, und in den meisten Darstellungen David tanzend dargestellt wird, könnte es sich auch um den “Triumph des Mordecai“ (Esther 6, 11) handeln – ein bis dahin nur aus der Graphik bekanntes Sujet, das von Pieter Lastman in die Malerei eingeführt worden war, dessen Werk die Basis für viele Historienmaler in Holland bildete. Wir danken Marrigje Rikken, RKD, Den Haag, für wertvolle Hinweise zu Sujet und Provenienz.
19. Mai 2017 Alte Meister Das Opfer des Elias, 1648. Öl auf Holz, 65 x 85 cm. Provenienz: Städtische Sammlungen, Freiburg; Auktion, Rudolf Bangel, Frankfurt a. Main, Katalog 1015, 19.4.- 23.4.1921, Los 173 (als Benjamin C. Cuyp), mit Abb., Tafel XVII; seit Jahrzehnten in Privatbesitz, Berlin; danach durch Erbfolge in Privatbesitz, Hessen. Der Historienmaler Claes Moeyaert gehörte zu einer Gruppe von Künstlern in Amsterdam, die in der kunsthistorischen Literatur als “Prärembrandtisten“ bezeichnet werden. Die Arbeiten dieser Künstler zeichnen sich durch die Verwendung übersichtlicher, durchdachter Kompositionen, die starke Hervorhebung der ikonographischen und narrativen Aspekte, das klare Farbenspiel und die reiche Detaillierung aus. Moeyaert, dessen Lehrer nicht namentlich bekannt ist, wurde zuerst von Adam Elsheimer danach von den Brüdern Pynas und ab Mitte der 1630er Jahre von Rembrandt beeinflusst. Er war ein erfolgreicher Künstler, der zahlreiche bedeutende Aufträge erhielt. Das Thema vorliegenden Bildes, das als Gegenstück zu nachfolgendem Los konzipiert wurde, ist nicht ganz eindeutig bestimmbar: In der Vergangenheit wurde es als “David mit der Bundeslade“ bezeichnet. Demnach ist König David auf einem Schimmel an der Spitze eines langen Zuges von Kriegern und Musikanten reitend dargestellt, im Begriff die Lade des Herrn unter Jubel, Tanz und Posaunenklang nach Jerusalem zu überführen (2. Könige 6, 12-18). Da jedoch die Bundeslade auf dem Bild nicht zu sehen ist, und in den meisten Darstellungen David tanzend dargestellt wird, könnte es sich auch um den “Triumph des Mordecai“ (Esther 6, 11) handeln – ein bis dahin nur aus der Graphik bekanntes Sujet, das von Pieter Lastman in die Malerei eingeführt worden war, dessen Werk die Basis für viele Historienmaler in Holland bildete. Wir danken Marrigje Rikken, RKD, Den Haag, für wertvolle Hinweise zu Sujet und Provenienz.
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