"those happy days" Beckett, Samuel, irisch-franz. Schriftsteller, Nobelpreisträger (1906-1989). 8 eigh. Brief-Karten, 1 eigh. Brief, 2 eigh. Vis.-Karten und 8 eigh. Ansichts-Postkarten m. U. "Sam Beckett" oder "Sam". In franz., engl. und deutscher Sprache. Zus. ca. 14 1 / 2 S. Mit 14 eigh. Umschlägen. Verschied. Formate. 1971-1987. Freundschaftliche Briefe an den Berliner Schauspieler Klaus Herm (1925-2014) und seine Frau Astrid. Herm spielte am Berliner Schiller-Theater den "Lucky" in Becketts "Warten auf Godot" , dem Stück, das vor allem in Becketts eigener Inszenierung (1975) ein Welterfolg wurde. Klaus Herm, der 18 Jahre den Staatlichen Schauspielbühnen (West-) Berlins angehörte und durch zahllose Fernseh- und Hörfunkrollen einen großen Bekanntheitsgrad erreichte, blieb auch nach Becketts Berliner Inszenierungen mit dem Dramatiker in Verbindung, und Beckett berichtet ihm in vorliegender Briefreihe in seiner charakteristisch lakonischen Weise von seinen aktuellen Aktivitäten und den Inszenierungen seiner Stücke in Europa. Dabei kommen zuweilen auch Interpretationen und teils ironische Kommentare zu seiner Arbeit und ihrer Rezeption zur Sprache: "... Als Hörspiel kommt Damals meiner Meinung nach gar nicht in Frage, wegen des Verlustes des Bildes, d. h. der Hälfte des Ganzen! Das horchende Gesicht gehört untrennbar dazu. Sonst gibt es kein Stück mehr da, nur eine ziellose Stimme ohne Spannung. Entschuldigung! Bei Dr. Klippert gleichfalls. Herzliche Grüsse an ... die ganze Godot -Mannschaft [Paris 8.XII.1976] ... je suis naturellement tout à fait d'accord pour te libérer le 24 mai, au profit de Godot [Tanger 3.V.1977] ... je n'ai pas encore regardé le texte de Spiel. Tu peux être tranquille, je n'y changerai pas grand-chose. Début des répétitions: 11 Septembre. Première: 8 octobre. On a le temps. - Un soir à la Comédie Française l'arbre est tombé, à l'arrivée de P. et L. au premier acte. Molière qui se retournait? [Assy 21.V.1978] ... Il pende souvent à vous tous ... pour pouvoir faire encore du théâtre avec vous ... Je serai à Londres le moins prochain pour retravailler Fin de Partie avec Rick et ses camarades [Paris 20.IV.1980] ... Ce soir-là j'étais à Stuttgart, chez Dr. Müller-Freienfels, du truc pour la télévision qui se présente plutôt mal. - Je pense souvent au printemps 75. un moment de bonheur [Paris 18.IV.1981] ... J'ai commis encore quelques dramaticules avec la mise en scène VORBEI. Je pense souvent et nostalgiquement à vous tous [Paris 6.IV.1982] ... J'ai fait une minipièce pour Graz (Steirischer Herbst). Le travail devient toujours plus difficile et l'à quoi bon plus insistant [Paris 13.IV.1983] ... I wish I could have seen the film and been wafted back to those happy days. Not that I have need to be reminded of them. They are so present for me still - and alas so past ... Last whiff of theatre was in London in the Spring, looking at San Quentin Workshop Godot directed by Walter in Chicago & now touring Australia ... I heard about Tabori's Godot & squirmed. Since then there has been one 'für Kinder'. A version for the mentally deficient no doubt in preparation [Paris 9.VIII.1984] ... Je tiens le coup plus en mains, côté carcasse, mais le travail est en point mort. Ich habe das alte Lied todgeleiert [Paris 8.X.1985] ... God be with the old days - as the Irish say - that are no more. Lucky days for me, those I lived with you all ..." [Assy 19.V.1986]. - Die Ansichtskarten, meist Kunst-Motive oder alte Photographien, strahlen häufig die Melancholie aus, die Beckett als notorische Charakter-Eigenschaft nachgesagt wird. - Die aufschlußreiche Reihe von Briefen und Karten mit kritischen und selbstkritischen Bemerkungen Becketts, wie sie auf Auktionen bisher kaum vorgekommen ist, gibt wertvolle Hinweise auf Leben und Werk des bekanntlich so zurückhaltenden und verschlossenen Nobelpreisträgers.
"those happy days" Beckett, Samuel, irisch-franz. Schriftsteller, Nobelpreisträger (1906-1989). 8 eigh. Brief-Karten, 1 eigh. Brief, 2 eigh. Vis.-Karten und 8 eigh. Ansichts-Postkarten m. U. "Sam Beckett" oder "Sam". In franz., engl. und deutscher Sprache. Zus. ca. 14 1 / 2 S. Mit 14 eigh. Umschlägen. Verschied. Formate. 1971-1987. Freundschaftliche Briefe an den Berliner Schauspieler Klaus Herm (1925-2014) und seine Frau Astrid. Herm spielte am Berliner Schiller-Theater den "Lucky" in Becketts "Warten auf Godot" , dem Stück, das vor allem in Becketts eigener Inszenierung (1975) ein Welterfolg wurde. Klaus Herm, der 18 Jahre den Staatlichen Schauspielbühnen (West-) Berlins angehörte und durch zahllose Fernseh- und Hörfunkrollen einen großen Bekanntheitsgrad erreichte, blieb auch nach Becketts Berliner Inszenierungen mit dem Dramatiker in Verbindung, und Beckett berichtet ihm in vorliegender Briefreihe in seiner charakteristisch lakonischen Weise von seinen aktuellen Aktivitäten und den Inszenierungen seiner Stücke in Europa. Dabei kommen zuweilen auch Interpretationen und teils ironische Kommentare zu seiner Arbeit und ihrer Rezeption zur Sprache: "... Als Hörspiel kommt Damals meiner Meinung nach gar nicht in Frage, wegen des Verlustes des Bildes, d. h. der Hälfte des Ganzen! Das horchende Gesicht gehört untrennbar dazu. Sonst gibt es kein Stück mehr da, nur eine ziellose Stimme ohne Spannung. Entschuldigung! Bei Dr. Klippert gleichfalls. Herzliche Grüsse an ... die ganze Godot -Mannschaft [Paris 8.XII.1976] ... je suis naturellement tout à fait d'accord pour te libérer le 24 mai, au profit de Godot [Tanger 3.V.1977] ... je n'ai pas encore regardé le texte de Spiel. Tu peux être tranquille, je n'y changerai pas grand-chose. Début des répétitions: 11 Septembre. Première: 8 octobre. On a le temps. - Un soir à la Comédie Française l'arbre est tombé, à l'arrivée de P. et L. au premier acte. Molière qui se retournait? [Assy 21.V.1978] ... Il pende souvent à vous tous ... pour pouvoir faire encore du théâtre avec vous ... Je serai à Londres le moins prochain pour retravailler Fin de Partie avec Rick et ses camarades [Paris 20.IV.1980] ... Ce soir-là j'étais à Stuttgart, chez Dr. Müller-Freienfels, du truc pour la télévision qui se présente plutôt mal. - Je pense souvent au printemps 75. un moment de bonheur [Paris 18.IV.1981] ... J'ai commis encore quelques dramaticules avec la mise en scène VORBEI. Je pense souvent et nostalgiquement à vous tous [Paris 6.IV.1982] ... J'ai fait une minipièce pour Graz (Steirischer Herbst). Le travail devient toujours plus difficile et l'à quoi bon plus insistant [Paris 13.IV.1983] ... I wish I could have seen the film and been wafted back to those happy days. Not that I have need to be reminded of them. They are so present for me still - and alas so past ... Last whiff of theatre was in London in the Spring, looking at San Quentin Workshop Godot directed by Walter in Chicago & now touring Australia ... I heard about Tabori's Godot & squirmed. Since then there has been one 'für Kinder'. A version for the mentally deficient no doubt in preparation [Paris 9.VIII.1984] ... Je tiens le coup plus en mains, côté carcasse, mais le travail est en point mort. Ich habe das alte Lied todgeleiert [Paris 8.X.1985] ... God be with the old days - as the Irish say - that are no more. Lucky days for me, those I lived with you all ..." [Assy 19.V.1986]. - Die Ansichtskarten, meist Kunst-Motive oder alte Photographien, strahlen häufig die Melancholie aus, die Beckett als notorische Charakter-Eigenschaft nachgesagt wird. - Die aufschlußreiche Reihe von Briefen und Karten mit kritischen und selbstkritischen Bemerkungen Becketts, wie sie auf Auktionen bisher kaum vorgekommen ist, gibt wertvolle Hinweise auf Leben und Werk des bekanntlich so zurückhaltenden und verschlossenen Nobelpreisträgers.
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