Auktionsarchiv: Los-Nr. 1274

Alfred von Wierusz-Kowalski

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 1274

Alfred von Wierusz-Kowalski

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Alfred von Wierusz-Kowalski (1849 Suwalki - 1915 München) Fröhliche Schlittenfahrt durch ein Dorf Das um 1885-1895 auf dem künstlerischen Höhepunkt seines Schaffens entstandene Werk des Malers zeigt als zentrales Motiv einen einfachen niedrigen Pferdeschlitten mit zwei polnischen Bauernmädchen, die zu einem Winterausflug im warmen, goldenen Licht der Abendsonne aufbrechen. Das eine der Mädchen dreht sich während der Fahrt spannungsreich zu einem weiteren, noch stehenden Pferdeschlitten im Mittelgrund mit einem vergnügten Paar als Passagieren um. Neben ihnen beobachten drei Personen sie von der Haustür aus. Ganz hinten links stehen weitere Schlitten mit einer farbenfreudig geschilderten Gruppe von Landleuten vor einem großen, niedrigen Gehöft, das die Komposition räumlich abschließt. Auf der rechten Bildseite wird die Szenerie durch zwei dicht nebeneinander stehende Bauernhäuser flankiert, von denen Feuerrauch herunterzieht. Dieses Gemälde vereint in Motiv und Stil mit sicherem, nuanciertem Duktus und Kolorit alle Eigenschaften des reifen Stils von Alfred von Wierusz-Kowalski mit all seiner künstlerisch herausragenden Finesse. Durch die Komposition mit in unterschiedlichen Richtungen verlaufenden Diagonalen erzeugt Wierusz-Kowalski geschickt Tiefe, Dynamik und Bewegung, welche durch die statische Gruppe im Hintergrund ausgeglichen wird. Ein entscheidendes Element dieses Gemäldes ist sein virtuoser narrativer Charakter, bei der die einzelnen Episoden und Szenen zugleich gegliedert und miteinander verwoben sind, rhythmisiert durch Zonen von Sonne und Schatten sowie kräftig roten Farbakzenten. Alfred von Wierusz-Kowalski zeigt sich in diesem Gemälde zugleich als ein Meister der Schneemalerei, bei der er die vielfältige Textur und Farbe wiedergibt. Hierfür benützt er das Lichtspiel, indem er die Sonnenreflexe auf das klare Weiß legt oder es in den schattierten Bereichen mit Grau oder Lila auskleidet. Wierusz-Kowalski studierte ab 1873 bei Alexander v. Wagner an der Akademie in München, wo er sich niederließ und dem Kreis polnischer Maler um Józef Brandt anschloss. Von 1875 an beschickte er erfolgreich die bedeutenden Ausstellungen mit seinen flott gemalten, inhaltlich fesselnden Darstellungen aus dem Volksleben Polens. Sein bevorzugter Themenkreis waren Reiter, Pferde, Kutschen und von Wölfen verfolgte Schlitten; mit großer Vorliebe stellte er wie in diesem großformatigen Gemälde variantenreiche, heitere Kutsch- und Schlittenfahrten in sommerlicher als auch winterlich verschneiter Szenerie dar, darunter eine Werkreihe mit motivisch verwandten Bauernhochzeiten. Öl/Lwd.; L. u. sign.; 74 cm x 107 cm. Rahmen. Beigefügt: Expertise von Frau Dr. Eliza Ptaszynka, Suwalki, 24.07.2020. Allgemeine Lit.: Boetticher, Bd. I/2, S. 784 f.; Thieme-Becker, Bd. XXI, S. 364. Oil on canvas. Signed. Accompanied by an expertise by Dr. Eliza Ptaszynka, Suwalki, 24th of July 2020.

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Alfred von Wierusz-Kowalski (1849 Suwalki - 1915 München) Fröhliche Schlittenfahrt durch ein Dorf Das um 1885-1895 auf dem künstlerischen Höhepunkt seines Schaffens entstandene Werk des Malers zeigt als zentrales Motiv einen einfachen niedrigen Pferdeschlitten mit zwei polnischen Bauernmädchen, die zu einem Winterausflug im warmen, goldenen Licht der Abendsonne aufbrechen. Das eine der Mädchen dreht sich während der Fahrt spannungsreich zu einem weiteren, noch stehenden Pferdeschlitten im Mittelgrund mit einem vergnügten Paar als Passagieren um. Neben ihnen beobachten drei Personen sie von der Haustür aus. Ganz hinten links stehen weitere Schlitten mit einer farbenfreudig geschilderten Gruppe von Landleuten vor einem großen, niedrigen Gehöft, das die Komposition räumlich abschließt. Auf der rechten Bildseite wird die Szenerie durch zwei dicht nebeneinander stehende Bauernhäuser flankiert, von denen Feuerrauch herunterzieht. Dieses Gemälde vereint in Motiv und Stil mit sicherem, nuanciertem Duktus und Kolorit alle Eigenschaften des reifen Stils von Alfred von Wierusz-Kowalski mit all seiner künstlerisch herausragenden Finesse. Durch die Komposition mit in unterschiedlichen Richtungen verlaufenden Diagonalen erzeugt Wierusz-Kowalski geschickt Tiefe, Dynamik und Bewegung, welche durch die statische Gruppe im Hintergrund ausgeglichen wird. Ein entscheidendes Element dieses Gemäldes ist sein virtuoser narrativer Charakter, bei der die einzelnen Episoden und Szenen zugleich gegliedert und miteinander verwoben sind, rhythmisiert durch Zonen von Sonne und Schatten sowie kräftig roten Farbakzenten. Alfred von Wierusz-Kowalski zeigt sich in diesem Gemälde zugleich als ein Meister der Schneemalerei, bei der er die vielfältige Textur und Farbe wiedergibt. Hierfür benützt er das Lichtspiel, indem er die Sonnenreflexe auf das klare Weiß legt oder es in den schattierten Bereichen mit Grau oder Lila auskleidet. Wierusz-Kowalski studierte ab 1873 bei Alexander v. Wagner an der Akademie in München, wo er sich niederließ und dem Kreis polnischer Maler um Józef Brandt anschloss. Von 1875 an beschickte er erfolgreich die bedeutenden Ausstellungen mit seinen flott gemalten, inhaltlich fesselnden Darstellungen aus dem Volksleben Polens. Sein bevorzugter Themenkreis waren Reiter, Pferde, Kutschen und von Wölfen verfolgte Schlitten; mit großer Vorliebe stellte er wie in diesem großformatigen Gemälde variantenreiche, heitere Kutsch- und Schlittenfahrten in sommerlicher als auch winterlich verschneiter Szenerie dar, darunter eine Werkreihe mit motivisch verwandten Bauernhochzeiten. Öl/Lwd.; L. u. sign.; 74 cm x 107 cm. Rahmen. Beigefügt: Expertise von Frau Dr. Eliza Ptaszynka, Suwalki, 24.07.2020. Allgemeine Lit.: Boetticher, Bd. I/2, S. 784 f.; Thieme-Becker, Bd. XXI, S. 364. Oil on canvas. Signed. Accompanied by an expertise by Dr. Eliza Ptaszynka, Suwalki, 24th of July 2020.

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