Alexander Gerbig 1878 - Suhl/Thüringen - 1948 Italienische Feldarbeiter 1913 Öl, Öltempera und wasserlösliche Farbe auf Leinwand. 50/50,3 x 62,3 cm. Gerahmt (einfache Atelierleiste). Unbezeichnet. - Im rechten Bildbereich mit einem winkelförmigen Leinwandriss, rückseitig hinterlegt; kleine Farbverluste am Oberrand und eine kleine Fehlstelle im Bereich der rechten Baumkrone professionell restauriert, die Oberfläche gereinigt. Mit einem Gutachten von Wolfgang Knop, Ingolstadt, vom 12. April 2017. Wir danken für freundliche, die Authentizität bestätigende Hinweise. Provenienz Ehemals Sammlung Fritz Helmuth Ehmcke, München/ Landhaus Widdersberg, Ammersee; seitdem in Familienbesitz Literatur Vgl. Wolfgang Knop, "Schaut her-ich bin's!", Der Maler und Grafiker Alexander Gerbig (1878-1948), Eigenverlag, Suhl 1998, S. 38 mit Farbabb. 35 ("Italienische Feldarbeiter", Öl/Leinwand 80 x 100 cm) Gerbig war gegen Ende des Jahres 1912 als Stipendiat des Villa-Romana-Preises nach Italien gereist. Wie Wolfgang Knop in seinem Gutachten ausführt, handelt es sich motivlich bei dieser frühen, spontan und in expressiven Farben angelegten Arbeit, um eine erste Ölskizze von grabenden Gärtnern auf dem Gelände der Villa, die sich künstlerisch insbesondere durch ihre Qualität und lebendige Frische auszeichnet. Stil und leuchtender Farbauftrag sind ohne Zweifel dem Vorbild Vincent Van Goghs verpflichtet. Die spätere grössere Fassung nach diesem florentinischen Motiv (s. Vergleichsabb.) vermittelt dagegen eine andersartige und modifizierte Ausarbeitung. Die erhaltene Korrespondenz zwischen Fritz Helmuth Ehmcke und Gerbig aus den Jahren 1912/1913 erweist, dass der Sammler wahrscheinlich im Frühjahr 1913 in Italien das Gemälde ausgesucht und vom Künstler direkt übernommen hatte. Er schrieb ihm im September: "Jetzt sind wir ... umgezogen und haben uns in Pasing eingerichtet. Unser 'Gerbig' hat dabei einen glänzenden Platz in unserer Galerie erhalten und wirkt fabelhaft." (F.H. Ehmcke, Brief vom 7. Sept. 1913 an Alexander Gerbig zit. nach dem Gutachten).
Alexander Gerbig 1878 - Suhl/Thüringen - 1948 Italienische Feldarbeiter 1913 Öl, Öltempera und wasserlösliche Farbe auf Leinwand. 50/50,3 x 62,3 cm. Gerahmt (einfache Atelierleiste). Unbezeichnet. - Im rechten Bildbereich mit einem winkelförmigen Leinwandriss, rückseitig hinterlegt; kleine Farbverluste am Oberrand und eine kleine Fehlstelle im Bereich der rechten Baumkrone professionell restauriert, die Oberfläche gereinigt. Mit einem Gutachten von Wolfgang Knop, Ingolstadt, vom 12. April 2017. Wir danken für freundliche, die Authentizität bestätigende Hinweise. Provenienz Ehemals Sammlung Fritz Helmuth Ehmcke, München/ Landhaus Widdersberg, Ammersee; seitdem in Familienbesitz Literatur Vgl. Wolfgang Knop, "Schaut her-ich bin's!", Der Maler und Grafiker Alexander Gerbig (1878-1948), Eigenverlag, Suhl 1998, S. 38 mit Farbabb. 35 ("Italienische Feldarbeiter", Öl/Leinwand 80 x 100 cm) Gerbig war gegen Ende des Jahres 1912 als Stipendiat des Villa-Romana-Preises nach Italien gereist. Wie Wolfgang Knop in seinem Gutachten ausführt, handelt es sich motivlich bei dieser frühen, spontan und in expressiven Farben angelegten Arbeit, um eine erste Ölskizze von grabenden Gärtnern auf dem Gelände der Villa, die sich künstlerisch insbesondere durch ihre Qualität und lebendige Frische auszeichnet. Stil und leuchtender Farbauftrag sind ohne Zweifel dem Vorbild Vincent Van Goghs verpflichtet. Die spätere grössere Fassung nach diesem florentinischen Motiv (s. Vergleichsabb.) vermittelt dagegen eine andersartige und modifizierte Ausarbeitung. Die erhaltene Korrespondenz zwischen Fritz Helmuth Ehmcke und Gerbig aus den Jahren 1912/1913 erweist, dass der Sammler wahrscheinlich im Frühjahr 1913 in Italien das Gemälde ausgesucht und vom Künstler direkt übernommen hatte. Er schrieb ihm im September: "Jetzt sind wir ... umgezogen und haben uns in Pasing eingerichtet. Unser 'Gerbig' hat dabei einen glänzenden Platz in unserer Galerie erhalten und wirkt fabelhaft." (F.H. Ehmcke, Brief vom 7. Sept. 1913 an Alexander Gerbig zit. nach dem Gutachten).
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