Auktionsarchiv: Los-Nr. 1547

Adriaen van Ostade

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 1547

Adriaen van Ostade

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Adriaen van Ostade Ein Geiger unter Bauern Öl auf Holz. 35 x 46,5 cm. Signiert und datiert unten rechts: Ostade 1644.In einem Scheuneninterieur sitzen fünf trinkende und rauchende Bauern in lustiger Runde an einem Tisch. Von rechts kommt ein Musikant mit seiner Geige heran. Vorne füttert ein kleiner Junge seinen Hund. Im Hintergrund nährt eine Bäuerin ihr Kind. Als Adriaen van Ostade 1644 dieses Gemälde malte, war sein Lehrer, der große Frans Hals gerade zum Vorstand der Haarlemer Malergilde ernannt worden. Während Hals sich vor allem auf die Porträtmalerei konzentrierte, hatte sich der Haarlemer Ostade erfolgreich auf das Bauerngenre spezialisiert. Mitte der 1640er Jahre aber erfuhr das bewährte Bauernthema in seiner Malerei eine auffällige Veränderung. Die detailreichen Schilderungen des Bauernlebens, in denen er so gekonnt Figuren, Licht und Raum in einem harmonischen Zusammenhang zu komponieren vermochte, zeigen eine veränderte Wahrnehmung dieser gesellschaftlichen Gruppe. Moralisierende, zum Verlust der Selbstkontrolle führende Lastermotive der Trunksucht und des Müßiggangs, wie sie häufig in seinen frühen Bauernbildern in exzessiver Ausprägung Eingang gefunden haben, sind nur noch latent vorhanden. Negativ besetzte Kontexte kehren sich in eine freundliche Darstellung des Bauernmilieus um. An die Stelle der alten Lasterthematik tritt das Bauernlob und eine Art Verklärung des bäuerlichen Lebens (vgl. B. Schnackenburg: Das Bild des bäuerlichen Lebens bei Adriaen van Ostade In: Vekeman/Müller Hofstede: Wort und Bild, 1984, S. 31-42).ZertifikatWalther Bernd, München 16.6.1972.ProvenienzG. T. Braine London Versteigerung 1857 (110 Pfund). - Thomas Howard London 1873. - Galerie C. Sedelmeyer Paris. - Dort 1883 erworben. - Sammlung Weber, Hamburg 1907. - Lempertz, Köln 8.5.1921, Nr. 1 (10.000 RM). - Kunsthandel de Boer, Amsterdam 1970. - Galerie Müllenmeister, Solingen. - Dort 1972 erworben. - Seitdem in deutscher Privatsammlung.LiteraturhinweisePflugh-Hartung, Repert. für Kunstwissenschaft, 1885, VIII, S. 89. - Katalog der Sammlung Weber, Hamburg 1907. - Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten Maler des 17. Jahrhunderts, 1910, Bd. III, Nr. 534.AusstellungClemens-Sels-Museum Neuss: Von Pieter Brueghel bis Gerard Terborch. Niederländische Meister aus eigenem Bestand und rheinischem Privatbesitz, 9.11.1986 - 11.1.1987, Nr. 38.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 1547
Beschreibung:

Adriaen van Ostade Ein Geiger unter Bauern Öl auf Holz. 35 x 46,5 cm. Signiert und datiert unten rechts: Ostade 1644.In einem Scheuneninterieur sitzen fünf trinkende und rauchende Bauern in lustiger Runde an einem Tisch. Von rechts kommt ein Musikant mit seiner Geige heran. Vorne füttert ein kleiner Junge seinen Hund. Im Hintergrund nährt eine Bäuerin ihr Kind. Als Adriaen van Ostade 1644 dieses Gemälde malte, war sein Lehrer, der große Frans Hals gerade zum Vorstand der Haarlemer Malergilde ernannt worden. Während Hals sich vor allem auf die Porträtmalerei konzentrierte, hatte sich der Haarlemer Ostade erfolgreich auf das Bauerngenre spezialisiert. Mitte der 1640er Jahre aber erfuhr das bewährte Bauernthema in seiner Malerei eine auffällige Veränderung. Die detailreichen Schilderungen des Bauernlebens, in denen er so gekonnt Figuren, Licht und Raum in einem harmonischen Zusammenhang zu komponieren vermochte, zeigen eine veränderte Wahrnehmung dieser gesellschaftlichen Gruppe. Moralisierende, zum Verlust der Selbstkontrolle führende Lastermotive der Trunksucht und des Müßiggangs, wie sie häufig in seinen frühen Bauernbildern in exzessiver Ausprägung Eingang gefunden haben, sind nur noch latent vorhanden. Negativ besetzte Kontexte kehren sich in eine freundliche Darstellung des Bauernmilieus um. An die Stelle der alten Lasterthematik tritt das Bauernlob und eine Art Verklärung des bäuerlichen Lebens (vgl. B. Schnackenburg: Das Bild des bäuerlichen Lebens bei Adriaen van Ostade In: Vekeman/Müller Hofstede: Wort und Bild, 1984, S. 31-42).ZertifikatWalther Bernd, München 16.6.1972.ProvenienzG. T. Braine London Versteigerung 1857 (110 Pfund). - Thomas Howard London 1873. - Galerie C. Sedelmeyer Paris. - Dort 1883 erworben. - Sammlung Weber, Hamburg 1907. - Lempertz, Köln 8.5.1921, Nr. 1 (10.000 RM). - Kunsthandel de Boer, Amsterdam 1970. - Galerie Müllenmeister, Solingen. - Dort 1972 erworben. - Seitdem in deutscher Privatsammlung.LiteraturhinweisePflugh-Hartung, Repert. für Kunstwissenschaft, 1885, VIII, S. 89. - Katalog der Sammlung Weber, Hamburg 1907. - Hofstede de Groot: Beschreibendes und kritisches Verzeichnis der Werke der hervorragendsten Maler des 17. Jahrhunderts, 1910, Bd. III, Nr. 534.AusstellungClemens-Sels-Museum Neuss: Von Pieter Brueghel bis Gerard Terborch. Niederländische Meister aus eigenem Bestand und rheinischem Privatbesitz, 9.11.1986 - 11.1.1987, Nr. 38.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 1547
LotSearch ausprobieren

Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!

  • Auktionssuche und Bieten
  • Preisdatenbank und Analysen
  • Individuelle automatische Suchaufträge
Jetzt einen Suchauftrag anlegen!

Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.

Suchauftrag anlegen