Auktionsarchiv: Los-Nr. 320

A.R. Penck (1939 - ?) - Original Farblithographie auf Papier, "Komposition in rot/schwarz"

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 320

A.R. Penck (1939 - ?) - Original Farblithographie auf Papier, "Komposition in rot/schwarz"

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

unten rechts bleistifthandsigniert "A.R. Penck", links bezeichnet "e.a."(Epreuve d'Artiste), sehr guter Erhaltungszustand, im Passepartout hinter Glas Kunstgerahmt, Blattmaße im Ausschnitt ca.: 16cm x 22cm, Gesamtmaße: 40cm x 49cm Informationen zum Künstler: • A.R. Penck • geboren am 5.10.1939 in Dresden - lebt und arbeitet in Dublin, London und Berlin • Deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Eigentlich Ralf Winkler. 1953-54 nahm er Mal- und Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher 1955-56 war er als Zeichner bei der DEWAG in der Lehre. Seit 1956 bewarb er sich viermal erfolglos an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Hochschule für Bildende und Angewandte Künste Berlin (Ost). Er behauptet zwar, ihm sei dies auf Grund seiner politischen Haltung verwehrt worden, tatsächlich jedoch befand man sein Talent als nicht ausreichend. Nach Abbruch der Lehre arbeitete er dann als Heizer, Nachtwächter, Briefträger und Kleindarsteller. 1966 wurde er Kandidat des Verbandes bildender Künstler, nun unter dem Pseudonym A.R. Penck, das nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albrecht Penck gewählt wurde. Seit 1969 bekam er zunehmend Probleme mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR: Pencks Bilder wurden beschlagnahmt, seine Mitgliedschaft im Verein bildender Künstler (VBK) wurde abgelehnt. 1971 schloß er sich der Künstlergruppe Lücke an, aus der heraus auch Peter Herrmann, Harald Gallasch, Wolfgang Opitz und der sich Terk nennende Steffen Kuhnert wirkten. Ab 1973 arbeitete er unter dem Pseudonym Mike Hammer und T.M. Nach dem Militärdienst 1974 und durch die Verleihung des Willi-Grohmann-Preises 1975 durch die Akademie der Künste in West-Berlin nahmen auch die Kontrollen der Stasi zu. 1976 begegnete er dem westdeutschen Malerkollegen Jörg Immendorff mit dem er in den folgenden Jahren zusammenarbeitete. Ab 1977 beschlagnahmte der Zoll seine Gemälde, der ab 1976 auch mit Y signierte. 1979 wurden bei einem Einbruch in das Atelier Winklers verschiedene Arbeiten vernichtet. 1980 schließlich Übersiedlung in den Westen, zunächst in Kerpen bei Köln. 1981 verlieh ihm die Goethe-Stiftung in Basel den Rembrandt-Preis. 1983 zog er nach London um und bekam 1985 den Kunstpreis der Stadt Aachen verliehen. 1988 wurde er als Professor für Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Wurde in den 80er Jahren zu den "Neuen Wilden" gezählt. In dieser Zeit trat er auch als Musiker in der Gruppe TTT auf. Literatur: Jörg Immendorff A.R. Penck: Immendorff besucht Y. München: Rogner und Bernhard 1979.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 320
Beschreibung:

unten rechts bleistifthandsigniert "A.R. Penck", links bezeichnet "e.a."(Epreuve d'Artiste), sehr guter Erhaltungszustand, im Passepartout hinter Glas Kunstgerahmt, Blattmaße im Ausschnitt ca.: 16cm x 22cm, Gesamtmaße: 40cm x 49cm Informationen zum Künstler: • A.R. Penck • geboren am 5.10.1939 in Dresden - lebt und arbeitet in Dublin, London und Berlin • Deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Eigentlich Ralf Winkler. 1953-54 nahm er Mal- und Zeichenunterricht bei Jürgen Böttcher 1955-56 war er als Zeichner bei der DEWAG in der Lehre. Seit 1956 bewarb er sich viermal erfolglos an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und an der Hochschule für Bildende und Angewandte Künste Berlin (Ost). Er behauptet zwar, ihm sei dies auf Grund seiner politischen Haltung verwehrt worden, tatsächlich jedoch befand man sein Talent als nicht ausreichend. Nach Abbruch der Lehre arbeitete er dann als Heizer, Nachtwächter, Briefträger und Kleindarsteller. 1966 wurde er Kandidat des Verbandes bildender Künstler, nun unter dem Pseudonym A.R. Penck, das nach dem Geologen und Eiszeitforscher Albrecht Penck gewählt wurde. Seit 1969 bekam er zunehmend Probleme mit dem Staatssicherheitsdienst der DDR: Pencks Bilder wurden beschlagnahmt, seine Mitgliedschaft im Verein bildender Künstler (VBK) wurde abgelehnt. 1971 schloß er sich der Künstlergruppe Lücke an, aus der heraus auch Peter Herrmann, Harald Gallasch, Wolfgang Opitz und der sich Terk nennende Steffen Kuhnert wirkten. Ab 1973 arbeitete er unter dem Pseudonym Mike Hammer und T.M. Nach dem Militärdienst 1974 und durch die Verleihung des Willi-Grohmann-Preises 1975 durch die Akademie der Künste in West-Berlin nahmen auch die Kontrollen der Stasi zu. 1976 begegnete er dem westdeutschen Malerkollegen Jörg Immendorff mit dem er in den folgenden Jahren zusammenarbeitete. Ab 1977 beschlagnahmte der Zoll seine Gemälde, der ab 1976 auch mit Y signierte. 1979 wurden bei einem Einbruch in das Atelier Winklers verschiedene Arbeiten vernichtet. 1980 schließlich Übersiedlung in den Westen, zunächst in Kerpen bei Köln. 1981 verlieh ihm die Goethe-Stiftung in Basel den Rembrandt-Preis. 1983 zog er nach London um und bekam 1985 den Kunstpreis der Stadt Aachen verliehen. 1988 wurde er als Professor für Malerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen. Wurde in den 80er Jahren zu den "Neuen Wilden" gezählt. In dieser Zeit trat er auch als Musiker in der Gruppe TTT auf. Literatur: Jörg Immendorff A.R. Penck: Immendorff besucht Y. München: Rogner und Bernhard 1979.

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