2538 Schauspieler u. Theaterleiter, 1841-1921. - Possart, Ernst v., 3 e. (einer dav. Fragment) Br. m. U. Mchn. 4.II.(18)93 u. 11.II.(18)94 sowie undat. 8° u. 4°. Zus. 10 3/4 SS. Schätzpreis: *R (100,- €) Als Intendant des Münchner Hoftheaters an den Schauspieler Ferdinand Bonn wegen geplanter Gastspiele, von denen er seinem ehemaligen Schüler abrät, da dieser 1891 durch den Selbstmord einer unglücklich verliebten Schauspielerin einen Skandal auslöste u. die Stadt verließ (Eisenberg S. 112/113). "Schon das nicht offizielle Bekanntwerden Ihres Gastspieles hat eine solche Sensation in der Bevölkerung hervorgerufen, wie wir es Beide kaum hätten ahnen können; das Böse an der Sache ist, daß Alles auf das persönliche Gebiet hinüberspielt, u. dem Sachlichen dabei, - der Hamlet-Aufführung, - gar kein Werth mehr beigelegt wird...". Da er große Demonstrationen befürchtet, muß er das Gastspiel ablehnen. "Denken Sie sich in die Situation, in welche ich gerathe, wenn ich zugeben wollte, daß durch Ihr Gastspiel die Königliche Hofbühne zum Tummelplatz derartiger Ausschreitungen würde!..." (1893). - Auch für das Gastspiel im folgenden Jahr rät er zur Verschiebung: "... Ich habe die Empfindung, als ob Ihr Nichtkommen dieses Mal Ihnen ein gutes Theil der Leute, welche Ihnen vielleicht noch nicht wieder ganz grün waren, auf Ihre Seite gebracht hat...". - Im undat. Brieffragment wird deutlich, daß Bonn in Wien unzufrieden ist u. eine Anstellung in Mchn. anstrebt, was P. ("Ihr alter treuer Schulmeister") unterstützt. - Mit einigen kl. Randeinrissen. Zuschlag: 50,- € Jahr Haus Auktion Preis Einband Zustand
2538 Schauspieler u. Theaterleiter, 1841-1921. - Possart, Ernst v., 3 e. (einer dav. Fragment) Br. m. U. Mchn. 4.II.(18)93 u. 11.II.(18)94 sowie undat. 8° u. 4°. Zus. 10 3/4 SS. Schätzpreis: *R (100,- €) Als Intendant des Münchner Hoftheaters an den Schauspieler Ferdinand Bonn wegen geplanter Gastspiele, von denen er seinem ehemaligen Schüler abrät, da dieser 1891 durch den Selbstmord einer unglücklich verliebten Schauspielerin einen Skandal auslöste u. die Stadt verließ (Eisenberg S. 112/113). "Schon das nicht offizielle Bekanntwerden Ihres Gastspieles hat eine solche Sensation in der Bevölkerung hervorgerufen, wie wir es Beide kaum hätten ahnen können; das Böse an der Sache ist, daß Alles auf das persönliche Gebiet hinüberspielt, u. dem Sachlichen dabei, - der Hamlet-Aufführung, - gar kein Werth mehr beigelegt wird...". Da er große Demonstrationen befürchtet, muß er das Gastspiel ablehnen. "Denken Sie sich in die Situation, in welche ich gerathe, wenn ich zugeben wollte, daß durch Ihr Gastspiel die Königliche Hofbühne zum Tummelplatz derartiger Ausschreitungen würde!..." (1893). - Auch für das Gastspiel im folgenden Jahr rät er zur Verschiebung: "... Ich habe die Empfindung, als ob Ihr Nichtkommen dieses Mal Ihnen ein gutes Theil der Leute, welche Ihnen vielleicht noch nicht wieder ganz grün waren, auf Ihre Seite gebracht hat...". - Im undat. Brieffragment wird deutlich, daß Bonn in Wien unzufrieden ist u. eine Anstellung in Mchn. anstrebt, was P. ("Ihr alter treuer Schulmeister") unterstützt. - Mit einigen kl. Randeinrissen. Zuschlag: 50,- € Jahr Haus Auktion Preis Einband Zustand
2538 Schauspieler u. Theaterleiter, 1841-1921. - Possart, Ernst v., 3 e. (einer dav. Fragment) Br. m. U. Mchn. 4.II.(18)93 u. 11.II.(18)94 sowie undat. 8° u. 4°. Zus. 10 3/4 SS. Schätzpreis: *R (100,- €) Als Intendant des Münchner Hoftheaters an den Schauspieler Ferdinand Bonn wegen geplanter Gastspiele, von denen er seinem ehemaligen Schüler abrät, da dieser 1891 durch den Selbstmord einer unglücklich verliebten Schauspielerin einen Skandal auslöste u. die Stadt verließ (Eisenberg S. 112/113). "Schon das nicht offizielle Bekanntwerden Ihres Gastspieles hat eine solche Sensation in der Bevölkerung hervorgerufen, wie wir es Beide kaum hätten ahnen können; das Böse an der Sache ist, daß Alles auf das persönliche Gebiet hinüberspielt, u. dem Sachlichen dabei, - der Hamlet-Aufführung, - gar kein Werth mehr beigelegt wird...". Da er große Demonstrationen befürchtet, muß er das Gastspiel ablehnen. "Denken Sie sich in die Situation, in welche ich gerathe, wenn ich zugeben wollte, daß durch Ihr Gastspiel die Königliche Hofbühne zum Tummelplatz derartiger Ausschreitungen würde!..." (1893). - Auch für das Gastspiel im folgenden Jahr rät er zur Verschiebung: "... Ich habe die Empfindung, als ob Ihr Nichtkommen dieses Mal Ihnen ein gutes Theil der Leute, welche Ihnen vielleicht noch nicht wieder ganz grün waren, auf Ihre Seite gebracht hat...". - Im undat. Brieffragment wird deutlich, daß Bonn in Wien unzufrieden ist u. eine Anstellung in Mchn. anstrebt, was P. ("Ihr alter treuer Schulmeister") unterstützt. - Mit einigen kl. Randeinrissen. Zuschlag: 50,- € Jahr Haus Auktion Preis Einband Zustand
2538 Schauspieler u. Theaterleiter, 1841-1921. - Possart, Ernst v., 3 e. (einer dav. Fragment) Br. m. U. Mchn. 4.II.(18)93 u. 11.II.(18)94 sowie undat. 8° u. 4°. Zus. 10 3/4 SS. Schätzpreis: *R (100,- €) Als Intendant des Münchner Hoftheaters an den Schauspieler Ferdinand Bonn wegen geplanter Gastspiele, von denen er seinem ehemaligen Schüler abrät, da dieser 1891 durch den Selbstmord einer unglücklich verliebten Schauspielerin einen Skandal auslöste u. die Stadt verließ (Eisenberg S. 112/113). "Schon das nicht offizielle Bekanntwerden Ihres Gastspieles hat eine solche Sensation in der Bevölkerung hervorgerufen, wie wir es Beide kaum hätten ahnen können; das Böse an der Sache ist, daß Alles auf das persönliche Gebiet hinüberspielt, u. dem Sachlichen dabei, - der Hamlet-Aufführung, - gar kein Werth mehr beigelegt wird...". Da er große Demonstrationen befürchtet, muß er das Gastspiel ablehnen. "Denken Sie sich in die Situation, in welche ich gerathe, wenn ich zugeben wollte, daß durch Ihr Gastspiel die Königliche Hofbühne zum Tummelplatz derartiger Ausschreitungen würde!..." (1893). - Auch für das Gastspiel im folgenden Jahr rät er zur Verschiebung: "... Ich habe die Empfindung, als ob Ihr Nichtkommen dieses Mal Ihnen ein gutes Theil der Leute, welche Ihnen vielleicht noch nicht wieder ganz grün waren, auf Ihre Seite gebracht hat...". - Im undat. Brieffragment wird deutlich, daß Bonn in Wien unzufrieden ist u. eine Anstellung in Mchn. anstrebt, was P. ("Ihr alter treuer Schulmeister") unterstützt. - Mit einigen kl. Randeinrissen. Zuschlag: 50,- € Jahr Haus Auktion Preis Einband Zustand
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