Auktionsarchiv: Los-Nr. 6411

Schweiz

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 6411

Schweiz

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

18. Jh. Betrachtungssärglein mit Tödlein. Holz, dunkel gebeizt, Glas, innen mit Textil ausgekleidet, Leichnam aus Wachs, Holz, formbarer Masse und Haar. 28,5 x 11,5 x 7,8 cm. Auf der Kopfseite des Sarges datiert (eingeritzt) "MDCCLXXVII" [1777]. Hob der Gläubige den Deckel solcher Miniatursärge, erwartete ihn ein menschlicher, von Maden, Schlangen und Würmern zerfressener Leib aus Wachs, dessen Skelettierung bereits weit fortgeschritten war. Dieses morbide Bild führte die eigene Vergänglichkeit eindrücklich vor Augen. Hergestellt wurde die realistischen Miniaturobjekte vom 17. bis 19. Jahrhundert. Unter anderem in Südtirol, genauer im Grödner Tal, hatte sich eine Schar von Bildschnitzern auf das Herstellen und Modellieren spezialisiert. Über den Handel wurden die sogenannten Särgl über den ganzen Alpenraum, aber auch bis hin nach Norddeutschland und England vetrieben (vgl. Ausst. Kat. Die letzte Reise - Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern, München 1984, S. 28-29). Ausstellung: Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz, 2014-2015, Sammlung Rau, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen. Literatur: Charlotte Angeletti: Geformtes Wachs. Kerzen, Votive, Wachsfiguren, München 1980, Nr. 151, S. 121. Oliver Kornhoff (Hrsg.), Susanne Blöcker (Bearb.): Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz, Ausst. Kat. Remagen, Sammlung Rau, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen 2014, S. 118.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 6411
Beschreibung:

18. Jh. Betrachtungssärglein mit Tödlein. Holz, dunkel gebeizt, Glas, innen mit Textil ausgekleidet, Leichnam aus Wachs, Holz, formbarer Masse und Haar. 28,5 x 11,5 x 7,8 cm. Auf der Kopfseite des Sarges datiert (eingeritzt) "MDCCLXXVII" [1777]. Hob der Gläubige den Deckel solcher Miniatursärge, erwartete ihn ein menschlicher, von Maden, Schlangen und Würmern zerfressener Leib aus Wachs, dessen Skelettierung bereits weit fortgeschritten war. Dieses morbide Bild führte die eigene Vergänglichkeit eindrücklich vor Augen. Hergestellt wurde die realistischen Miniaturobjekte vom 17. bis 19. Jahrhundert. Unter anderem in Südtirol, genauer im Grödner Tal, hatte sich eine Schar von Bildschnitzern auf das Herstellen und Modellieren spezialisiert. Über den Handel wurden die sogenannten Särgl über den ganzen Alpenraum, aber auch bis hin nach Norddeutschland und England vetrieben (vgl. Ausst. Kat. Die letzte Reise - Sterben, Tod und Trauersitten in Oberbayern, München 1984, S. 28-29). Ausstellung: Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz, 2014-2015, Sammlung Rau, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen. Literatur: Charlotte Angeletti: Geformtes Wachs. Kerzen, Votive, Wachsfiguren, München 1980, Nr. 151, S. 121. Oliver Kornhoff (Hrsg.), Susanne Blöcker (Bearb.): Leibhaftig. Der menschliche Körper zwischen Lust und Schmerz, Ausst. Kat. Remagen, Sammlung Rau, Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Remagen 2014, S. 118.

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