Auktionsarchiv: Los-Nr. 2138

Unsigniert

Limitpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 2138

Unsigniert

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Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

17. Jahrhundert, Niederlande, in der Nachfolge von Adriaen van Ostade (1610 Haarlem - 1685 ebenda), "Trinkende und Pfeife rauchende Bauern vor einem Wirtshaus", Öl/Holz, detailliert ausgeführte Genreszene im Freien, feiernde Bauern an einem Tisch vor einem Haus, im rechten Bildvordergrund ist ein Musikant mit einer Geige zu sehen, links ist ein spielendes Kind mit einem Hund, im Bildhintergrund im Haus sieht man mehrere Personen am Fenster stehen, die das muntere Treiben vor dem Haus beobachten, unsigniert, rückseitig unleserlich bezeichnet, nummeriert 805 k, alte Restaurierung, minimale weiße Farbstreifen an der Oberfläche, ca. 21x27,5cm, Flammenstreifenrahmen Niederlande Altmeisterrahmen, wohl aus der Zeit, ca. 40,5x47cm, Provenienz: Erwerbung 1922 aus dem Kunsthandel in Würzburg. Künstlerinformation: Adriaen van Ostade ist einer der wichtigsten Genremaler des niederländischen Barock. Die Familie stammt aus dem Örtchen Ostade in der Nähe von Eindhoven. In seiner Geburtsstadt, in dieser Epoche ein wahres Kunstzentrum, soll Adriaen van Ostade sein gesamtes Leben verbringen. Seine Ausbildung erhält Adriaen van Ostade nach dem Zeugnis von Houbraken, wahrscheinlich um 1627 im Atelier des großen Frans Hals wo er möglicherweise gemeinsam mit dem berühmten flämischen Genremaler Adriaen Brouwer lernt. Ein Kontakt von Adriaen van Ostade und Adriaen Brouwer liegt aus stilistischen Gründen jedenfalls sehr nahe: Die beiden jungen Künstler etablieren eine Genremalerei im neuen Stil. Adriaen van Ostade malt wie Brouwer mit Vorliebe Szenen aus dem derben bäuerlichen Leben: Trinkgelage, Rauchergesellschaften und Spielabende in heruntergekommenen, düsteren Kaschemmen. Auch Quacksalber und andere zwielichtige Figuren beschäftigen Adriaen van Ostade nachhaltig. Er setzt diese Themenkreise in einer kunstvollen Technik und gelegentlich in Annäherung an die Karikatur um. Der subtile Kolorist Adriaen van Ostade bevorzugt in den Werken der 1630er Jahre eine blaugraue Tonalität, die oft mit einzelnen Farbakzenten belebt wird. Später dann, ab den 1640er Jahren, wird die Palette strahlender. Das Spätwerk der zweiten Jahrhunderthälfte verpflanzt die Genreszenen aus ihren schummrigen Innenräumen oft ans Tageslicht. Neben dem Bauerngenre befasst sich Adriaen van Ostade auch mit Bildnissen, Landschaften und religiösen Sujets. Auch technisch herrscht durchaus Vielfalt: So finden sich kleine Ölmalereien auf Holztafeln, aber auch Federzeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken.

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17. Jahrhundert, Niederlande, in der Nachfolge von Adriaen van Ostade (1610 Haarlem - 1685 ebenda), "Trinkende und Pfeife rauchende Bauern vor einem Wirtshaus", Öl/Holz, detailliert ausgeführte Genreszene im Freien, feiernde Bauern an einem Tisch vor einem Haus, im rechten Bildvordergrund ist ein Musikant mit einer Geige zu sehen, links ist ein spielendes Kind mit einem Hund, im Bildhintergrund im Haus sieht man mehrere Personen am Fenster stehen, die das muntere Treiben vor dem Haus beobachten, unsigniert, rückseitig unleserlich bezeichnet, nummeriert 805 k, alte Restaurierung, minimale weiße Farbstreifen an der Oberfläche, ca. 21x27,5cm, Flammenstreifenrahmen Niederlande Altmeisterrahmen, wohl aus der Zeit, ca. 40,5x47cm, Provenienz: Erwerbung 1922 aus dem Kunsthandel in Würzburg. Künstlerinformation: Adriaen van Ostade ist einer der wichtigsten Genremaler des niederländischen Barock. Die Familie stammt aus dem Örtchen Ostade in der Nähe von Eindhoven. In seiner Geburtsstadt, in dieser Epoche ein wahres Kunstzentrum, soll Adriaen van Ostade sein gesamtes Leben verbringen. Seine Ausbildung erhält Adriaen van Ostade nach dem Zeugnis von Houbraken, wahrscheinlich um 1627 im Atelier des großen Frans Hals wo er möglicherweise gemeinsam mit dem berühmten flämischen Genremaler Adriaen Brouwer lernt. Ein Kontakt von Adriaen van Ostade und Adriaen Brouwer liegt aus stilistischen Gründen jedenfalls sehr nahe: Die beiden jungen Künstler etablieren eine Genremalerei im neuen Stil. Adriaen van Ostade malt wie Brouwer mit Vorliebe Szenen aus dem derben bäuerlichen Leben: Trinkgelage, Rauchergesellschaften und Spielabende in heruntergekommenen, düsteren Kaschemmen. Auch Quacksalber und andere zwielichtige Figuren beschäftigen Adriaen van Ostade nachhaltig. Er setzt diese Themenkreise in einer kunstvollen Technik und gelegentlich in Annäherung an die Karikatur um. Der subtile Kolorist Adriaen van Ostade bevorzugt in den Werken der 1630er Jahre eine blaugraue Tonalität, die oft mit einzelnen Farbakzenten belebt wird. Später dann, ab den 1640er Jahren, wird die Palette strahlender. Das Spätwerk der zweiten Jahrhunderthälfte verpflanzt die Genreszenen aus ihren schummrigen Innenräumen oft ans Tageslicht. Neben dem Bauerngenre befasst sich Adriaen van Ostade auch mit Bildnissen, Landschaften und religiösen Sujets. Auch technisch herrscht durchaus Vielfalt: So finden sich kleine Ölmalereien auf Holztafeln, aber auch Federzeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken.

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